Yalla

Im vergangenen Jahr hat "4 Blocks" einen Preis nach dem anderen abgeräumt – den Deutschen Fernsehpreis, den Grimme Preis, die Goldene Kamera und noch viele mehr. Keine Überraschung also, dass viele Fans sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten. Am 11. Oktober ist es soweit, die zweite Staffel gibt es bei TNT und Sky zu sehen.

Spoiler-Warnstufe grün

In diesem Beitrag verraten wir ein bisschen was über die Serie, das Spiel oder den Film — aber eigentlich nichts, was dir den Spaß verderben könnte.

Wir waren auf der Premiere und haben bereits die ersten beiden Folgen vorab gesehen. Darum lohnt sich das Einschalten: 

1 Es geht raus aus Neukölln.

Drohnenaufnahmen, Neukölln von oben, dazu dramatisch klingende Musik. Das hier ist der Stadtteil, in dem die Clans regieren. Doch 4 Blocks wird "internationaler", kündigt Hauptdarsteller Kida Khodr Ramadan bei der Premierenparty an.

Denn zu den Aufnahmen aus Berlin kommen nun auch welche aus Beirut. Und nicht nur das: "4 Blocks" wagt sich bis Moabit vor. Gezwungenermaßen. Denn dort sitzt Abbas nun im Gefängnis, er wird gespielt von Rapper Veysel.

Abgesehen von den Drehorten: Auch Staffel 2 mutet nicht wie eine deutsche Krimiserie an. 

(Bild: TNT)

2 Mehr Gefühle

Ja, Vince (Frederick Lau) fehlt. Sehr. Nicht nur weil die spannende Frage gelöst ist, ob seine Tarnung als Undercover-Polizist auffliegt. Auch, weil es kein Happy End für Amara (Almilas Bagriacik) und ihn gibt.

Wer sorgt jetzt also für neue Gefühle? Überraschenderweise vertragen sich Abbas und seine Frau Ewa (Karolina Lodyga) wieder ausgezeichnet. So eine Trennung durch Gitterstäbe kann eine Beziehung ja sehr beflügeln. Und im Familienbesuchszimmer ist einiges möglich.

Außerderm versucht Toni Hamady (Kida Ramadan) seine Frau Kalila (Maryam Zaree) zurückzugewinnen – aber selbst eine große neue Villa kann sie zunächst nicht überzeugen. Und dann ist da noch Maruf (Hassan Akkouch), der neue Dealer-Kollege von Zeki (Rauan Taleb). Auch der bandelt mit jemandem an.

Droht "4 Blocks" etwa zu kitschig zu werden? Keine Sorge. Zwischendurch wird irgendwer wieder blutig geschlagen oder im Schlaf mit der Waffe bedroht.

(Bild: bento)

3 Die Musik

Die Serie bleibt natürlich dem deutschen Rap treu – dieses Mal kommt der auch nicht nur von Männern. Eine Auswahl der Songs aus den ersten beiden Folgen:

  • "Olay Molay" von Sa4
  • "Kleiner Cabrón" von Veysel
  • "E.S.G. 2 (Es stand geschrieben 2)" von Gringo und Hasan K

Und neu mit dabei – auch als Schauspielerin: Eunique.

4 Unlustig? Von wegen!

Kriminelle Clans, Mord, Drogenkrieg, Schlägereien – alles nicht wirklich zum Lachen. Trotzdem haben die Drehbuchautoren es geschafft, immer wieder humorvolle Momente einzubauen.

Eine der besten Szenen: Zeki bekommt eine Rolex geschenk. Als Dank dafür, sich für die Familie aufgeopfert zu haben. Er probiert sie gleich an, sein Handgelenk füllt aber gerade einmal die Hälfte des Armbandes aus. Der muskelbepackte latif (Massiv) antwortet nur hämisch: "Ich dachte du hast gepumpt im Knast."

5 Starke Frauen

Eigentlich träumte Toni mal von einem Leben ohne krumme Geschäfte. Seine Frau Kalila ist wie der gute Engel auf seiner Schulter, der ihn immer wieder daran erinnert, dass es noch möglich ist, alles hnzuschmeißen. Doch Kalila ist mit der gemeinsamen Tochter zur Großmutter gezogen und hilft als Dolmetscherin in einer Flüchtlingsunterkunft. Auch Tonis Schwester Amara kapselt sich immer mehr von Latif ab.

Zumindest in den ersten beiden Folgen sind die Frauen die wirklich Starken. Aber haben Sie auch die Macht, die Gewalt auf Berlins Straßen zu beenden?

(Bild: bento)

Trotzdem:

Staffel 2 macht so viele neue Handlungsstränge auf, dass die Spannung dabei etwas verloren geht. Auch fehlt es zwischen den Brüdern Toni und Abbas – zumindest zu Beginn – noch an richtiger Rivalität. Dabei hat gerade das in Staffel 1 den Reiz ausgemacht. Und Vince ist eben nicht so einfach zu ersetzen. 

Aber wer vom Clan-Leben im Neukölln fasziniert ist, der bleibt auch bei Staffel 2 bis zum Ende dran.


Haha

Lustige Geschichten, die Menschen mit der Bahn erleben
Die lustigsten Bahn-Ansagen – Teil 6

Wer mit der Bahn fährt, muss einiges aushalten. Übellaunige Schaffner, stundenlang am Gleis warten und dann ist auch noch der Ticketautomat defekt. Immerhin sorgen die Bahn-Durchsagen dafür, dass das Ganze etwas erträglich wird.

Regelmäßig fragen wir auf bento: Welche lustigen, verrückten Geschichten sind euch in der Bahn schon passiert? Habt ihr witzige Ansagen gehört oder komische Schilder gesehen? Denkt ihr manchmal an ein besonders schönes Gespräch mit einem anderen Fahrgast zurück?

Hier ist eine Auswahl eurer Bahn-Geschichten:

Stefan

"Vor einigen Jahren fuhr ein kleiner Regionalzug im Doppelgespann stark rauchend bei den Achsen in den Bahnhof (Auersthal) ein. Eine Bremse öffnete offenbar nicht und überhitzte. Trotzdem gingen die Türen auf und wir stiegen ein. Es war Winter, es war kalt und eine Diesel-Lokomotive raucht oft mal – also waren die Argumente fürs Einsteigen durchaus gegeben.
Der Zug setzte sich für etwa 20 Meter in Bewegung. Dann die zunächst sehr ruhige Durchsage: Sehr geehrte Fahrgäste. Aufgrund eines technischen Gebrechens bitte ich Sie, ... Pause ... DER ZUG BRENNT!!!!!! Schnell alle RAUS AUS DEM ZUG!!!

Brino

"Ich fuhr Abends im Regionalzug nach Gelsenkirchen. Der Zug hatte 20 Minuten Verspätung bei der Abfahrt und hielt kurze Zeit später auf offener Strecke an. Durchsage des Lokführers: Verehrte Fahrgäste, mir geht's gut, ich trinke heißen Kaffee und wenn wir Glück haben, kommen wir auch nochmal am nächsten Bahnhof an."

Michaela

"Ich befand mich im vollbesetzten ICE von Stuttgart nach Hamburg an einem Feiertag: Sehr geehrte Damen und Herren, leider haben unsere Kollegen in Stuttgart vergessen, uns mit frischer Ware zu beliefern. Kurz: Wir haben nix in de' Schränke! Heißen Kaffee können Sie haben.“

Hannes

"Auf dem weg von Lübeck nach Kiel hatte mein Schaffner wohl einen Clown gefrühstückt. Er sagte: Der Regionalzug nach Kiel fällt leider aus...kurze Pause...haha, nur ein Scherz. Und hier noch ein Lifehack: Trinken Sie ein Bier beim Zwiebeln schneiden. Hilft nicht gegen die Tränen, schmeckt aber." 


Du hast auch eine lustige Geschichte in der Bahn erlebt? Eine lustige Ansage gehört oder eine interessante Person getroffen? Schreib uns eine E-Mail an julia.rieke@bento.de.


Christoph

"Ich befand mich im IC kurz vor Nienburg auf der Fahrt nach Bremen, der Zug stand seit 15 Minuten. Dann kam die erste Ansage des Schaffners:
Wegen eines Triebwerksschadens verzögert sich die Weiterfahrt um 20 Minuten.
Zehn Minuten später meldete er sich dann wieder: Leider haben wir bisher keine Lösung. Die Leitzentrale hat bereits Busse geordert und wir planen die Evakuierung. Der Zugführer steht aber noch auf (!) der Lok und versucht sein Bestes!
Etwa 20 Minuten später rollte die Bahn dann wieder, die Fahrt wurde mit 55 Minuten Verspätung fortgesetzt – und der Lokführer als MacGyver der Bahn gefeiert." 

Michael

"Ich bin vor ein paar Jahren von London-Paddington nach Exeter gefahren. Irgendwo an der Küste (die Bahnlinie führt dort teilweise direkt lang) stoppte der Zug und es kam die Durchsage: we have seen smoke. Einige Sekunden später sah man jemanden von der Bahn außerhalb des Zuges nach hinten laufen. Etwas später kam die nächste Durchsage: oh. It was the flush of the toilet! Danach fuhr der Zug weiter."

Yvonne

"Ich geriet mitten in den morgendlichen Berufsverkehr in der Münchner Bahn. An einigen Türen drängelten sich die Leute zum Einsteigen. Der Zugführer bat mehrmals darum, zurückzubleiben, um losfahren zu können. Als die Leute nicht reagierten, sagte er: Ja, mir ist es wurscht. I hab's net eilig. I bin nämlich scho in der Arbeit!"

Achim

Ich befand mich am Berliner Südkreuz, zu der Zeit, als die Durchsagen noch von richtigen Bahnbeamten gemacht wurden. Als sich ein junger Mann eine Zigarette ansteckte, meldete sich eine verantwortungsbewusste Beamtin durch die Lautsprecheranlage: Sehr geehrte Damen und Herren, bitten beachten Sie, dass am Bahnsteig das Rauchen nicht gestattet ist .... Det gilt ooch für Dich Freundchen, hinter der Säule da, ick seh Dir genau!

Dirk

"Es war 1994 und ich befand mich im ICE von Hannover nach Hamburg. Auf einmal meldete sich ein Bahnbeamter: Hier spricht der Zugführer. Herr XY, bitte kommen Sie in das Dienstabteil. Kurze Zeit später meldete er sich erneut: Herr XY, kommen Sie bitte in das Dienstabteil zum Zugbegleiter. Danach ergänzte er flüsternd: Es ist ein Junge. Es gab danach Beifall vom gesamten Großraumwagen. Ein schönes Erlebnis, das ich damals als werdender Vater immer wieder erzählen musste."

Tascha

"Ich war in Frankfurt, es war sechs Uhr morgens und meine S-Bahn fuhr durch einen Tunnel. Die Bahn hielt an einer Station und der Schaffner meldete sich zu Wort. Es war eine Durchsage wie in einem Fahrgeschäft auf der Kirmes: Einen wunderschönen guten Morgen meine Damen und Herren, ich hoffe Sie haben alle gut geschlafen und bereits einen Kaffee getrunken, denn unsere Fahrt verzögert sich auf unbestimmte Zeit, weil ein Ballon im Tunnel ist und an dem darf ich nicht vorbei fahren, der könnte 'Bumm' machen und das wär nicht gut."