Liebes Internet, manchmal bist du wirklich toll!

Sevelyn Gat will reisen. Einfach mal die Welt sehen, am liebsten China. Das Problem: Sevelyn Gat lebt in Kenia, hat keinen Reisepass und auch nicht das nötige Kleingeld, um von Afrika nach Asien zu kommen. Auf Facebook erfüllt sie sich dennoch ihren Traum.

Und postet mehrere Fotos – zum Beispiel von der Chinesischen Mauer :


Das Problem an der ganzen Facebook-Reise: Sie ist natürlich ein Fake und Sevelyns Freunde (und das Internet) haben die gephotoshopten Bilder sofort durchschaut.

Ein Meme beginnt: #WhereIsSeveGatsNow

Ungeachtet des Spotts wird der kenianische Start-Up-Gründer Sam Gichuru auf Sevelyn Gat aufmerksam.

Anstatt sie auszulachen, schreibt er:
"I like dreamers because I'm a dreamer and my weekend dream is your ticket to Hong Kong (or Beijing), China."

Gichuru betreut Nailab, eine Start-Up-Plattform, die jungen Kenianern Praktika und Jobs vermittelt. Via Facebook bittet er Freunde und Bekannte, für Sevelyn zu spenden. Keine 24 Stunden später ist genug Geld für einen Rundreise zusammen.


Sie hat ihre Geburtsurkunde erhalten und kann nun einen Reisepass beantragen. Ein Praktikum bei einem von Gichurus Start-Ups hat sie auch bekommen. Und das chinesische Staatsfernsehen hat mittlerweile über sie berichtet.

Der Trubel wurde Sevelyn wohl zu viel. Mittlerweile sind ihr Profil und damit auch die Bilder gelöscht.

I have left the country to china

Posted by Seve Gat's on Montag, 29. Februar 2016