Bild: Andrea Merola/ANSA FILES/dpa

Viele Regionen freuen sich über einen steten Strom von Touristen, die die örtlichen Restaurants und Museen besuchen und mit ihrer Reisekasse die Wirtschaft fördern. In Venedig ist das Gegenteil der Fall. Die Lagunenstadt leidet unter dem extremen Zustrom von Touristen: 30 Millionen Menschen kommen jedes Jahr in die Stadt, in der nur noch 55.000 Menschen wohnen. 

Im Kampf gegen die Besucherströme hat sich Venedig nun entschlossen, Eintritt zu verlangen. Das italienische Parlament hat der Idee nun grünes Licht gegeben. (The Guardian)

Je nach Saison sollen zwischen 2,50 bis 10 Euro pro Tag fällig sein. Venedigs Bürgermeister Luigi Brugnaro erklärte dazu: "Die Ankunftsteuer ist nun Gesetz. Wir werden einen Weg finden, alle, die hier leben, studieren und arbeiten zu schützen." 

Warum greift Venedig zu dieser Maßnahme?

Der Tourismus sorgt in der Region seit Jahren für Verdrängung. Viele Venezianerinnen und Venezianer mussten bereits aus Geldnot ihre Stadt verlassen, um Raum für noch mehr Souvenirshops, überteuerte Airbnbs und Restaurants zu machen. Aus einer lebendigen Stadt wird so Stück für Stück ein historischer Vergnügungspark. (ZDF

Wie wird die Abgabe funktionieren?

Gelten wird die neue Abgabe nur für Tagesgäste. Das große Problem Venedigs sind nämlich die zwischenzeitlich bis zu 100.000 Ein-Tages-Touristen. Vor allem große Kreuzfahrtschiffe machen der Stadt zu schaffen: Sie sorgen dafür, dass Venedigs Häuser langsam versinken. Anwohner warnen: Selbst die Fundamente der großen Paläste reißen, das historische und kulturelle Erbe Venedigs wird zerstört. 

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Venice Italy cruise ships

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Wie geht es weiter mit Venedig?

Im Juli diesen Jahres wird die UNESCO entscheiden, ob Venedig den Status als Weltkulturerbe verliert und auf die Liste der bedrohten Kulturdenkmäler aufgenommen wird. (The Guardian)


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Trump behauptet, er wäre Silvester im Büro – aber eigentlich kann das nicht stimmen

Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu sein, ist ein Full-Time-Job. Feierabend? Gibt's nicht. Und Feiertage erst recht nicht. Und so ein lächerlicher Shutdown? Für POTUS kein Thema. 

Was hat Donald Trump jetzt schon wieder gemacht?

Dass Trump seinen Job ernst nimmt, wollte er wohl mit einem Tweet am Silvester-Nachmittag beweisen. "Ich bin im Oval Office", schrieb er um halb fünf. 

Alle anderen wärmen schon das Raclette-Gerät vor, aber Trump sitzt noch am Schreibtisch? Damit betonte er nicht nur seinen eigenen Fleiß, sondern schoss auch gegen die gegnerische Partei: "Demokraten, kommt aus den Ferien zurück und gebt uns die notwendigen Stimmen für die Grenzsicherheit!" Eine einzige "Ja"-Stimme fehle ihm noch für seine Mauer zu Mexiko – aber da er ja im Büro sei, solle die im Nu gebaut sein. (SPIEGEL ONLINE)