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Deine To Do-Liste quillt über und du willst am liebsten einfach mal kurz raus und Luft holen? Vielleicht bist du aber auch gerade neu verliebt und ihr zwei wollt einen Ort finden, an dem ihr nicht mit anderen Paaren um das schönste Urlaubs-Selfie oder den besten Handtuchplatz konkurrieren müsst?

Wir haben die Lösung: Ein Überblick der schönsten Orte in Europa. Orte mit kaum Handyempfang, nicht allzu vielen Touristen – und ganz viel Ruhe.
Reise nach Tellaro in Italien!
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Der Ort liegt am äußersten Rand der Region Ligurien, im Nord-Westen Italiens, am Golfo Dei Poeti. In diesem bunten Dorf sind die mit Blumen bepflanzten Gassen so eng, dass man kurz stehen bleiben und Platz machen muss, wenn Einheimische entgegenkommen.

Auf der Piazza gibt es eine Hand voll Lädchen und Restaurants, in denen am Morgen frisches Foccacia mit Tomaten verkauft wird. Während sich das Brot auf einer Bank am Brunnen verspeisen lässt, kannst du die vielen italienischen Kinder beobachten, die auf dem Platz spielen.

Folgst du im Anschluss den kleinen Wegen, Dorf abwärts, passierst du ein bis zwei kleine Cafés. Am Hafen hüpfst du ins Wasser, ehe du die alte Kirche besichtigst, die du über eine Gasse rund um die Felsspitze erreichst.

  • Warum hierher? Wandern, Schwimmen in der Bucht Fiascherino – alles möglich. Hier lässt sich lesen und schreiben, schon der Schriftsteller H.D. Lawrence soll sich hier inspirieren lassen haben.
  • Wo schlafe ich? Bei einem kleinen Budget lässt sich wunderbar auf dem einzigen Campingplatz, "Gianna", übernachten. Von hier aus kannst du über das gesamte Meer schauen – atemberaubende Aussicht, sauberer Strand.

    Wer etwas mehr ausgeben kann, der mietet sich in eines der alten Ferienhäuschen ein, zum Beispiel über Airbnb.
  • Wie komme ich hin? Mit dem Flugzeug nach Mailand oder Pisa, dann mit dem Zug weiter nach La Spezia, von dort mit dem Bus (einmal umsteigen in Lerici) nach Tellaro. Oder du leihst dir vom Flughafen aus einen Mietwagen. Die Straßen nach Tellaro sind schmal, sodass kein großer Reisebus hindurchpasst – stell dich auf viel Laufen ein. 
Reise nach Lake District & Maryport in England!
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Der Lake District ist ein Naturschutzgebiet in der Grafschaft Cumbria, es gibt viele Seen und Berge. Hier stehen eben jene hübschen englischen Häuschen, die es sonst nur in den historischen Filmen über das Königreich zu sehen gibt.

Die raue Landschaft erinnert an Schottland. Berge mit Wegen, die von kleinen grauen Steinmauern gesäumt sind, leiten einen durch den Lake District, der im Nordwesten von England liegt. 

Wer landschaftlich eine kleine Abwechslung will, der fährt der Küste folgend nach Maryport, ein kleines Städtchen im äußersten Westen, nahe dem Lake District. Die Starkwinde blasen einem hier oft die Kapuze vom Kopf.

Doch an der kleinen Promenade prägen Fischerboote das Bild, denen Regen und Sturm nichts auszumachen scheint. 

  • Warum hierher? Die Gegend ist ein Paradies für alle, die gern wandern. In Maryport gibt es ein großes Aquarium mit Seepferdchen und Seesternen – hier darf man auch mal Rochen füttern.
  • Wo schlafe ich? In alten englischen Bed & Breakfast-Pensionen. Hier gibt es klassisches englisches Frühstück mit Bohnen und Bacon. 
  • Wie komme ich hin? Mit dem Flugzeug nach Manchester oder Liverpool und dann weitere zwei Stunden Zug oder Auto. Oder per Fähre von Rotterdam nach Hull und von dort mit dem Bus aus in den Lake District. 
Reise nach Sagres in Portugal!
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Sagres liegt im Westen von Portugal, langjährige Surfer kennen den Ort vielleicht. Von den Straßen gehen Wanderwege ab, die mit Heidekraut bewachsen sind. In der dunkelgrünen Landschaft stehen Pinien- und Eukalyptusbäume. Ein Mountainbike eignet sich hier gut zur Fortbewegung.

Dank seiner drei Strände und weiterer Buchten in unmittelbarer Umgebung kommt es oft vor, dass man ganz allein am Strand liegt. Schön ist das Strandcafé in Tonel. Wenn es geöffnet ist, lässt sich hier wunderbar ein Galão genießen und den Surfern zuschauen. 

  • Warum hierher? Zum Surfen!Oder Mountainbiken. Vorbei an kleine Häuschen in der verwunschenen portugiesischen Landschaft. Und zwischendurch mal einen Stopp einlegen, um wild wachsende Erdbeeren zu probieren! Abends unbedingt ins "Three Little Birds"-Restaurant und ein Glas Vinho Verde bestellen.
  • Wo schlafe ich? In einem gemieteten VW-Bus, den du vor einer der Buchten parkst. Etwas luxuriöser ist das "Good Feeling Hostel"– hier schaukelt man sich in der Hängematte in den Schlaf. 
  • Wie komme ich hin? Mit dem Flugzeug nach Faro und dann wahlweise mit Mietauto, VW-Bus oder kleinem Shuttlebus in Richtung Lagos. Dann dem Straßenverlauf bis Sagres folgen.
Reise nach Noordwijk in den Niederlanden!
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Die Niederlande sind aus dem Westen Deutschlands in kurzer Zeit gut zu erreichen. Wer also eine kurzfristige Auszeit braucht, der sollte sich diesen Tipp genauer anschauen.

In Noordwijk machen viele Einheimische Urlaub. Es werden Ausritte an die Nordsee angeboten – und in der Fußgängerzone mit vielen kleinen Boutiquen gibt es die besten Fritten der Welt!

  • Warum hierher? Hier kannst du die Dünenlandschaft von oben anschauen, vom Pferde aus. Verbringe deine Abende im Glashaus, dem Beachclub "O". Oder geh einfach stundenlang an der menschenleeren Nordsee spazieren.
  • Wo schlafe ich? Im Wohnwagen auf dem Campingplatz. Oder komfortabler im "Flying Pig Hostel" im Zentrum. 
  • Wie komme ich hin? Mit dem Flugzeug oder Auto nach Amsterdam, von da aus sind es noch 30 bis 40 Minuten nach Noordwijk. Die kann man wahlweise mit Zug, Auto oder einem Shuttlebus zurücklegen. 
Reise nach Cap de L'Homy in Frankreich!
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An der französischen Atlantikküste herrscht häufig touristischer Ausnahmezustand. Das gilt nicht für den kleinen Strandabschnitt Cap de L’Homy, der mitten in einem Naturschutzgebiet liegt. Hier gibt es: kein Internet. Dafür einen kleinen Campingplatz.

Der Nachbarort Lit-Et-Mixe ist sieben Kilometer entfernt und versorgt mit allem, was man zum Leben auf dem Campingplatz braucht. 

  • Warum hierher? Erkunde den Wald und bastel dir Windspiele aus Muscheln und Tannenzapfen. Lern Surfen im Camp "Wellenreiter". Finde Sternschnuppen im Himmel, während du in den Dünen liegst.
  • Wo schlafe ich? Auf dem Campingplatz direkt an der Küste, dem "Camping Municipal". Hier steht zwar immer das "Besetzt"-Schild am Eingang. Doch wenn man sich morgens früh vor der Schranke anstellt, hat man meistens Glück, doch noch einen schattigen und günstigen Platz zu bekommen.
  • Wie komme ich hin? Entweder mit dem Auto, weil man mit dem Fahrrad schlecht Einkäufe für das Campen besorgen kann. Oder mit dem Flugzeug nach Bordeaux und dann mit dem Mietwagen in Richtung Mimizan.

Fühlen

Warum es das Größte ist, in der Öffentlichkeit nackt zu sein

Als ich meinen Körper lieben lerne, bin ich von Nackten umgeben. Es ist einer der ersten warmen Frühlingstage, ich stehe im Außenbereich einer Therme im unterfränkischen Niemandsland, irgendwo zwischen Frankfurt und Würzburg. Zwischen meinen Zehen spüre ich das feuchte Gras. Meine Augen sind geschlossen, ein leichter Wind streicht über meine Haut. Und in mir macht sich ein Gefühl der Befreiung breit.

Noch vor einer Stunde saß ich im Auto, mein Kopf voll mit Gedanken wie: Mist, ich habe meine Beine nicht rasiert, ich habe bestimmt zugenommen über den Winter, mein Bauch ist aufgebläht – und jetzt nackt in die Sauna? Ich bin mir unsicher, ob ich meinen Körper der Öffentlichkeit zumuten kann.

Und so schauen übrigens Menschen, wenn sie nackt sind: