Schrammeliger Charme und entspanntes Lebensgefühl: Belgrad, die ehemalige Hauptstadt Jugoslawiens und aktuelle Hauptstadt Serbiens, gehört zu den interessantesten Newcomern unter den Kurztrip-Zielen.

Vorsicht, ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, wenn ich sage, es ist nicht unüblich, dass man deutlich länger bleibt als geplant!

Hier sind 10 Tipps für deinen Trip nach Belgrad:
Dos
1. Nimm die Straßenbahn 2

Belgrad lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Nichtsdestotrotz lohnt sich eine Fahrt mit einer der (alten!) Straßenbahnen, die nicht nur sehr günstig sind, sondern auch einen hervorragenden Eindruck von der Stadt vermitteln.

Die Linie 2 eignet sich deshalb besonders gut, weil sie eine Runde durch den historischen Teil der Stadt fährt und dabei Orte wie den alten Hauptbahnhof, die Juristische Fakultät und die Belgrader Festung passiert.


2. Besuche die Ruinen der NATO-Bombardierung

In Serbien sieht man, wie auch in den anderen Ländern des früheren Jugoslawiens, noch die Wunden des Balkan-Krieges.  Zu den traurigen Höhepunkten in Serbien zählt die NATO-Bombardierung im Jahr 1999, an deren Opfer noch immer ein Banner vor dem Parlament erinnert.

Bis heute dienen diverse zerstörte und nicht wiederaufgebaute Gebäude als Mahnmal, unter anderem das ehemalige Verteidigungsministerium.

3. Erklimme die Festung.

Formell Belgrads Sehenswürdigkeit Nummer 1! Von den Mauern der Anlage hat man eine großartige Aussicht über den Zusammenfluss von Save und Donau sowie nach Novi Beograd.

In ihrer Grundstruktur wurde die alte Festung im 6. Jahrhundert erbaut. Sie war immer wieder Gegenstand erbitterter Kämpfe um die Vorherrschaft in der Region. Im späten 20. Jahrhundert wurden diverse Gewölbe als Clubs genutzt, heute befindet sich hier unter anderem das Militärhistorische Museum.

In dem anliegenden Kalemegdan-Park finden gelegentlich Feste statt und seit Neuestem gibt es eine Freiluftbar mit Kissen, Traumfängern und Lampions.

Die schönsten Bilder aus Belgrad – So kann dein Trip aussehen:
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4. Fahre nach Novi Beograd

"Neu-Belgrad" ist der größte Bezirk der Stadt. Die gewaltigen Wohnblocks verströmen mit ihren sozialistischen Plattenbau-Strukturen das Gefühl eines dystopischen Science-Fiction-Klassikers.

Besonders sehenswert: Der Genex-Turm, ein Wolkenkratzer, der in den späten 70er Jahren im Stil des Brutalismus erbaut wurde und dessen auffälligstes Detail die Skybridge im 26. Stockwerk ist. Der Turm spielt  eine Hauptrolle im Musikvideo zu "Netzwerk“ des österreichischen Elektro-Duos Klangkarussell. 

5. Schau dir eine beeindruckende Oldtimer-Sammlung an

Belgrad hat eine Menge sehenswerte Museen zu bieten, wie das Nikola-Tesla-Museum, das Museum der Geschichte Jugoslawiens oder das Luftfahrtmuseum. 

Ein Juwel ist allerdings sehr gut versteckt:

In einem unauffälligen Gebäude in der Majke Jevrosime im historischen Stadtteil befindet sich das Automobilmuseum. Für einen Eintritt von ca. 2 Euro bekommt man hier über 100 liebevoll restaurierte Oldtimer zu sehen, darunter Ford, Jaguar, Mercedes und Cadillac. Das älteste Modell ist ein französischer Marot-Gardon aus dem Jahr 1897.

6. Lass dich treiben

Belgrad lädt zum planlosen Flanieren ein. In den weitverzweigten Straßen und Gassen findet man immer wieder wunderschöne alte Gebäude, die den Charme vergangenen Glanzes versprühen. 

Außerdem findet man nur so die zahllosen Bars, die entweder ihre Terrassen auf dem Gehweg aufgebaut haben oder hinter einer unauffälligen Eingangstür Hinterhöfe mit Biergärten verbergen. 

Unbedingt den Stadtteil Dorćol mit seinen Straßen Dubrovačka und Strahinjića Bana erkunden – und auf keinen Fall abreisen, ohne den traditionellen Obstbrand Rakija probiert zu haben.

7. Geh gut Essen - es ist bezahlbar!

Für westliche Besucher/innen ist die serbische Hauptstadt noch immer ein wahres Schnäppchen. Ein großes Bier oder einen Wein bekommt man in den meisten Bars schon für ein bis zwei Euro. Entsprechend günstig kann man hier auch essen gehen.

Die lokale Küche ist vor allem deftig und fleischlastig, eine sehr gute Auswahl für kleines Geld bekommt man unter anderem bei Zavičaj nahe des alten Hauptbahnhofs. Etwas schicker und internationaler ist das Casa Nova – ein sehr gutes Hauptgericht plus Getränk jeweils für zwei Personen bekommt man für 16 Euro inklusive Trinkgeld.

Dont's
8. Feiere nicht auf den Partybooten

Wer abends in Belgrad ausgeht, der bekommt garantiert die diversen schwimmenden Clubs auf der Save empfohlen. So speziell diese sogenannten Splavs (Flöße) auch sind, dringend notwendig sind sie nicht. 

Das Publikum ist irgendwo zwischen schick und prollig, legt nicht allzu viel Wert auf viel Kleidung und schießt sich zu überteuerten Preisen ab. Da doch lieber einen der versteckteren Clubs in der Stadt, wie dem Plastic in der Takovska, Drugstore auf dem Bulevar despota Stefana oder das Kulturzentrum in der Nähe der Brankov-Brücke.

9. Komm nicht im Hochsommer

Belgrads Lage im südlichen Teil Europas sorgt in den meisten Monaten des Jahres für warme Temperaturen und hervorragendes Urlaubswetter. Das führt aber gerade im Hochsommer teilweise zu echten Extremwerten von bis zu 42°. 

Wer im Frühjahr oder auch im September oder Oktober kommt, macht meistens nichts falsch – warme und sonnige Tage und laue Nächte.

10. Bleib am Wochenende Ada fern

 Wenn die Stadt im Sommer in einer Hitzewelle versinkt, bietet Ada Ciganlija die besten Möglichkeiten zur Erfrischung. Die Save-Insel ist am ehesten vergleichbar mit Seebädern oder der Deutschen liebste Party-Insel Mallorca.

Entsprechend überfüllt geht es gerade am Wochenende zwischen Fressbuden und Cocktailbars sowie im Wasser zu. Ada ist unbedingt einen Besuch wert und Belgrads beste Gelegenheit zum Baden, aber wenn möglich sollte man unter der Woche herkommen.


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