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Fünf Filme, die zeigen, dass Reisen der absolute Horror sein kann

Neue Orte, spannende Begegnungen, Yoga am Strand – so sieht der Traum vom Reisen auf Instagram oder Facebook aus. Aber seien wir einmal ehrlich: Sand kann kratzen. Reisen kann auch mal anstrengen, beklemmen, einsam machen und enttäuschen

Nie aber war das angeblich störungsfreie Reise-Wohlgefühl präsenter als jetzt. Das dürfte auch der Grund sein, warum sich eine cineastische Gegenbewegung auftut: Eine Reihe aktueller Thriller und Horrorfilme widmen sich intensiv der dunklen Kluft zwischen Erwartungen und potenziellen Gefahren auf Reisen.

Neu ist das Thema Reisen für das Horrorgenre nicht. 

Reisen in das hinterwäldlerische Herz der eigenen Heimat sind sogar ein zuverlässig wiederkehrender Standard. Und auch die globalisierte Form machte schon 2005 Schlagzeilen, als Regisseur Eli Roth in seinem Splatterfilm "Hostel" Backpacker aus den USA auf einen brutalen Horror-Trip durch Osteuropa schickte.

Im Folterkeller von "Hostel" endet endgültig jede romantische Reise-Vorstellung.(Bild: YouTube )

Roths junge Protagonisten suchen nach One-Night-Stands – landen aber in einem Folterhaus in der Slowakei, in dem sie zu Opfern von Sadisten werden. Die Vorstellung vom befreiten Reisen wird hier in ihr dunkelstes Gegenteil verkehrt. Doch wo "Hostel", dem Genre geschuldet, mit dem Holzhammer, viel Gedärm und Gewalt vorging, schlagen die aktuellen Produktionen nun sehr viel subtilere Töne an.

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Ein Albtraum in Berlin

In "Berlin Syndrome" (2017) reist die australische Fotografin Clare nach Berlin. Dort lernt sie den jungen Lehrer Alex kennen. Sie haben einen One-Night-Stand, am nächsten Morgen ist Clare in Alex‘ Wohnung eingeschlossen. Alex sieht in ihr die perfekte Gefährtin und will sie nicht mehr gehen lassen. Ein psychotisches Kammerspiel beginnt.

Clares Traum von der Entdeckung einer neuen Stadt verwandelt sich in kürzester Zeit in einen Albtraum, beschränkt auf wenige Quadratmeter. Der Fremde und sein unschuldiges Auftreten trügen sie erfolgreich, ihr Instinkt versagt. Eine Angst, die wohl jede Frau kennt, wenn sie alleine reist und sich dabei Affären nicht verschließt: Ist der Mensch, mit dem du nach Hause gehst, vielleicht nicht doch ein Axtmörder, ein Verrückter? Das ist der Trailer:

Gefangen auf der Insel

Die Hölle, das sind die anderen. Diesem Leitstern folgt auch "Bokeh". Ein junges Pärchen besucht eine Insel und liebt sich in heißen Quellen. Bis sie eines Tages aufwachen und die Straßen menschenleer sind. Die Menschheit ist verschwunden – und das global. Sie stecken auf der Insel fest, für immer aneinander gebunden.

Hier ist es nicht der Fremde, der Probleme bringt. Es ist der eigentlich geliebte Mitreisende und die Beziehung zueinander, die unter den veränderten Bedingungen nicht mehr reibungslos funktioniert. Die Routine ist durchbrochen und plötzlich prallen Weltansichten aufeinander. 

Das ist Sci-Fi, der erstaunlich nah dran ist an der Wirklichkeit: Studien zeigen, dass in Deutschland wie den USA die meisten Beziehungen nach dem Urlaub beendet werden, vor allem nach den langen Sommerferien. Das ist der Trailer:

Kein Weg zurück

Die Angst des Festsitzens in einer monströsen Fremde verhandelt  auch "A Cure for Wellness". Ein junger New Yorker, der seinen Chef aus einem Schweizer Sanatorium abholen soll, stellt bald fest, dass es keinen Ausweg mehr aus der Anlage gibt. 

Um sich aus dem Luxus-Gefängnis zu befreien, muss er Jahrhunderte alte Wesen ausschalten, die sich mit magischem Wasser aus einer Bergquelle am Leben halten. Hier ist der Trailer:

Immer wieder Hai-Horror

In "Cage Dive", der dieses Jahr erscheint, reist eine Gruppe Amerikaner nach Australien, um ein Bewerbungsvideo für eine Reality-Show zu drehen. In einem Käfig lassen sie sich im Ozean versenken, um Haie zu beobachten – doch eine Welle bringt ihr Boot im Risikogebiet zum Kentern. Von da an zappeln die Freunde um ihr Leben.

Der Film gehört zum "Found-Footage"-Genre, tut also so, als ob echte Wackelbild-Aufnahmen entdeckt wurden. Hier steht die zunehmende Spaltung zwischen Natur und Mensch im Zentrum. Das Tier rächt sich an seinem oberflächlichen Zerstörer, für den die Umwelt maximal noch eine Leinwand für Selfies und Trigger für Likes ist.

Und die drei Amerikaner sind schuldig, wie der größte Teil der Menschheit: Schließlich sind sie bereit, mehr als 10.000 Kilometer zu fliegen, nur um das perfekte Image-Video zu drehen. Der Umwelt zuliebe. 

Das ist der Trailer:

Die Rache der Rentner

Im Horrorfilm "Offensive“ von 2016 ziehen Bernard und Helen, britische Rentner, nach Südfrankreich. Doch ein paar Jugendliche, ständig mit Smartphones unterwegs, fassen die Neugezogenen ins Auge – und zwingen das friedfertige Paar zur Gegenwehr.

Das Reisen zeigt hier die Entfremdung zwischen den Generationen. Sie sprechen im wahrsten Sinne unterschiedliche Sprachen, können die Welt des Gegenübers nicht verstehen. Und aus einer anfangs nur befremdlichen Kluft wird schnell ein blutrünstiger Krieg zwischen Jung und Alt, digital und analog. 

 So sieht der Trailer aus:


Haha

Richtig schön rumschleimen: Menschen können nicht aufhören, diese Videos zu gucken

Wenn wir als Kinder mal ein richtig gutes Stück Schleim in der Hand hatten, sah das meistens so aus: