Bild: Imago/United Archives

Du erinnerst dich noch gut daran, wie du früher nach der Schule immer direkt aufs Sofa gehechtet bist, um den Titelsong von "Friends" nicht zu verpassen? Oder wie du abends heimlich "Akte X" geguckt hast?

Kinder der 90er sind mit diesen Serien aufgewachsen. Zeit, mal wieder summend in Nostalgie zu schwelgen. 

Wir haben 13 Serien herausgesucht, die dich zurück in deine Kindheit katapultieren.
Beverly Hills 90210 (1990 bis 2000)

Hach, was haben wir die Zwillinge Brenda und Brandon geliebt, die unverhofft mit ihren Eltern in das von den Schönen und Reichen bewohnte Beverly Hills im kalifornischen Los Angeles ziehen. Hier startet die Serie und fortan müssen sich die beiden – umgeben von verwöhnten Blondinen und süßen Surfer-Boys – zurechtfinden. Geile 90er-Jahre-Styles und typisch amerikanisches Fernsehen machten die Serie zu unserem wöchentlichen Begleiter beim Großwerden.

Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI (1993 bis 2002)

Wie oft sorgten Mutanten und Killer-Insekten für schlaflose Nächte? Doch nicht nur die gruseligen Fälle von Mulder und Scully bereiteten uns jede Woche Nervenkitzel – auch die Gefahr, dass uns die Eltern vor der Glotze im Kinderzimmer erwischten, obwohl ja schon längst Schlafenszeit war, sorgten für zusätzliches Kribbeln im Bauch.

Alle unter einem Dach (1989 bis 1998)

Bei dem Namen Steve Urkel klingt uns sofort der Satz "War ich das etwa?" in den Ohren. Der trottelige Nachbar bringt die Familie Winslow in "Alle unter einem Dach" allzu oft zur Weißglut. Dennoch verzauberte er uns mit seinen Hochwasserhosen, Hosenträgern und der Hornbrille, wenn er sein Akkordeon auspackte oder ungelenk Polka tanzte. Leider zu seltenes Highlight der Serie: der Aufritt von Stefan Urquelle, der überaus attraktive und charmante, selbsterschaffene Alter Ego des nervigen Nerds. Da wurden nicht nur Laura Winslows Knie weich.

Wunderbare Jahre (1988 bis 1993)

Bei dieser Serie stimmte einfach alles: der Intro-Song von Joe Cocker, der Hauptdarsteller Kevin Arnold, in den wir so sehr verliebt waren und natürlich seine wunderbare Stimme, die uns vom Erwachsenwerden eines Jugendlichen in den 60er Jahren der USA erzählte. Einziges Dorn im Auge: Winnie Cooper. Was fand Kevin bloß an so einer spießigen Streberin?!

Friends (1994 bis 2004)

Wollten wir nicht alle mit Monica, Chandler, Ross, Rachel, Phoebe und Joey im "Central Perk" sitzen und Kaffee trinken? Ob Freundschaft, Liebe oder Job, jeder Lebensbereich wurde thematisiert und urkomisch umgesetzt. Selbst die Nebenrollen waren so perfekt gezeichnet, dass sie sich uns ins Gedächtnis gebrannt haben – zum Beispiel der weißblonde Kellner Gunther oder Janice, die kreischende Ex von Chandler. Die Serie hätte ewig weitergehen können, aber nach zehn Staffeln musste sie dann leider doch ein Ende finden.

Alf (1986 bis 1990)

Als der haarige Außerirdische Gordon Shumway vom Planeten Melmac mit einer Bruchlandung in der Garage der Tenners landet, nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Die "Außerirdische Lebensform" bekommt den Spitznamen Alf und ist fortan Mitglied der Familie Tenner. Aus Furcht vor den Behörden und den penetranten Nachbarn kommt es immer wieder zu einem herrlich doofen Versteckspiel.

Vermutlich feierten wir Alf so sehr, weil wir die Vorliebe für seine Lieblingsbeschäftigungen teilten: Essen, Fernsehen und Faulenzen.

Der Prinz von Bel-Air (1990 bis 1996)

"Now, this is a story all about how..." ein rüpelhafter Jugendlicher zu einem gestandenen Mann heranwächst. Will, dessen Zuhause die Straßen von Philly waren, soll im Nobelviertel Bel-Air auf den richtigen Weg geleitet werden. Da sind die Probleme programmiert. Auf jeden Fall ein Kracher der 90er. Unvergesslich auch, der Carlton-Dance zu Tom Jones' Hit "It’s not unusual".

Power Rangers (seit 1993)

"Go Go Power Rangers" – diesen Schlachtruf haben wir sofort im Ohr bei dem Gedanken an die fünf Teenager mit den Superkräften. Dass die Superhelden absolute Trendsetter waren, steht außer Frage. Schließlich sind sie die Erfinder der Morphsuits, die seit einigen Jahren von witzigen Partyjüngern getragen werden.

Roseanne (1988 bis 1997)

Bei der Familie Conner hatte Mutter Roseanne die Hosen an. Mit ihrem trockenen Humor und ihren etwas vulgären Sprüchen bluffte sie sich in unsere Herzen. Angesichts der Hochglanz-Familien der heutigen TV-Formate wünschen wir uns den kantigen Familien-Clan zurück.

Golden Girls (1985 bis 1992)

Frauenpower kennt kein Alter! Das beweisen die vier betagten Ladies der "Golden Girls". Immer gut gestylt und mit einem lässigen Spruch auf den Lippen verdrehen sie auch noch im hohen Alter den Männern die Köpfe. Daran nehmen wir uns ein Beispiel.

Wer ist hier der Boss? (1984 bis 1992)

Diese Serie war ihrer Zeit voraus. Ein männlicher Haushälter, dazu noch alleinerziehender Vater, und eine Business-Frau brechen das konventionelle Rollenbild der 90er. Rückblickend wohl die erste Patchwork-Familie der TV-Geschichte.

Eine schrecklich nette Familie (1987 bis 1997)

Nie wurde die untere Mittelschicht schöner parodiert als durch die Bundys. Ein Charakter überspitzer als der andere: der Damenschuh-Verkäufer Al als Familienoberhaupt, daneben die faule Peggy, gefolgt von der "Dumpfbacke" und dem notgeilen Bud. Unser geheimer Liebling: der Hund Buck, dessen Gedanken wunderbar ehrlich sind.

Buffy – Im Bann der Dämonen (1997 bis 2003)

Alle nachfolgenden Vampir-Serien stinken neben der sexy Vampirjägerin mit dem Herz aus Stein ab. Wegen der akrobatischen Kampfszenen, ihrem Mut und der heißen Outfits wollte jedes Mädchen ein bisschen Buffy sein.

Mediasteak x bento

MediasteakAnne und Laura von Mediasteak zeigen, was in den Mediatheken steckt. Jeden Freitag empfehlen sie die besten Spielfilme, Dokumentationen und Serien bei bento.


Musik

Debüt beim Coachella-Festival: Das ist Lady Gagas neue Single
"The Cure" im Schnellcheck

Bei ihrem Auftritt auf dem Coachella-Festival in Kalifornien hat Lady Gaga überraschend eine neue Single präsentiert: "The Cure" ist radiotauglicher Synthie-Pop; ganz anders also als Gagas vorheriges Album "Joanne", in dem sie noch Country-Musik gemacht hatte.