Bild: Getty Images/Matt Cardy

Nächte voller Rausch, bunte Paradiesvögel und matschige Felder, die alljährlich zur Tanzwiese werden – wir freuen uns schon auf die Festival-Saison. Deshalb haben wir die spannendsten Dokus über Musik-Festivals herausgesucht, um eure Vorfreude noch zu steigern. Also kramt schon Mal die Gummistiefel raus, checkt die Dosenbier-Preise und lüftet den muffigen Schlafsack. Der Sommer kommt!

Burning Man

200 Kilometer von San Francisco entfernt liegt Black Rock City, eine temporäre Stadt, mitten in der Wüste Nevadas. Die Menschen, die hier herkommen, sind nur Besucher in dieser unwirklich anmutenden Gegend. Acht Tage im Jahr feiern sie dort gemeinsam das legendäre Burning Man Festival. Die Kurzfilme "The Temple" von Michael Marantz und "Dear Guardians – A Burning Man Short" von Ian MacKenzie zeigen das spirituelle Zentrum des Festivals: Den heiligen Ort der Besucher, an dem sie Erinnerungen niederschreiben, sich vom alten Ballast befreien und neu verlieben in das Universum und in die Menschen um sie herum.

Wie gern wären wir dabei, wenn Ende August dieser wunderbare Ort in der Wüste Nevadas wieder zum Leben erwacht!

Full Metal Village

Kühe melken, Ernte einfahren, warme Milch und der Duft von Biogas: eine Idylle in Norddeutschland. Doch ein Mal im Jahr werden die Bewohner von Wacken jäh aus ihrer Normalität gerissen: Dann nämlich gesellen sich zu den eher leisen, wortkargen Bauern eher laute, grölende Metalfans, um sich hier vier Tage lang die volle Dröhnung zu geben.

Bauer meets Metal – ein Heimatfilm anderer Art. Wie sich die grünen Äcker in Schlammgruben verwandeln, in denen sich munter nackte Festivalbesucher suhlen, und wie herzlich Festivalbesucher und Einheimische zusammen feiern, hat die koreanische Regisseurin Cho Sung-hyung in ihrem Dokumentarfilm "Full Metal Village" eingefangen.

Woodstock – 3 Days of Peace and Music

Der Dokumentarfilm lässt uns über drei Stunden das legendäre Woodstock-Festival von 1969 erleben, auf dem von den Rolling Stones, The Who und Santana über Janis Joplin bis hin zu Jimi Hendrix alle großen Stars der Zeit aufgetreten sind. Zwanzig Kameraleute filmten über 100 Stunden Video-Material. Neben den Konzerten und der Stimmung der Festivalbesucher sehen wir in dem Dokumentarfilm Interviews mit den Machern des Festivals und dürfen einen Bklick hinter die Bühnen werfen.

Auch wenn das Festival in die Musikgeschichte einging und bis heute zu den großen Legenden zählt, war es ein finanzielles Desaster. Der Film konnte jedoch mit einer Einspielsumme von fünf Millionen Dollar innerhalb der ersten vier Monate einen Großteil des Verlustes kompensieren.

Boom Festival – The Alchemy Of Spirit

Idanha-a-Nova, irgendwo im portugiesischen Niemandsland, es ist heiß und staubig. Kurz vor dem ersten Vollmond im August treffen sich hier jedes zweite Jahr Tausende Menschen aus aller Welt, um gemeinsam aufzublühen. Fernab vom Alltagstrott und Kommerz feiern sie naturverbunden und exzessiv das Leben. Das Boom Festival lässt Nachhaltigkeit, Musik und Kunst verschmelzen. "Boom Festival - The Alchemy Of Spirit" nimmt uns mit zu einem der wunderbarsten Festivals, das wir je besucht haben.

Kulturkosmos – über die Fusion

Die Fusion feiert dieses Jahr ihren 20. Geburtstag. Über den Hippie unter den deutschen Festivals wurde schon viel geschrieben: Grasbewachsene Hangars, leicht deplatzierte Headliner am Samstagabend und die Gesichtskirmes auf dem Bachstelzen-Floor. Der mehrteilige Film – die ersten drei Episoden gibt es schon – erzählt nicht nur vom Festival, sondern auch über den "Kulturkosmos e.V.", der die Fusion veranstaltet.

No Cameras Allowed

Als Teenager haben wir Stempel gefälscht, um kostenlos auf Partys zu kommen. Ob das am (Ehr)Geiz oder am nicht vorhandenen Geld lag, können wir nicht mehr so genau sagen. Der Typ aus der Dokumentation "No Cameras Allowed" toppt aber alle uns bekannten Mogel-Skills: James Marcus Haney hat sich auf 50 Festivals und in zahlreiche Backstage-Bereiche geschlichen und dabei Geheimagenten-Qualitäten bewiesen, von denen sich sein Vornamensvetter mit der Doppelnull noch eine Scheibe abschneiden könnte. James‘ Partner in Crime war dabei immer seine Kamera. Somit werden wir Zeuge interessanter Begegnungen mit Musikern und Sicherheitsleuten und erleben den Nervenkitzel hautnah mit.

Glastonbury – The Movie in Flashback

Wir kennen alle die Bilder von matschgetränkten Besuchern des Glastonbury-Festivals im Südwesten Englands. Jedes Jahr im Juni treffen sich hunderttausende Musik- und Kunstliebhaber, um gemeinsam auf einer Farm bei Pilton im Schlamm zu feiern. Milchbauer Michael Eavis hat im Jahr 1970 angefangen, Festivals auf seinem Bauernhof zu veranstalten. Mittlerweile zählt das Glastonbury Festival of Performing Art zu einem der größten Rockfestivals Europas.

Der Film "Glastonbury – The Movie in Flashback" nimmt uns mit auf eine Zeitreise ins Glastonbury von 1993. Aus über hundert Stunden Filmmaterial sehen wir die Magie von Musik, Kunst und bunten Vögeln auf dem englischen Woodstock.


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Diese Dinge kennst du nur, wenn du schon mal in Großbritannien gelebt hast

Großbritannien und seine Bewohner: So viele Klischees, aber welche davon stimmen tatsächlich? Ist das Essen wirklich schlecht und der Humor der Briten so schwarz wie ihr Nachmittagstee? Wir haben 13 Dinge gesammelt, die nur diejenigen kennen, die zumindest ein paar Wochen auf der Insel verbracht haben.