Bild: dpa/Julian Stratenschulte
Klappt das wirklich?

Wer sich auf der Düsseldorfer "Kö" auf einer der Bänke niederlassen möchte, sollte besser zweimal hingucken: Er könnte sich in Papageiendreck setzen.

Hunderte Halsbandsittiche nutzen die Platanen auf der Königsallee als Schlafbäume – und als Klo.

Die grünen Exoten sind die Nachfahren entflogener Haustiere. Viele Düsseldorfer haben die Vögel ins Herz geschlossen – doch der Vogelkot nervt sie.

Das Düsseldorfer Gartenamt und die Interessengemeinschaft der Kö-Anlieger möchten die ungesitteten Sittiche nun dazu bewegen, den Schlafplatz zu wechseln. 

Dazu wollen sie einen in der Stadt heimischen, natürlichen Gegner unterstützen: den Wanderfalken. 
(Bild: dpa/Horst Ossinger)

Im Umfeld der Königsallee sollen Nisthilfen montiert werden. Aber Falk Hennigs, Vorsitzender des Landesverbands Deutscher Falkner in Nordrhein-Westfalen, zweifelt aber am Erfolg des Vorhabens. 

Natürlich hätte es einen gewissen "Charme", einen natürlichen Gegner einzusetzen, um die Halsbandsittiche zu vertreiben. Doch die Pläne seien wenig durchdacht, sagt er zu bento.

  • Wanderfalken jagen im freien Luftraum, erklärt Hennigs. Die Halsbandsittiche hingegen würden sich eher in Baumwipfelnähe aufhalten. Der Falkner vermutet, die Raubvögel würden sich deshalb eher an Stadttauben und Ringeltauben satt fressen, die seine Lieblingsbeute sind. Die Sittiche würden weitgehend unbehelligt bleiben. 
  • "Rechnungen wie 'Jetzt mach ich da mal zwanzig neue Horstplätze hin und dann kommen zwanzig neue Wanderfalken-Paare' werden nicht aufgehen", sagt Hennigs. Denn Wanderfalken haben ein ausgeprägtes Revierverhalten. Brutstätten in der Innenstadt müssten weit genug voneinander entfernt sein. Doch die Kö ist gerade mal einen Kilometer lang.
  • Wanderfalke nutzten ihren Horst vor allem im Sommer während der Brutzeit, erklärt Hennigs. Im Winterhalbjahr hingegen, wenn laut der Stadt das Sittich-Problem am größten ist, fliegt der Falke seinen Horst seltener an

Also: Die Halsbandsittiche würden von ihrem gefürchteten Nachbarn möglicherweise gar nicht so viel mitbekommen.

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