Bild: EPA/David Crosling

Wer als junger Reisender in Australien jobben will, muss seine Einkünfte bald versteuern. Das hat das Kabinett in der Hauptstadt Canberra am Dienstag beschlossen. Reisende aus "Work and Travel"-Programmen müssen ab 2017 19 Prozent ihres Gehaltes an den australischen Staat abgeben ("Handelsblatt").

Bislang galt ein Freibetrag für Einkünfte bis zu 18.000 australischen Dollar (gut 12.000 Euro) im Jahr. Das war eine Summe, die die meisten Schüler und Studenten bei Aushilfsjobs auf Farmen oder in Cafés sowieso kaum erreichten.

Nicht alle sind von der Steuer begeistert

Vor allem Bauern und Firmen, die auf Hilfskräfte angewiesen sind, hatten dagegen protestiert. In der Saison 2014/15 gab Australien knapp 227.000 "Work and Travel"-Visa für unter 31-Jährige aus. Arbeitgeber fürchten nun, dass ab 2017 deutlich weniger kommen – und zum Beispiel lieber im steuerfreien Neuseeland jobben. Allein im Obst- und Gemüseanbau kommen knapp 40.000 der insgesamt 75.000 Arbeitskräfte aus "Work and Travel"-Programmen.

Ursprünglich wollte die australische Regierung die "Work and Travel"-Löhne mit 32,5 Prozent besteuern. Die nun beschlossenen 19 Prozent sind ein Kompromiss an die Farmer im Land.

Die meisten "Work and Travel"-Visa gingen in der vergangenen Saison an Briten. Deutsche stellten die zweitgrößte Gruppe mit fast 25.000, gefolgt von Südkoreanern, Franzosen und Taiwanesen (SWR 3).

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