Bild: Getty Images
1. Es gibt ein Penismuseum

Der Isländer Sigurdur Hjartarson hat 217 Penisse. Darunter: 17 Wal-Penisse, ein Bären-, ein Menschen- und ein Hamsterpenis, der sich nur durch eine Lupe betrachten lässt. Zu sehen sind die Exemplare im Penismuseum. Hat er einen Liebling? "Du fragst eine Mutter schließlich auch nicht nach ihrem Lieblingskind." (SPIEGEL ONLINE)

In der Fotostrecke zeigen wir das ursprüngliche Penismuseum in Husavik
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2. McDonalds hat die Insel verlassen

Island isst mcdonaldsfrei. Und das schon seit 2009, in dem Jahr schloss die Filiale auf der Insel. Kurz vorher kaufte sich der Isländer Hjortur Smarason noch ein letztes Menü. Wie appetitlich das auch sieben Jahre später noch aussieht, zeigt der Livestream.

3. Im März feiern die Isländer den nationalen Biertag

Finnen, Schweden, Isländer trinken weniger Alkohol als Deutsche, das zeigt eine WHO-Statistik (PDF). Der Unterschied: Während Deutsche sich auch unter der Woche ein Gläschen gönnen, trinken Nordeuropäer gern vor allem am Wochenende. Nach dem Motto: Wenn ich schon in Alkohol investiere, dann will ich auch was davon merken.

Die Isländer haben sich deswegen 1915 per Volksentscheid die totale Prohibition verordnet, die galt aber nicht lang: Schon seit 1935 erlaubten sie sich wieder Wein und Schnaps. Nur Bier mit mehr als 2,25 Prozent blieb verboten.

Seit dem 1. März 1989 dürfen die Isländer auch richtiges Bier wieder offiziell trinken. Inoffiziell taten sie das natürlich schon viel länger.

In der Fotostrecke nehmen wir euch mit auf die Ringstraße, die durch Island führt
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4. Isländer leben sicher

Isländer lassen ihre Babys gern vor der Tür im Kinderwagen schlafen, während sie im Café einen Tee trinken, auch im Winter. Sorgen müssen sie sich deswegen nicht; denn Island gehört zu den sichersten Ländern der Welt: Auf 100.000 Einwohner kommen 4621 Straftaten, zeigen Zahlen der Bundeszentrale für politische Bildung, in Deutschland sind es 7436 und in Belgien 9314. Dementsprechend wenig hat die Polizei zu tun.

5. In Island regierte die erste offen lesbische Präsidentin

Zwischen 2009 bis 2013 führte Johanna Sigurdardottir als Premierministerin das Land an – als erste Regierungschefin, die offen ihre Homosexualität lebte. Während ihrer Amtszeit heiratete sie ihre langjährige Partnerin.

(Bild: dpa)
6. Boxen war lange verboten

Treten, schlagen, kicken: Was Männer und Frauen sich da im Ring antun, sieht schon sehr gefährlich und mitunter brutal aus – auch wenn Boxer das natürlich ganz anders sehen. In Island war Boxen deswegen auch seit den Fünfzigerjahren verboten. Erst seit 2002 ist der Sport wieder erlaubt. ("Tagesspiegel")

7. Und weil kein Island-Text ohne Elfen auskommt, noch ein letzter Punkt

Die Isländer haben sich schon immer an langen Winterabenden gern Geschichten erzählt und die handeln mitunter auch von Elfen. Schließlich beherrschen auch heute noch Schnee, Regen, Wind, Schwefel und Vulkane die Insel, da passieren schon mal nur schwer erklärliche Dinge. Fünf Prozent der Isländer wollen schon mal Elfen gesehen haben, 80 Prozent streiten immerhin nicht ab, dass sie auf der Insel leben (SPIEGEL ONLINE), sogar ein eigenes Elfenministerium soll es geben. Vielleicht leben wirklich Elfen auf der Insel, ein eigenes Ministerium für die Wesen leistet sich Island dann aber doch nicht.

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Trip

Wie es ist, plötzlich in Japan zu leben
Unsere Autorin wohnt seit Anfang Mai in Tokio. Hier erzählt sie von ihrem Start.

Zum ersten Mal war ich 2011 in Japan – ein halbes Jahr nach dem großen Tōhoku-Erdbeben, ein halbes Jahr nach Fukushima. Wieso ich ausgerechnet jetzt dort hin wolle, wurde ich damals gefragt. Es war so:

Mein eigentliches Ziel war Thailand gewesen, ich wollte tauchen lernen. Japan war für mich lediglich ein fernes Land, für dessen Bereisung ich unfassbar reich sein müsste. Weil in Thailand im November jedoch der Monsun wütete, schaute ich nur so zum Spaß, wie viel ein Flug nach Tokio kosten würde – kaum mehr als der nach Bangkok. Auch eine Unterkunft war mit 600 Euro für knapp zwei Wochen günstiger als gedacht. Deshalb entschied ich mich für Großstadt statt Meer und volle Züge statt Strand: Auf nach Japan!