Überall WLAN, aufregende Pubs, günstiges Essen: Tallinn ist die Hipster-Hauptstadt im Baltikum. Damit du auf deiner Reise in die estnische Großstadt so viel erleben kannst wie möglich, gibt es hier einige Tipps.

Ich selbst habe für mehrere Monate in Tallinn gelebt und dort ein Auslandssemester gemacht – in dieser Zeit habe ich nicht nur viel gelernt, ich habe viele Restaurants und Clubs getestet und war oft mit anderen Studenten unterwegs.

DOs
Wage einen Blick hinter den Hauptbahnhof.

Tallinns Kreativszene hält sich im Telliskivi auf, ein altes Fabrikgelände unweit der Innenstadt und hinter dem Bahnhof. Die alten Gebäude sind voller Streetart, es gibt viele gemütliche Restaurants, kleine Einrichtungsläden und Flohmärkte.

Im Sommer 2016 wurde hier auch ein riesiger Essbereich neu eröffnet – dort lassen sich auf alten Gleisen und in ausrangierten Zügen aus der Sowjetzeit Smoothies und Snacks genießen.

Das Telliskivi befindet sich im Stadtteil Kalamaja, zu deutsch Fischerhäuschen. Abgesehen von den alten Hallen stehen hier bunte Holzhäuser – und viele günstige Airbnb-Wohnungen oder Hostels.

So schön ist Tallinn – der Schnelldurchlauf:
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Fisch Gurken im alten Rathaus.

Wer durch die Altstadt von Tallinn schlendert, kann sich durch den der Touri-Rummel schnell genervt fühlen. An manchen Ecken wimmelt es von Werbung und Leuten, die einem angeblich nützliche Accessoires andrehen wollen. 

Deshalb: Verschwinde ins alte Rathaus direkt auf dem Marktplatz! Ein Geheimtipp unter Tallinnern ist der Keller. Der Raum ist dunkel, er wird nur mit wenigen Öllampen beleuchtet.

Hier wird Hausmannskost angeboten: Honig-Bier, Eintopf und die besten eingelegten Gurken in der Stadt. Und die bekommt man nicht serviert, man muss sie sich selbst aus einem Fass fischen. 

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Besuch das Second-Hand-Paradies.

Außerhalb des Stadtzentrums befindet sich der größte Second-Hand-Shop in Tallinn. In einer riesigen Halle gibt es Schuhe, Hosen, Blusen, Kleider und Bücher zu kaufen.

Im Vergleich zu den Läden in Berlin, Hamburg oder Köln sind die Sachen günstig. Tipp: Sei schon morgens da. Fast jeden Tag wird die Halle mit Neuem beliefert.

Beschäftige dich mit Tallinns Vergangenheit.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte: Estland war Teil der Sowjetunion. Noch immer hört man hier viele Menschen Russisch sprechen.

Ein Spaziergang außerhalb des Zentrums kann sich deshalb schon einmal wie ein kleiner Kulturschock anfühlen. Wenn man mit dem Bus Richtung Väike-Õismäe fährt (eine Fahrt dauert 20 Minuten), gelangt man zu einer der modernsten Plattenbau-Siedlungen der ehemaligen Sowjetunion.

Der Architekt gewann 1986 einen Preis für die Gebäude. Die Blocks ergeben einen Kreis, in der Mitte befindet sich ein kleiner See

Häng am Strand ab.

Tallinn liegt am Meer. Es kann deswegen auch mal windig werden.

Für einen Abend am Strand dicke Klamotten einpacken, doch dann lassen sich hier besonders im Spätsommer die Sonnenuntergänge genießen. Am Strand machen viele Leute Lagerfeuer.

Manche singen estnischen Folk. In den vergangenen Jahren haben hier auch immer mehr Bars aufgemacht. 

Am Strand des Stadtteils Kalamajas liegt außerdem ein verlassenes Gefängnis:

(Bild: Karsten Kaminski)

Eine Tour durch das Patarei-Gefängnis ist beeindruckend: Mehr als 80 Jahre lang galt es als das schrecklichste Gefängnis in Estland, Menschen wurden dort angeblich wie Vieh gehalten. Im Innern bröckelt der Putz, überall ist es feucht. Wer durch die alten Gänge läuft, dem schaudert es. Ein Stück Geschichte zum Anfassen, fernab der Touri-Trampelpfade.

DON'TS
(Bild: Karsten Kaminski)
Zu lange in der Stadt bummeln. 

Fahr in die Wälder, erkunde die Seen, denn das ist das, was Estland ausmacht! Und im Winter: Nordlichter!

Wer gern einen Ausflug machen will, fährt in den Lahemaa-Nationalpark. Eine Fahrt mit dem Bus dauert etwa eine Stunde. Dort kannst du Rehe beobachten, die um Sümpfe herumstreunen. Von den Ausblick-Türmen hast du weite Sicht auf die Natur.

In der Öffentlichkeit trinken.
(Bild: Karsten Kaminski)

Auch wenn sich in der Altstadt Bar an Bar reiht und die Getränke billig sind, solltest du beim Ausgehen das Weg-Bier lieber weglassen. Denn in Estland ist das Trinken in der Öffentlichkeit verboten. Die Polizei kontrolliert!

Nur hip essen gehen.

Viele Restaurants bieten selbstgemachte Burger, Bowls und kreative Salate an. Probier aber auch die estnische Küche aus. Zum Beispiel: Kama. Das ist eine Art Haferbrei, der gut schmeckt mit Beeren.


Food

Wird man schneller betrunken, wenn man Alkohol mit Strohhalm trinkt?

Samstagabend: Erstmal schön in eine Bar und ein paar Cocktails trinken. Am liebsten in einem großen Glas mit Schirmchen und Strohhalm. Ein paar Stunden später torkelt man aus der Bar, obwohl man doch gar nicht so viel getrunken hat. Woran mag das wohl liegen?