Bild: dpa / Niall Carson
4 Fragen, 4 Antworten zu den Flugausfällen in der kommenden Woche

Der Billigflieger Ryanair hat wegen angekündigter Streiks des Kabinenpersonals für die kommende Woche 600 Flüge abgesagt. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch auf Twitter mit.

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Welche Ryanair-Flüge wurden abgesagt?

  • Betroffen seien rund 50 000 Passagiere am Mittwoch und Donnerstag, also dem 25. und 26. Juli. 
  • Es gehe um Flüge von und nach Spanien Portugal und Belgien.
  • Wie es um deutsche Flughäfen steht, hat Ryanair bisher noch nicht bekannt gegeben. Wenn Passagiere von den Ausfällen betroffen sind, würden sie informiert. (Zeit Online)


Ob deutsche Flughäfen von den Ausfällen betroffen sind, konnte die Airline nicht sagen. Betroffene Passagiere würden informiert.

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Wieso wird in Belgien, Spanien und Portugal gestreikt?

In diesen drei Ländern haben die jeweiligen Gewerkschaften die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter bei Ryanair aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Es geht um höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. (bento)

Auch die irischen Piloten der Gesellschaft wollen streiken: Sie legen am Freitag, den 20. Juli, und am Dienstag, den  24. Juli, die Arbeit nieder. Sie hatten zuvor schon am 12. Juli für 24 Stunden gestreikt. 

3

Was sagt Ryanair noch zu den gecancelten Flügen?

Die Passagiere seien per Mail oder SMS-Nachrichten informiert worden, ihnen würden Umbuchungen oder voller Ersatz der Tickets angeboten, teilte Ryanair mit. 

Die Streiks seien nicht gerechtfertigt und würden nur Familienurlaube stören und der Konkurrenz nutzen, erklärte Sprecher Kenny Jacobs. Die Flugbegleiter erhielten Gehälter bis zu 40 000 Euro im Jahr, fügte er hinzu.

4

Könnten Ryanair-Mitarbeiter in Deutschland auch bald streiken?

Jein, denn die Verhandlungen mit den deutschen Gewerkschaften laufen erst an. In Deutschland hat Ryanair die DGB-Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen. Die zweite deutsche Kabinengewerkschaft Ufo verhandelt am Freitag ebenfalls mit Ryanair.

Mit Material von dpa 


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