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Lieber durch Museen stöbern und Kunstgalerien entdecken  oder doch am Strand liegen und anschließend ins wilde Nachtleben stürzen? Lieber durch die besten Streetfood-Stände futtern – oder mit den Einheimischen auf dem Markt feilschen?

Wer reist, erweitert seinen Blick auf die Welt, lernt neue Kulturen kennen, schöpft aus dieser großen, weiten Welt. Aber wer viel rumkommt, weiß auch, dass immer irgendwann die Frage kommt:

Wohin soll ich dieses Jahr verreisen?

Lonely Planet, Bibel aller selbsternannten Weltentdecker und Instagram-Hipster, hat die zehn Top Cities für 2019 gewählt – also die aufregendsten Städte für eine Reise. Nicht dabei sind natürlich Klassiker wie New York oder Paris, oder ewige Geheimtipps wie Dubrovnik oder Dublin. 

Stattdessen dabei: Kleinode aus dem Balkan, Rustikales aus der Wüste und Wiederentdeckungen vom anderen Ende der Welt. Wir haben fünf Städte rausgesucht, die schon bald dein Reiseziel für diesen Sommer werden könnten:

Genau dein Ding – oder doch lieber eine andere Stadt? 

👉 Hier erfährst du, welche Reiseziele Lonely Planet noch in der Auswahl hatte.



Style

Karl Lagerfeld könnte mein Opa sein – warum er mich trotzdem für Mode begeistert hat
Und warum seine Bücher jetzt trotzdem bei mir zustauben.

Mein Opa, Bauernsohn aus Ostwestfalen, und Karl Lagerfeld hatten einiges gemeinsam. Die weißen Haare und die Zahnlücken am Ende ihres Lebens. Die hagere Figur. Und vor allem die Leidenschaft für schöne Stoffe.

An meinen Opa erinnere ich mich kaum. Er starb als ich zur Grundschule ging – gezeichnet vom Krieg und einem Leben auf dem Bauernhof, den er unfreiwillig weiter bewirtschaften sollte, weil sein älterer Bruder gefallen war. Dabei war mein Opa gelernter Schneider.

Was er eigentlich zu seinem Hauptberuf machen wollte, musste er in die Stube meiner Großeltern verlagern. Noch heute steht die zugestaubte Nähmaschine, die man mit dem Fuß antreiben musste, in der alten Wohnung. Während die Erinnerungen an meinen Opa verblassen, weiß ich aber noch ganz genau, wie ich als Kind mit den alten Stoffresten gespielt habe. Die selbstgenähten Kostüme meines Opas für meine Tanten landeten in meiner Verkleidungskiste.

Mein Opa zeigte mir die Stoffe – Karl Lagerfeld erklärte mir die Mode. 

Als sich in der Pubertät meine Freundinnen und Freunde ihre Outfits von Viva-Moderatoren abguckten, kaufte ich mir die erste Vogue mit Lagerfelds Kleidung. Stünde mein Bücherregal in einer Bücherei, wäre Karl Lagerfeld die größte Abteilung. Eine Biografie, ein Bildband von einer Karl-Ausstellung in Essen, ein Buch mit seinen besten Zitaten, eine Autobiografie eines ehemaligen Assistenten.