Zwei Fragen und Antworten zu den Rädern des Pleite-Unternehmens.

Der Ärger mit dem asiatischen Leihrad-Anbieter oBike geht weiter: Die Stadt Frankfurt lässt nun einige der Fahrräder verschrotten. Das sagte Stefan Lüdecke, Referent des Frankfurter Verkehrsdezernenten, der "Bild"-Zeitung. Die Regelung gelte zunächst für defekte Räder, sagte er. Demnach wisse die Stadt nicht mal, ob die Firma noch Eigentümer der Räder sei.

Was ist mit oBike los?

(Bild: dpa/Daniel Bockwoldt)

Die Firma aus Singapur ist pleite und für Nachfragen nicht erreichbar. Auch das deutsche Büro besteht nur aus einem Klingelschild (SZ). Mitte 2017 versuchte oBike, im deutschen Markt Fuß zu fassen – vergeblich. Neben den Fahrrädern bei Hamburg bleiben 20.000 weitere Leihräder in ganz Deutschland und den Niederlanden zurück.

An die Stadt München hat die Firma laut Süddeutscher Zeitung allerdings jüngst einen Brief geschickt. Die Ansage: In Europa wolle das Unternehmen weitermachen, die Räder weiterhin betreiben. Somit können die Behörden sie eigentlich nicht einfach wegräumen. Aus Frankfurt hingegen hat sich das Unternehmen offenbar zurückgezogen. Auf eine Frist der Stadt reagierte oBike laut Lüdecke nicht mehr.

Gibt es auch in anderen Städten Ärger?

Ja, viele deutsche Großstädte haben mit einer Flut an Leihrädern zu kämpfen. Vor allem in München sind viele der Räder inzwischen beschädigt, liegen im Gebüsch oder stehen auf dem Kopf. Im Internet kursieren Anleitungen, wie man die Räder sehr leicht knacken kann.

(Bild: dpa/Khang Nguyen)

In Hamburg lagern 10.000 neue oBike-Räder in einer Halle. Umzug-24 hatte die Räder übernommen, weil oBike die Räder zwar in der Lagerhalle abgestellt hat, aber seine Schulden nie bezahlte. Insgesamt hat Umzug-24 laut der Süddeutschen Zeitung bereits 28.000 oBikes auf Lager und will in weiteren deutschen Städten oBikes einsammeln. Die Hamburger Räder hat Umzug-24 jedoch an den Unternehmer Osman Tazik weiterverkauft. Er verscherbelt sie nun für 69 Euro (mehr dazu hier bei bento).


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