Bild: Axel Heimken/dpa
Die Antragsteller wollen St. Pauli schützen – auch vor Touristen.

Die Unesco unterstützt den Erhalt von Kulturen – und wenn es nach Behörden und Vereinen von St. Pauli geht, soll auch das Leben in dem Hamburger Stadtteil bald zu diesen schützenswerten Kulturen dazugehören.

Ein entsprechender Antrag, der die Stadt auf die Liste für immaterielles Kulturerbe setzen soll, werde vorbereitet, sagte Quartiersmanagerin Julia Staron der "Welt am Sonntag". Neben den Behörden stehen auch Geschäftsleute, Initiativen und Vereine aus dem weltbekannten Hamburger Kiez dahinter.

Warum soll der Kiez von Hamburg Unesco-Kulturerbe werden?

Die Leute aus St. Pauli, die sich für den Antrag zusammengeschlossen haben, wollen damit vor allem ihren Kiez schützen und ihn so erhalten, wie er ist. Durch zunehmende Touristenmassen und Bauvorhaben sei St. Pauli bereis "ins Trudeln geraten". Die Vielfalt des Viertels drohe zum "Einheitsbrei" zu verkommen. "Die Frage ist doch immer: Was bleibt irgendwann noch von der Seele des Stadtteils?", fragt Staron. 

Der Unesco-Titel könnte wie ein Rettungsschirm wirken. Laut der Quartiersmanagerin gibt es im Stadtteil und auch in der Politik Unterstützung, darunter auch bei der St. Pauli Kirche, dem örtlichen Bürgerverein und der Travestie-Künstlerin Olivia Jones. Ein Sprecher der Hamburger Kulturbehörde sagte, man wolle den Bewerbungsprozess eng begleiten.

Seit 2003 unterstützt die Unesco den Erhalt von Kulturformen durch den Eintrag in die Liste, darunter auch Handwerkstechniken und Brauchtum. Auf der Liste finden sich etwa der Rheinische Karneval, das Sternsingen oder auch das Märchenerzählen.


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