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Das meiste macht doch eh der Autopilot, oder?

Bei dieser Nachricht gruselt es dich, auch wenn du keine Flugangst hast: Die Polizei zog am Freitagabend am Stuttgarter Flughafen einen Co-Piloten aus dem Verkehr, der betrunken nach Lissabon fliegen wollte. Ein Flughafenmitarbeiter hatte die Luftaufsicht und die Polizei verständigt, da der Mann nach Alkohol roch und unsicher ging. (Polizeipräsidium Reutlingen)

Als die Polizei eintraf, hatte der Co-Pilot der portugiesischen Fluggesellschaft schon mit den Vorbereitungen für den Flug begonnen. Damit konnte er dann aber gleich wieder aufhören. Wie die Beamten feststellten, war der 40-Jährige tatsächlich "deutlich" alkoholisiert.

Auf die Schnelle ließ sich leider kein Ersatzpersonal finden, der Flug wurde abgesagt. Statt in Lissabon mussten die 106 Passagiere deshalb in einem Flughafenhotel in Stuttgart schlafen.

Für den portugiesischen Co-Piloten hat der Suff folgen: Die Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen ihn wegen des Verdachts der versuchten Gefährdung des Luftverkerkehrs, außerdem ordnete die Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung von 10.000 Euro und die Beschlagnahme seiner Fluglizenz an.


Gerechtigkeit

Darum werden so viele Flüchtlinge abgelehnt, obwohl sie Recht auf Asyl haben
91 Prozent aller Flüchtlinge klagen dagegen.

Was ist passiert?

In Deutschland werden offenbar viele Asyl-Anträge zu Unrecht abgelehnt. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bekamen 2017 durchschnittlich vier von zehn Flüchtlingen recht, nachdem Gerichte ihren Fall noch einmal inhaltlich überprüft hatten. (SZ

Bei Flüchtlingen aus Syrien und Afghanistan seien sogar rund 60 Prozent dieser Klagen erfolgreich gewesen. Insgesamt hätten sich 91 Prozent der betroffenen Flüchtlinge gegen ihre Ablehnung gewehrt. Der Verdacht: Viele Flüchtlinge werden zu unrecht abgewiesen.

Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wehrt sich auf Nachfrage von bento gegen diese Darstellung und sagt, dass die Zahlen wenig Aussagekraft hätten. Viele Fälle endeten auch damit, dass niemand vor Gericht erscheine oder Flüchtlinge bereits in ihre Heimatländer zurückgekehrt seien.