Schnell noch übers Wochenende wegfliegen. Amsterdam? Mailand? Dublin? Billigairlines und Spartickets bei der Bahn ermöglichen es auch Menschen mit kleinerem Budget, günstig zu verreisen. Sobald man den Flug gebucht hat, bleibt nur die Frage: Wo schlafen? Und was machen?

Noch eine Stunde im Park chillen, den Freund aus dem Erasmus-Semester besuchen und eigentlich wollte man auch in das Picasso-Museum.

Was bei all den gut gemeinten Aktivitäten oftmals zu kurz kommt, ist man selbst. Weil man alles sehen will. Alles probieren und jeden Moment auskosten möchte. Dabei geht es bei Städtereisen auch darum, sich mal fallen zu lassen, im Trubel einer neuen Stadt.

Los geht’s mit den Fehlern, die man in Zukunft am besten sein lässt. Jetzt, wo man sie erkannt hat.

1. Feiern gehen, obwohl man total kaputt ist

Gerade auf Städtereisen ist man meist den ganzen Tag unterwegs. Die Namen der U-Bahn-Stationen hören sich fremd an, in welche Richtung müssen wir noch mal? Die Eindrücke, die man über den Tag mitnimmt, müssen erst einmal verarbeitet werden. Abends hat man auf residentadvisor dann noch die Party des Jahres gefunden. Da muss man hin. Schließlich ist man nur dieses Wochenende da.

(Bild: Mário Macedo )

Falsch. Wenn du dich um zehn schon kaum auf den Beinen halten kannst, macht es wenig Sinn die Motivation mit Alkohol oder anderen Substanzen zu steigern, nur um wenig später total erschöpft auf der Tanzfläche einzuschlafen. Während die anderen Spaß haben, wünscht du dich ins Bett. Und hast am nächsten Tag auch noch einen Kater.

2. Ohne Plan nach Restaurants suchen
(Bild: flightlog )

In Paris Confit du Canard essen, in Malaga Boquerones. Es lohnt sich, bereits vor der Reise kurz zu recherchieren, wo man später essen möchte. Vor Ort hat man meistens weder Zeit noch Muse und landet im schlimmsten Fall bei McDonalds oder im Supermarkt. Lokale Foodblogs (Paris, Wien, London) listen Restaurants nach Stadtvierteln auf und verraten die Hotspots der Stadt. So hat man abends nicht nur ein Ziel, sondern spart auch noch Geld. Am besten ist es natürlich, wenn man die Locals persönlich kennt.

3. Im Winter gen Norden fliegen
(Bild: Nimfelina )

Es sei denn, man mag Frosthände und nasse Füße. Im Winter nach Berlin, Hamburg, Stockholm, Oslo, Antwerpen oder London zu fliegen, macht nur halb so viel Spaß wie im Frühling oder im Herbst. Das schlechte Wetter macht Spaziergänge anstrengend, man möchte länger im warmen Hotelzimmer liegen bleiben und es gibt kaum Aktivitäten, die draußen stattfinden. Stattdessen pendelt man eingepackt wie ein Michelinmännchen zwischen Museum und Museum und fragt sich, warum man den Urlaub nicht wann anders gebucht hat.

4. In Läden einkaufen, die es auch zu Hause gibt

In Zeiten von Billigairlines, bei denen jedes Kilo Gepäck extra kostet, sind vollgepackte Einkaufstüten dein größter Feind. Da muss man nicht auch noch in dieselben Läden, die es dank Globalisierung mittlerweile in jedem Kuhdorf gibt. Während es mit 15 vielleicht ganz lustig war, bei Primark nach Ohrringen zu suchen, ist man mit Mitte Zwanzig hoffentlich über die Phase des oberflächlichen Konsums hinweg und widmet sich den Dingen, die man zu Hause tatsächlich nicht machen kann. Zum Beispiel, in lokalen Stores nach Besonderheiten Ausschau halten.

5. Sightseeing, obwohl man keinen Bock hat

Eigentlich hat man weder Bock auf das Louvre noch den Eiffelturm. Und doch fühlt man diese Verpflichtung, ein braver Tourist zu sein. Ein kulturell Interessierter, der sich auch dann die Mona Lisa gibt, wenn fünfzig andere mit dem iPad davor stehen und sie fotografieren.

Das Leben ist keine Sightseeing-Checkliste, wo es Extrapunkte für jedes Museum gibt, das man besichtigt hat, ohne sich auch nur einen Namen zu merken.

6. Mehr als fünf Kleidungsstücke mitnehmen

Zwei Hosen. Zwei T-Shirts. Eine Jacke. Unterwäsche und ein Paar Schuhe nicht mitgerechnet - es reicht auf jeden Fall, um das Wochenende durchzukommen. Niemand braucht drei paar verschiedener Schuhe, ein neutrales Paar Sneakers tut es auch. Wer Wert auf Eitelkeit legt, sollte sich das mit der Städtereise ohnehin überlegen. Die Klamotten sollten im besten Fall bequem sein und nicht drücken, es sei denn, du bist Fashionbloggerin und musst deinen Instagram Kanal aus beruflichen Gründen aufpolieren.

7. Klischeefotos
(Bild: Eleazar )

Ein Selfie im Parque Guell für Facebook? Die Bahnhofshalle von Antwerpen für Instagram? Wie wärs mit einem Foto vorm Eiffelturm? Nein, nein und nochmal: Nein. Niemand braucht Fotos bei, vor, neben oder auf Sehenswürdigkeiten. Wer unbedingt das gotische Rathaus vom Grote Markt in Brüssel als Titelbild haben möchte, googelt am besten danach.

8. Deine Reise allen unter die Nase reiben, die nicht dabei sind

Du bist weg und das ist gut so. Niemand muss wissen, wo du frühstückst, wo du langläufst oder am Strand liegst. In Zeiten der permanenten digitalen Offenbarung tut es gut, auch mal abzuschalten. So richtig. Hardcore-Offliner lassen das Handy bis zur Rückreise ganz aus und konzentrieren sich ausnahmsweise auf das hier und jetzt. Fotos kann man auch mit der analogen Kamera machen und später posten.

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9. Bei Freunden pennen, obwohl man keinen Nerv dafür hat

Wer schon mal eine beste Freundin aus Schulzeiten in ihrer neuen Heimat besucht hat, weiß, worum es in Punkt neun geht. Zusammenwohnen und befreundet sein sind zwei komplett unterschiedliche Dinge. Als Besucherin bist und bleibst du Besucherin und kannst nicht um fünf Uhr morgens einfach mal so ins Bett schleichen, nur weil dir ein Schlafplatz angeboten wurde. Wer keine Lust darauf hat, permanent Rücksicht zu nehmen und sich nach den Klogewohnheiten der Mitbewohner auf Zeit zu richten, bucht lieber ein Hotel und bezahlt sich seine eigene Freiheit.

10. Sich vorzunehmen, eine gute Zeit zu haben
(Bild: super awesome )

Es ist eigentlich ganz einfach: Wer zu viel erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht. Du magst zwar im Urlaub sein, nimmst aber für gewöhnlich auch deine Probleme und deine Persönlichkeit mit. Egal, wo auf diesem Erdball du dich befindest, du bist immer noch du. Da kann die Alhambra auch nichts dafür. Deshalb am besten so wenig Pläne wie möglich machen, ausschlafen, obwohl du lieber etwas von der Stadt gesehen hättest und das tun, auf was du Bock hast. Und wenn es nur bedeutet, ein Buch auf einer Parkbank zu lesen.

11. Zum dritten Mal in dieselbe Stadt fahren

Wozu sollte man zum dritten Mal nach Barcelona, wenn man noch nie in Krakau war? Nach Edinburgh, obwohl man noch nie in Bochum war? Klar, jeder hat Lieblingsstädte und Lieblingsmenschen, die weiter weg wohnen. Dennoch sollte man die Magie einer Stadt nicht unterschätzen, die man noch nie gesehen hat. Wer aus seiner gewohnten Umgebung ausbricht, nur um zum fünften Mal nach Mallorca zu fliegen, verpasst wunderbare Gelegenheiten.

Welche Fehler sind euch schon passiert?


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