Nordamerika ist weit mehr, als was die Präsidenten von Kanada und der USA auf der weltpolitischen Bühne von sich geben: eine Sammlung großartiger Reiseziele, die Heimat beeindruckender Nationalparks, hunderter Kulturen und vielschichtiger Metropolen.

Es ist ein Kontinent der Extreme. Alleine die Grenze zwischen den USA und Kanada ist 8800 Kilometer lang. Über eine halbe Milliarde Menschen leben auf dem Kontinent, von Neufundland bis Hawaii teilt er sich auf acht Zeitzonen auf.

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Fühlen

"Und was, wenn alle merken, dass ich gar nichts kann?"
Ein Interview mit der Autorin Sabine Magnet über das "Impostor"-Phänomen

Susanne zweifelte immer wieder an ihren Fähigkeiten. Sie schrieb gerade ihre Promotion in Jura an einer süddeutschen Universität. Aber wie eine richtige Wissenschaftlerin fühlte sie sich nicht. "Ich las einfach nur Bücher und schrieb Sachen zusammen." Eine Doktorarbeit müsse doch komplexer sein als das. Leute, die promovierten, waren in ihren Augen hoch intellektuell. Da sah sie sich nicht.

Und das, obwohl sie schon ihr Studium als eine der Besten im Landesgerichtsbezirk abschloss. Dass sie in allen Klausuren im Hauptstudium sehr gute Noten bekam, hielt sie für reines Glück. Es war eben zufällig genau der Stoff drangekommen, auf den sie sich vorbereitet hatte. Rein zufällig also promovierte sie mit der Bestnote summa cum laude.

Susanne ist ein typisches Beispiel vom "Impostor"- oder dem "Hochstapler-Phänomen". Gemeint ist das Gefühl, den eigenen Erfolg nicht wirklich verdient zu haben. 

Stattdessen werden Zufall, Glück oder andere äußere Zustände dafür verantwortlich gemacht. Diese Menschen "halten sich für Betrüger*innen, die Kompetenz nur vortäuschen", schreibt die Journalistin und Autorin Sabine Magnet.

Erfolge sind ihnen unangenehm, sie spielen sie herunter oder verschweigen sie. Im schlimmsten Fall begleitet sie immerzu die nagende Angst aufzufliegen. 

In ihrem Buch "Und was, wenn alle merken, dass ich gar nichts kann?" hat sich Magnet intensiv mit Susanne, anderen Fällen und dem Phänomen an sich auseinandergesetzt.

Im Interview erzählt sie, woher das Impostor-Syndrom kommt, was es mit Menschen macht – und was sie dabei über sich selbst gelernt hat.