Bild: imago/JuNiArt

Dutzende halbnackte Körper drängen sich durch Tore und rennen auf Plastikliegen zu. Ellenbogen werden ausgefahren, es gilt das Recht des Stärkeren. Solche Szenen sieht man immer wieder auf YouTube-Videos von Urlaubs-Ressorts. 

Die Touris auf der Jagd nach der besten Pool-Liege. 

Darüber kann man sich wunderbar amüsieren – doch der Kampf um die besten Sonnenplätze ist Realität. Wer schon mal in einem größeren Hotel auf den Balearen war, der kennt diese Leute, die um 6 Uhr morgens zum Pool schleichen und ihre Handtücher ausbreiten, nur um danach in Ruhe auf dem Zimmer weiterzuschlafen und stundenlang zu frühstücken. 

Liebe Handtuch-Ausbreiter: Die Zeit der blauen Flecken scheint vorbei zu sein.

Der Reiseveranstalter Thomas Cook hat am Montag angekündigt, dass Urlauber künftig ihre Sonnenliegen schon vor der Anreise reservieren können. Ein Traum für alle, denen die 6-Uhr-Option zu früh ist und die trotzdem den ganzen Tag eine ideale Liegeposition haben wollen. 

So funktioniert es:
  • Auf einem virtuellen Poolplan können die Gäste sich den Lieblingsplatz aussuchen. 
  • Wenn sie dann zur reservierten Liege kommen, liegt dort – natürlich – ein Handtuch für sie bereit. 
  • Das Ganze kostet 25 Euro und gilt für den kompletten Aufenthalt.
  • Zunächst soll es in drei Hotels auf Lanzarote, Gran Canaria und Fuerteventura ausprobiert und dann im Laufe des Jahres auf etliche Hotels ausgeweitet werden.
Der Poolplan des Hotels auf Lanzarote: Hier könnte dein Handtuch liegen.(Bild: Thomas Cook)

Allerdings lassen sich pro Hotel nur eine bestimmte Anzahl Liegen reservieren. Der Rest bleibt auf dem freien Handtuch-Markt, was bedeutet, dass hier der Kampf um die übrigen Plätze noch stärker werden könnte.

Thomas Cook begründet das Angebot damit, dass sich Urlauber in Umfragen immer wieder "individualisierte Zusatzleistungen" wünschen, so eine Unternehmenssprecherin zu bento. 

Auf die Frage, ob sie mit der Reservierungsmöglichkeit nicht einfach nur das Phänomen des Handtuch-Hinlegens ausnutzen, um damit Geld zu verdienen, sagte sie: "Die Kunden können selbst entscheiden, ob sie das Angebot in Anspruch nehmen möchten." Für manche sei es eben eine attraktive Option.

Wo wir gerade beim Thema sind:


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Tausende wollen diesen 400 Euro teuren Flammenwerfer haben. Warum nur?

Er funktioniert wie ein überdimensionaler Zigarettenanzünder, wird mit dem Slogan "Belebt jede Party" beworben, kostet 500 Dollar (umgerechnet etwa 400 Euro) und wurde schon mindestens 10.000 Mal bestellt.

Aber warum nur sind so viele hinter diesem Flammenwerfer her?