... und erzeugen eine Menge Fernweh!

Bevor du irgendwo hinfährst, liest du am besten einen Bericht von jemandem, der schon dort war – oder genau auf die Weise gereist ist, die dir jetzt vorschwebt. Wir haben dir hier ein paar unserer Lieblingsbücher aus verschiedenen Kategorien zusammengestellt:

Work & Travel

Wie soll ich meine Reise finanzieren? Diese Frage stellen sich wahrscheinlich die meisten, die gerne für längere Zeit unterwegs sein wollen. Glücklicherweise bringt ein Job im Ausland nicht nur bitter benötigte Kohle, sondern ist auch eine bombensichere Strategie, um unkompliziert Menschen und Kultur kennenzulernen.

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Zwei Jahre lang war Fabius Sixtus Körner unterwegs, arbeitete für Kost und Logis und legte dabei Tausende Kilometer zurück: In "Journeyman: 1 Mann, 5 Kontinente und jede Menge Jobs" beschreibt er, wie er in verschiedenen Ländern der Welt mal als Grafiker, mal als Fotograf und mal als Innenarchitekt arbeitete. 

Vom Dorf in Deutschland zum Wanderzirkus auf der anderen Seite der Welt – Andreas Schaible finanzierte seine Australienreise mit einem etwas ungewöhnlichen Aushilfsjob (Kleiner Tipp: Ein erster Hinweis findet sich im Titel). Über die Höhen und Tiefen vom Arbeiten im Ausland kannst du  in "Clown Under: Mein Jahr Work and Travel in Australien" lesen. Dazu gibt es jede Menge Insider-Wissen zur schrägen Zirkus-Welt.

Auszeit statt Burnout

Viele hängen jahrelang in einem Leben fest, das sie langweilt, oder sie bleiben in einem Job, der sie krank macht. Um all das an den Nagel zu hängen, oder sich zumindest eine längere Auszeit zu gönnen, braucht es neben den richtigen Umständen auch eine gehörige Portion Mut und Selbstbewusstsein. Und Menschen, die vormachen, wie es klappen kann:

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Nach einer Trennung entschloß sich Katharina Finke gegen einen neuen Mietvertrag und für radikale Änderungen in ihren Konsum- und Besitz-Gewohnheiten. Im Buch "Loslassen" geht es um ihr Leben auf Reisen – sozusagen die Hardcore-Variante des Auszeit-Nehmens.

Auch Carina Herrmann hat ihr altes Leben – das einer kurz vorm Burnout stehenden Kinderkrankenschwester – komplett aufgegeben. Mit "Meerblick statt Frühschicht" führt die mittlerweile als digitale Nomadin und Bloggerin tätige Autorin vor allem Frauen die Freiheit des Langzeit-Reisens vor Augen. 

"Stoppt die Welt, ich will aussteigen!": Der Psychologe und Wirtschaftswissenschaftler Martin Krengel experimentierte während seiner Weltreise immer wieder mit alternativen Arbeitsformen und Lebensstilen. Sein Buch inspiriert dazu, sich auch mal selbst auf was Neues einzulassen.

Ramona Krieger und Ulrich Pingel haben für die "Auszeit Storys" Menschen befragt, die ungewöhnliche Schritte unternommen haben, um ihrem Alltagstrott zu entkommen. Herauskommen sind elf sehr unterschiedliche und spannende Geschichten über kürzere, längere und sogar permanente "Auszeiten" vom 0815-Leben.

Low Budget

Mit ganz, ganz wenig oder gar keinem Geld auf Weltreise zu gehen, ist nicht unbedingt einfach. Und sicher auch nicht vorbehaltlos für Anfänger zu empfehlen. Also lieber erstmal nachlesen, wie andere das hinbekommen ...

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Andreas Altmann brauchte "34 Tage - 33 Nächte" zu Fuß, um mit weniger als drei Euro in der Tasche, von Paris nach Berlin zu gelangen. Während Altmann in Notunterkünften schlief, bettelte, hungerte und sich Blasen lief, beobachtete er die Menschen um sich herum.  Mit seinem Buch schuf er eine Art Gesellschaftsstudie – mit seltenen Einblicken in ein Leben, das andere Menschen unfreiwillig führen müssen. 

Auf einer ganz anderen Mission waren Hansen und Paul Hoepner in "Zwei um die Welt - in 80 Tagen ohne Geld". Die beiden versuchten, sich als Gelegenheitsjobber durchzuschlagen: Sie wollten möglichst viele Abenteuer für möglichst wenig Geld erleben. Keine Schritt-für-Schritt-Anleitung, aber sicher sehr inspirierend für Low-Budget-Traveller. 

Fahrrad, Motorrad, Kajak, oder einfach zu Fuß – unterschiedliche Arten zu reisen

Mit dem Fahrrad

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Nach sieben Jahren im Haifischbecken Unternehmensberatung brannten Markus Weber die Sicherungen durch. In "Ein Coffee to go in Togo: Ein Fahrrad, 26 Länder und jede Menge Kaffee" beschreibt er seine Wahnsinnstour durch Osteuropa, Westafrika, den Regenwald und die Sahara

Die Protagonisten aus "Zwei nach Shanghai" sind die Zwillingsbrüder Hansen und Paul Hoepner (schon wieder), die sich schon mit vielen Vorträgen und Dokus einen Namen in der Reise-Szene gemacht haben. Diesmal geht es um einen ihrer Roadtrips, der sie auf dem Fahrrad von Berlin nach Shanghai führt. Über die QR-Codes im Buch kommst du auf jede Menge Videos, die die jeweiligen Kapitel ergänzen. 

Mit dem Motorrad

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Lois Pryce wurde vom britischen "Telegraph" als eine der zehn größten Abenteuerinnen unserer Zeit ausgezeichnet. Und kein Wunder – mit den Kilometern, die sie und ihr Motorrad schon auf dem Buckel haben! Pryce lässt sich weder durch Ängste noch durch Bedenken aufhalten, ein Umstand, der vermutlich wesentlich zur Entstehung von "Im Iran dürfen Frauen nicht Motorrad fahren..." beigetragen hat! 

In "Krad-Vagabunden" fassen Simone und Frank Panther ihre Erfahrungen und Gefühle zu einer rund dreieinhalbjährigen Motorrad-Weltumrundung und einem Leben am Limit in Worte. 

Affiliate-Links. Was ist das?

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Nach Südamerika, Nordamerika, Neuseeland und Australien war das Pärchen im zweiten Teil ihrer Geschichte in Süd-Ost-Asien und im Himalaya unterwegs. Besonders spannend zu lesen ist auch auch das Kapitel "Resozialisierung", welches das Wiedereingliedern in den Alltag nach der Reise beschreibt – für viele Langzeitreisende die größte Herausforderung überhaupt. 

Die großartigen Amazon-Bewertungen zu "Good Bye, Lehmann" kommen nicht von ungefähr: Mit der Story von einem, der sich mit dem Motorrad "auf die Suche nach dem guten Leben" machte, hältst du einen der derzeit besten Reiseberichte in den Händen. Um es mit dem Zitat eines Rezensenten zu sagen: "Außerdem bräuchte ich viel mehr Augen. Mit einem lachenden und einem weinenden kommt man bei dieser Lektüre bei weitem nicht über die Runden".

Zu Fuß

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Irgendwie erinnert das Selfie auf dem Cover an die Lauf-Szenen in Forrest Gump, oder? Tja, Christoph Behage hat in "The Longest Way" auch mindestens so viele Meilen zu Fuß zurückgelegt wie die bekannte Film-Figur. Dabei erhielt der Autor ganz besondere Einblicke in die chinesische Kultur.

Wenn du mit dem selbstironischen Stil von TV-Star Hape Kerkeling klarkommst, und verstehen willst, worin der Wert einer Pilgerreise (und zwar ausdrücklich auch für Atheisten!) liegt, ist der Bestseller "Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg" genau das Richtige für dich.

Querfeldein.

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Christine Thürmer machte sich in "Laufen. Essen. Schlafen." ohne nennenswerte Erfahrung, aber mit viel Motivation, alleine auf eine Langstreckenwanderung von Mexiko nach Kanada. Nach dem Pacific Crest Trail folgten der Continental Drive Trail und der Appalachian Trail. Ihr neuestes Buch "Wandern. Radeln. Paddeln." wartet mit vielen persönlichen Gedanken und lustigen Anekdoten auf – aber schon alleine die unglaubliche Wandlung von der unsportlichen Geschäftsfrau hin zum Wander-Profi macht das Buch einfach lesenswert.

Cheryl Strayeds große Reise begann "mit einem Loch im Herzen" und der Entscheidung, einen Rucksack aufzuschnallen und einfach loszugehen. In "Der große Trip" geht es um die Bewältigung der eigenen Vergangenheit und das Ausloten von Grenzen. Eine starke Story, die 2014 wunderschön mit Reese Witherspoon verfilmt wurde. 

Spezielle Herausforderungen
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Jan Kowalsky wollte nicht mit – aber die eigene Hochzeitsreise abzusagen kam irgendwie auch nicht in Frage. In seinem Buch "Als Schisser um die Welt: Die Geschichte von einem, der mitmusste" begegnet der Autor seinen Neurosen mit viel Humor und Selbsteinsicht. Im Interview über sein Buch kommt er zu einem schönen Fazit: "Unsere Trips haben mich mehr geprägt als die Summe meiner Panikattacken."

Ja, mit einem Kind "wird alles anders" – aber nein, das ist nicht unbedingt ein Euphemismus für "alles ist vorbei". Die Kleinen haben erstens eine handliche Größe und haben zweitens noch jede Menge Potential und geistige Flexibilität, um maximal vom Herumreisen in der Weltgeschichte zu profitieren. Ka Sundance zeigt in "Mit sechs Kindern um die Welt", wie das Reisen als Familie klappen kann.

Versiffte Hostels und Billig-Essen in allen Ehren, aber du fühlst dich langsam zu alt für diesen Scheiß? In Sascha Tegtmeiers Reisebericht der anderen Art – "Ich nehm dann mal das Upgrade: Als Komfort-Abenteurer um die Welt" – erfährst du alles über die Freuden des "Flash-Packings"

Aber bevor es ganz mit dir durchgeht: Als Gegengift für übermäßiges Komfort-Bedürfnis legen wir dir wärmstens den Bericht über eine Woche Luxus-Kreuzfahrt von David Foster Wallace ans Herz: "Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich". Unheimlich lustig und klug geschrieben und zurecht ein Bestseller! 

Und, hat dich auch schon die Sehnsucht gepackt? Für alle, die gleich mit der Reiseplanung beginnen wollen, geht's hier zu ...

Today

So humorvoll reagiert die Berliner Polizei auf ihre neue Chefin
Alte Rollenbilder sind eben doch nicht in Stein gemeißelt.

Berlin hat einen neuen Polizeipräsidenten: Mit Barbara Slowik übernimmt sechs Wochen nach der Kündigung von Klaus Kandt ein neues Gesicht das Amt. Das teilte das Polizeipräsidium nun auch über Twitter mit.

Bei der Ankündigung der neuen Personalie erlaubte sich der der Twitter-Account allerdings einen kleinen Spaß. Mit einer (hochprofessionellen) Fotomontage korrigierten die Polizisten eine althergebrachte Inschrift: Wo eigentlich "Der Polizeipräsident in Berlin" zu sehen war, steht nun dank ein paar roter Farbstriche "Polizeipräsident*in Berlin".

Warum auch grundsätzlich männlich?