Verreisen sollte man nur im Sommer, wenn die Sonne scheint und die Luft warm ist? Stimmt nicht. Die bento-Redaktion hat ein paar Orte gesammelt, an denen du wunderbar ein paar kalte und verregnete Tage verbringen kannst.

Annika: Brügge – für Pralinen

(Bild: Pixabay/Mrs Brown)
Warum?

Belgische Pralinen sind lecker, so viel steht fest. Und da zur kalten Jahreszeit sowieso wieder lange Hosen und dicke Pullover angesagt sind, kann man sich auch mal ein paar mehr gönnen. Die außergewöhnlichsten Kreationen gibt es in The Chocolate Line in der Simon Stevinplein: Der Besitzer Dominique Persoone mischt Schokolade mit Zwiebeln, Speck, Wasabi oder Cannabis-Aroma.

Du bist kein Schoki-Fan? Brügge ist trotzdem einen Besuch wert – gerade im Herbst und Winter. Goldene Blätter oder Schnee machen es nur noch schwerer, sich nicht von der Architektur der Altstadt verzaubern zu lassen. Besonders schön: Die berühmten Grachten, die sich durch die schmalen Gassen winden.

Wie komme ich hin?

Brügge ist am besten mit dem Auto zu erreichen. Alternativ gibt es günstige Flüge nach Brüssel und Ostende, beide Flughäfen haben gute Bahnverbindungen nach Brügge.

Wo wohne ich?

Der Tourismus in Brügge boomt, dementsprechend groß ist das Angebot an Unterkünften: Hostels, Hotels oder Ferienwohnungen – hier ist für jeden etwas dabei.


Julia: Reykjavik – für Freibad im Winter und Polarlichter

(Bild: bento/Frauke Lüpke-Narberhaus)
Warum?

Island im Winter? Das geht, sogar sehr gut! Das Beste an einem Trip nach Reykjavik um diese Jahreszeit: Du kannst ausschlafen, ohne etwas zu verpassen – hell wird es sowieso erst im Laufe des Vormittags. In der Stadt lohnt sich ein Besuch in der Konzerthalle Harpa oder in der Hallgrimskirche. Danach gönnt man sich ein Stück Kuchen im Café Loki.

Wem die Stadt nach einem Tag zu langweilig geworden ist, macht eine Golden-Circle-Tour und schaut sich den Gulfoss-Wasserfall, Geysire und den Thingvellir National Park an. Am Abend empfiehlt sich ein Besuch in einem der Freibäder: Wer sich einmal überwunden hat, bei Minusgraden zum Becken zu laufen, zieht seine Bahnen im warmen Wasser – während es schneit.

In der Nacht folgt das Highlight: Herbst und Winter sind die besten Jahreszeiten, um in Island Polarlichter zu sehen. Am besten fährt man dazu ein bisschen aus der Stadt heraus. Damit man bei dem nächtlichen Ausflug nicht friert, mummelt man sich einfach in einen Pullover aus isländischer Schafswolle.

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Wie komme ich hin?

Mit dem Flugzeug, Icelandair fliegt ab Hamburg nonstop.

Wo wohne ich?

Da der Dezember nicht gerade zur Hauptsaison gehört, sind einige Hotelzimmer bezahlbar. Alternativ bieten sich Apartements mit kleiner Küche oder Airbnb-Wohnungen in der Innenstadt an. So spart man sich auch teure Restaurantbesuche.


Sophia: Utrecht – für Cafés

(Bild: Pixabay/JannGW)
Warum?

Klar, Kaffee trinken kann man überall – aber nirgendwo ist es so gemütlich wie in Utrecht. Die viertgrößte Stadt der Niederlande hat ein wunderschön verwinkeltes Zentrum, dort reiht sich ein Café an das nächste und eine Bar an die andere. Egal ob neben dem Domtoren oder entlang der Grachten: Schaut man aus dem Fenster, blickt man entweder auf Wasser, Bäume oder ein typisches Holland-Häuschen – und das ist auch bei Regen schön!

Mittags geht man am besten in Carla's Conditorie. Die liegt etwas versteckt hinter der Domkerk und hat die leckersten Wraps der Stadt. Zum Nachtisch gibt es Appeltaart und Koffie verkeerd. Den besten Kaffee (und die beste Musik) gibt’s im The Village Coffee & Music. Abends zieht man weiter ins Beers & Barrels direkt an der Oudegracht. Wer früh dran ist, kann einen sogenannten Tab Table buchen. Dort zapft man sein Bier selbst und zahlt pro Kilogramm.

Das Beste an Utrecht: Das Stadtzentrum ist so klein, dass man überallhin zu Fuß gehen kann.

Wie komme ich hin?

Utrecht ist ein Verkehrsknoten und deshalb mit Auto und Bahn gut zu erreichen. Amsterdam mit dem Flughafen Schiphol erreicht man mit dem Zug in einer halben Stunde.

Wo wohne ich?

Utrecht ist zwar klein, trotzdem gibt es viele Airbnb-Wohnungen. So bekommt man für wenig Geld einen Schlafplatz mitten im Zentrum.


Sophia: London – für Museen

(Bild: Pixabay/Unsplash)
Warum?

London ist teuer, keine Frage. Aber in London gibt es auch viele Museen, für die man – anders als in Deutschland – keinen Eintritt zahlen muss. Kunstfreunde starten am besten im Tate Modern und fahren dann mit dem Boot einmal quer über die Themse zum Tate Britain. Ausstellungen rund ums Thema Design gibt es im Victoria and Albert Museum (kurz V&A); besonders beeindruckend sind die Exponate aus dem Nahen Osten.

Wer Kunst eher langweilig findet, kann zum Beispiel ins Natural History Museum gehen. Von außen sieht das Gebäude ein bisschen aus wie Hogwarts, drinnen hängen Dino-Skelette an den Wänden und lebensgroße Wal-Modelle von der Decke. Blendet man die schreienden Kinder aus, kann man dort auch als Erwachsener mehrere Stunden verbringen. Allein die Eingangshalle ist breathtaking.

Wie komme ich hin?

Viele Billigairlines steuern die Flughäfen Gatwick, Stansted oder Luton an. Die liegen allerdings ziemlich weit außerhalb, man muss also noch ein Zug- oder Busticket zum Flugpreis addieren. Wer umweltbewusster reisen möchte, kann den Eurostar nehmen; der fährt über Brüssel und hält quasi direkt am Gleis 9 ¾.

Wo wohne ich?

Entweder man schaut bei AirBnB oder sucht sich ein günstiges Hotelzimmer, zum Beispiel Studios 2 let in King's Cross.


Noemi: Bukarest – für Parties

Warum?

Die Hauptstadt Rumäniens ist genial zum Feiern – gerade im Herbst. Denn welche Jahreszeit eignet sich besser, um die Nacht in einem stickigen Club durchzutanzen und den nächsten Tag einfach im Bett zu verbringen? Nur vier der Must-go-tos: Expirat, Interbelic, Nuba, Entourage e3. Vorher unbedingt in einer der Bars der Gegend vorglühen, zum Beispiel im Laboratorul de cocktailuri. Dort denken sich die Barkeeper Cocktails für dich aus und servieren sie in Reagenzgläsern oder Berzelius-Bechern.

Wer am Morgen danach genug Energie hat, um die Stadt zu erkunden, sollte ins Muzeul Satului gehen, eine Art Bauernmuseum mit Jahrhunderte alten Original-Bauernhäusern aus ganz Rumänien. Mit einem Kaffee in der Hand kann man stundenlang durch den riesigen Park schlendern und die unterschiedlichsten Regionen Rumäniens auf einmal erkunden.

Auch gut: Die Casa Poporului, Ceausescus wahnwitziges “Haus des Volkes”, einem der flächenmäßig größten Gebäude der Welt. Dort lernt man, was ein kommunistischer Diktator einem Land antun kann.

Wie komme ich hin?

Von den meisten deutschen Flughäfen gibt es günstige Direktflüge nach Bukarest, vor allem wenn man Off-Season fliegt (nicht unbedingt an Weihnachten, Silvester und Ostern).

Wo wohne ich?

Bukarest hat inzwischen wie alle anderen europäischen Metropolen ein großes, seriöses Airbnb-Angebot. Alternativ gibt es gute, bezahlbare Hotels, die nicht zu den großen Ketten gehören.

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