Der Sommer 2018 ist vor allem: warm. Die Hitze brütet in Straßen, Häusern und Wohnungen, macht Uni und Arbeit fast unerträglich. Was hilft: die Aussicht auf Abkühlung. Am Wochenende, im Urlaub. Am besten dort, wo zwar ein bisschen was los ist, aber kein "Ballermann6"-Gefühl aufkommt. Orte, die sich jetzt noch ohne Touristenmassen genießen lassen – die in fünf Jahren allerdings von Instagramerinnen und Instagramern gekapert sein dürften. 

Deshalb haben wir Tipps in der Redaktion gesammelt: Welche Strände, welche Seen in Europa sind (noch) nicht überlaufen und einen Besuch wert?

Sechs Tipps von bento-Redakteurinnen und -Redakteuren:

1

Leni empfiehlt: Bohinjsee, Slowenien

An diesem See in Slowenien ist man fast für sich. (Bild: Pixabay)

Wo?

Der Bohinjsee liegt im Nordosten des Landes, ganz in der Nähe des Bleder Sees. Im Gegensatz zum von Touristen überlaufenen Bled ist man in Bohinj fast für sich - und man kann genau so kristallklares Wasser und idyllische Ausblicke genießen wie bei seinem berühmten Bruder.

Warum?

Rund um den See kann man viel unternehmen: Bohinj liegt im Triglav-Nationalpark, der nächste Wasserfall und Berggipfel sind deshalb nur ein paar Höhenmeter entfernt. Wer liebe näher am Wasser bleibt, kann Paddelboote oder Stand-Up-Paddle-Boards mieten, zum Schwimmen ins Wasser gelangt man über Kieselstrände.

Wie komme ich dahin?

Ausgangspunkt bei Reisen in Slowenien ist immer die (ebenfalls sehr sehenswerte) Hauptstadt Ljubljana. Von dort aus kommt man mit dem Bus in etwa zwei Stunden nach Bohinj. 

2

Jan empfiehlt: Playa de Rodas, Spanien

Feiner Sand, glasklares Wasser – was braucht es mehr.

Wo?
Der Playa de Rodas befindet sich auf den Islas Cíes in Galizien, ganz im Nordwesten von Spanien.

Warum? 
Das hellblaue Wasser ist glasklar, der Sand ganz fein. Weil der Strand in Richtung Festland zeigt, ist der Atlantik meist überraschend mild. Jeden Tag dürfen nur wenige Besucher die Islas Cíes per Boot besuchen und müssen sie abends wieder verlassen, weil die Inseln ein wichtiges Vogelschutzgebiet sind. Handyempfang gibt es nur an wenigen Stellen – mehr Entschleunigung geht nicht.

Wie komme ich dahin?
Nur mit dem Boot von Vigo aus. Dorthin fahren von Santiago de Compostela (Spanien) und Porto (Portugal) mehrfach am Tag günstige Busse. 

3

Marc empfiehlt: Agios Georgios auf Korfu, Griechenland

Flamingos und Dünen an der Südwestseite von Korfu.

Wo?

Auf der griechischen Insel Korfu, auf halbem Weg zwischen der Hauptstadt Kerkyra und dem Hafennest Lefkimmi. Der Strand liegt an der Südwestseite von Korfu direkt neben einer Lagune.  

Warum?

Der Strand von Agios Georgios ist knapp zwei Kilometer lang und schon am Morgen glänzen seine Dünen in sattem Gold. Korfu ist ein beliebtes Ferienziel, gerade auch für Pauschaltouristen. Die tummeln sich aber vor allem im Norden der Insel, der Süden bleibt den Einheimischen.

Weil der Strand so breit ist, verlieren sich die wenigen Besucher. Am oberen Ende, hinter einer aus schiefen Holzbrettern gezimmerten Surfer-Bude, ist fast keiner mehr.

In einer Lagune hinter der Düne lassen sich jedes Jahr im Spätsommer Hunderte Flamingos nieder. Ihr Geschnatter und das Meeresrauschen sind den ganzen Tag das einzige, was du hören wirst.

Wie komme ich dahin?

Von der Hauptstadt der Insel, Kerkyra, den örtlichen B5-Bus nach Agryrades nehmen. Er dreht bei Agios Georgios eine Schleife – morgens fährt einer hin, nachmittags zwei zurück. Von der Bushaltestelle im Ort sind es nur ein paar Fußminuten bis zum Strand.

4

Jan empfiehlt außerdem: El Saler, Spanien

Wo?

Der Strand von El Saler liegt wenige Kilometer im Süden von Valencia, an der spanischen Mittelmeerküste.

Warum?
Während der Stadtstrand von Valencia überlaufen und voller Touristen und Händler ist, tummeln sich an den Stränden im Süden der Stadt oft nur wenige Menschen. 

Rund um die Süßwasser-Lagune Albufera gibt es zahlreiche kleine Strände am Mittelmeer, die nahtlos ineinander übergehen. Manche sind für Familien, andere für LGBT, Hunde oder Nudisten. Wo welcher Abschnitt ist, bleibt manchmal unklar – das macht den Ausflug spannend. 

Was alle Strände verbindet, ist die ruhige Lage hinter Pinienwäldern und Dünen und der tolle Ausblick auf den Golf von Valencia.

Direkt hinter den Dünen gibt es zahlreiche Paella-Restaurants. Angeblich wurde das spanische Nationalgericht hier erfunden.

Wie komme ich dahin?
Am Besten mit dem Bus von Valencia aus. 

5

Vicky empfiehlt: Wesslinger See, Bayern, Deutschland

(Bild: Privat)

Wo?

Der Weßlinger See liegt im Südwesten von München im Landkreis Starnberg.

Warum?

Im Vergleich zu seinen Nachbarn, dem Ammersee und dem Starnberger See, ist er zwar recht klein, dafür aber auch nicht so extrem überlaufen. Er ist zwar kein echter Geheimtipp mehr, trotzdem findet man gerade unter der Woche auf dem Wiesenstreifen am Ostufer noch ein Plätzchen zum Sonnen und Baden. Wer Ruhe sucht, leiht sich ein Boot oder spaziert um den See – da nur auf einer Seite des Ufers Platz zum Liegen ist, ist auf der anderen Seite des Seewegs kaum etwas los. Für Hungrige gibt es einen Biergarten, für weniger Hungrige Kioske in der Nähe. 

Wie komme ich dahin?

Mit der S-Bahn aus München bis zur Station Weßling fahren, von dort sind es nur noch wenige Minuten zu Fuß. 

6

Käthe empfiehlt: Platja d'es Carbó, Mallorca

Sonst scheint hier auch meist die Sonne

Wo? 

Der Strand liegt in der Nähe des Touristenorts Colònia de Sant Jordi im Südosten der Insel.

Warum? 

Am Platja d'es Carbó muss man zwar auf Sonnenschirme, Liegen und einen Kiosk verzichten, dafür liegt die Strandnachbarin mit ihrem Handtuch nicht direkt an deinem. Am Naturstrand werden oft mal Algen und Seetang angespült, die musst du erst überwinden, um ins Wasser zu laufen – aber dann ist es einfach nur herrlich. Du blickst auf die kleinen Inseln von Moltona und kannst wunderbar abschalten. Kleiner Tipp: Unter der Woche ist es noch ruhiger als am Wochenende – dann kommen auch viele Einheimische. 

Wie komme ich dahin?

Von Colònia de Sant Jordi ist der Strand zu Fuß zu erreichen. Dafür muss man etwa eine Dreiviertelstunde einplanen. Ein angelegter Weg führt erst zum Strandabschnitt Es Dolc, dann vorbei an kleineren Stränden und Fischerhäuschen, dem Abschnitt Es Dofi und dann ist man endlich da. Du kannst natürlich auch mit einem Boot anlegen, dann hast du auch wirklich deine Ruhe. 


Fühlen

Eine "Elfenbeauftragte" soll für die Verkehrsbehörde die A2 sicherer machen
Vier Fragen und Antworten.

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