Bild: Imago/Cinema Publishers Collection

Erinnerst du dich noch an Filme, die du in deiner Kindheit geschaut hast und absolut begeistert warst? Und dann schaust du den Streifen Jahre später nochmal und stellst fest, dass der Film ziemlicher Schrott ist. 

Doch ab und zu gibt es diesen Lichtmoment, wenn dich ein Film selbst 25 Jahre nach seiner Premiere noch flasht. 

Genau diese genialen Meisterwerke der 90er Jahre haben wir zusammengetragen:
Das Fünfte Element – so frisch wie 1997

Unglaublich, dass Luc Bessons genialer Sci-Fi-Klassiker, der im New York des 23. Jahrhunderts spielt, schon 20 Jahre alt ist. Noch heute beeindruckt der Film durch seine Spezialeffekte, die Farbsetzung, diesen bombastischen Soundtrack und köstlichen Dialoge. 

Der Film ist so frisch und modern, dass er wirklich zeitlos ist. Besonders in Erinnerung bleibt die herrliche Ruby-Moderation von Chris Tucker, der wunderbare Gesang der Diva und natürlich Milla Jovovich als Leeloo in ihrem unvergessenem weißen Outfit!

Fight Club – besser als die Romanvorlage

David Fincher ist bekannt dafür, seine Schauspieler so lange zu quälen, bis jeder Frame seiner Vision entspricht. Einige Szenen wurden hunderte Male gedreht. Aus unglaublichen 1500 Rollen Film entstand schließlich "Fight Club"

Darin geht es im Kern um eine Generation von Männern in der Sinnkrise. Doch statt sich einen Porsche zu kaufen, was eine kapitalistische Lösung für die männliche Krise wäre, bekämpfen sie lieber das ganze System. Chuck Palahniuk, der Autor der Romanvorlage, urteilte schließlich: Der Film ist noch besser als mein Buch.

Fear and Loathing in Las Vegas – ein Drogentrip für die Ewigkeit

Sein höchst subjektiver Schreibstil machte Hunter S. Thompson berühmt, später gründete er darauf aufbauend eine ganz neue Form des Journalismus: den gonzo. Auf seinem gleichnamigen Buch basiert der Film "Fear and Loathing in Las Vegas" und setzt diesen psychotischen Drogentrip kongenial um. 

Johnny Depp spielte damals großartig. Er war zwar schon damals ziemlich eitel, doch zum Nötigen bereit: Thompson rasierte ihm höchstpersönlich den Kopf zu einer glänzenden Halbglatze. Dieser Film ist bizarr, irre und wunderbar und wird es immer bleiben.

Gattaca – diese düstere Vision könnte bald real werden

Das "Baby aus dem Reagenzglas" ist damit in nähere Zukunft gerückt. Was die Genmenschen mit unserem gesellschaftlichen Gefüge anstellen würden – damit hat sich "Gattaca" schon 1997 befasst. 

Und das auf, wie sich herausstellt, sehr realistische Weise. 

Im Film gibt es zwei neue Klassen: einmal die der Menschen, die ohne Genmanipulation zur Welt kommen und offiziell als "invalide" eingestuft werden, und dann die der genetisch "einwandfreien". Die auf natürliche Weise Geborenen sind auf einmal nur noch Menschen zweiter Klasse. Ein gruseliges Szenario, das heute gar nicht mehr so Science-Fiction-mäßig scheint.

Trainspotting – abgefucktes "Alice im Wunderland" für Erwachsene

Trainspotter sind Menschen, die gerne Züge angucken. Darüber gab es eine Szene im Vorlageroman, die dann namensgebend war, aber im Film gar nicht vorkommt. Als hätten sich die Filmschaffenden gedacht: "Ach, auch egal. Klingt so gut, übernehmen wir.

Der Film gibt einen schonungslosen Einblick in das Leben von Heroinjunkies. Als zum Beispiel Renton in der dreckigsten Toilette Schottlands seinen Opium-Zäpfchen hinterher taucht und immer tiefer im plötzlich ozeanblauen Wasser verschwindet, wird eines klar: "Trainspotting" ist die abgefuckte Erwachsenenversion von "Alice im Wunderland".

Pulp Fiction – mehr Kult geht nicht

Es fallen einem wenig Filme ein, die so vieles in sich vereinen: Witz, Satire, Groteskes, Gewalt, Romanzen. Zusätzlich sind mehrere Geschichten komplex miteinander verwoben – und trotzdem kommt der Film ganz unprätentiös daher. Dass die Filmfiguren so haargenau auf die Schauspieler zu passen scheinen, ist kein Zufall. 

Denn die meisten Rollen hat Tarantino genau auf die Darsteller zugeschnitten. Heute ist "Pulp Fiction" so kultig, dass er nicht nur als einer der einflussreichsten Filme der 90er Jahre, sondern aller Zeiten gilt.

Matrix – kennst du die wahre Wahrheit?

Kann man die heutige Welt verstehen, wenn man "Matrix" nicht geguckt hat? Dann entscheide jetzt: Nimmst du die blaue Kapsel, dann wirst du dein Leben weiter fristen und glauben, woran du willst. 

Schluckst du aber die rote Kapsel, dann wird dir "Matrix" die Wahrheit und nichts als die Wahrheit offenbaren. Aber, warte, bist du bereit? Dieser Film könnte dich in deinen Grundfesten erschüttern!

Das Leben ist schön – Geschichte, die wir nie vergessen dürfen

Roberto Begninis oscarprämiertes Meisterwerk hat das schlimmste Kapitel unsere Geschichte auf so wunderbare Weise verfilmt, sodass er uns wohl immer im Kopf bleiben wird. Dieser Film übermittelt und weckt derart viele Emotionen in zwei Stunden, wie kaum ein anderer. 

Dieser Klassiker setzt ein Zeichen gegen Unterdrückung, Hass und Intoleranz.

Die Truman Show – Big Brother is watching you

"Die Truman Show" von 1998 auch heute noch ein brandaktuelles Filmvergnügen. 

In ihm wird das Leben von Truman Burbank vom Kleinkindalter an live im Fernsehen übertragen und durch Skripte strukturiert. Die Transparenz eines Lebens, die hier thematisiert wird, ist heute präsenter denn je – doch erkennen wir sie überhaupt noch?

Pappa Ante Portas – weil wir sonst nie wüssten aus was 'Birne Helene' besteht

Als humorvollstes Volk sind wir Deutschen ja gerade nicht bekannt, umso schöner, dass es ein paar Ausnahmekünstler gibt, die mit ihrem Humor Generationen erfreuen konnten. Loriot ist eines dieser Aushängeschilder deutscher Humoristik. 

Sein Kultfilm über den frischpensionierten Herrn Lohse und dessen Familie gehört nicht umsonst zu den beliebtesten Komödien hierzulande. Und obwohl schon über ein Vierteljahrhundert alt, überzeugt Loriots "Pappa Ante Portas" noch heute und auch zum 100. Mal.


Streaming

Royale Seite der Macht: Prinz William und Prinz Harry spielen im neuen "Star Wars" mit

Die Macht ist stark in ihnen – aber wahrscheinlich wird es niemand erkennen. Die britischen Thronfolger William und Harry werden im kommenden "Star Wars"-Film "Die letzten Jedi" zu sehen sein. Und zwar als Stormtrooper.

Das verriet jetzt Schauspieler John Boyega ("Finn") in einem Interview mit dem "Hollywood Reporter". Demnach hätten die Prinzen im April 2016 das Filmset besucht und sich Stormtrooper-Uniformen angezogen – um als Komparsen in einer Szene mitzuwirken.