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Die Hauptstadt Brandenburgs ist eine Insel der Ruhe.

Ein paar Schritte aus der vollen S-Bahn, durch eine sonnenbeschienene Straße mit alten Backsteinhäusern, dann liegt auf einmal das Wasser vor mir. Die Enten und Fußgänger um mich herum schnattern, die Schiffe ziehen vorbei und der Lärm Berlins ist vergessen. Keine Stadthektik mehr, keine graue Betonwüste. Stattdessen Wasser, Bäume und Entspannung.

Weg ohne Dreck

Wir alle wissen, dass wir an unserem Lebensstil schrauben und die Welt besser behandeln sollten. Gleichzeitig wollen wir aber auch leben, reisen, genießen und neue Orte sehen. 

In unserer Urlaubsreihe stellen wir schöne Reiseziele vor, die auch mit wenig CO2-Ausstoß erreichbar sind.

An einem Wochenendtrip in die Hauptstadt brauche ich eine Auszeit – und finde in Potsdam eine Insel der Ruhe.

Die Haupstadt Brandenburgs ist tatsächlich eine Insel. Im Sommer kann man Potsdam mit dem Floß umpaddeln. Dabei kommt man an kleinen und großen Schlössern vorbei, an Biergärten und Sonnenden. Aber auch im Herbst bewährt sich Potsdam als entspanntes Gegenstück zu Berlin.

Zum Beispiel bei einem Spaziergang durch das Holländische Viertel.

Zwischen roten Backsteinhäusern mit gewundenen Dächern, großen Fensterläden und gepflasterten Straßen fühlt man sich tatsächlich ein bisschen wie in den Niederlanden. Ein Blumenladen verkauft bunte Sträuße. Die Menschen flanieren zwischen Cafés und kleinen Läden. 

Noch mehr Ruhe findet sich in den zahlreichen Grünanlagen der Stadt. Allen voran natürlich das prunkvolle Schloss Sanssouci, aber auch der Neue Garten oder der Park Babelsberg direkt an der Havel bieten mehr Spazierrouten, als man während eines Wochenendes abgehen kann.

Wenn es regnet, kann man sich in einem der Potsdamer Museen verkriechen. 

Seit 2017 gibt es beispielsweise das Museum Barberini, das große Meister ausstellt. Noch bis Februar zeigt es Stillleben von van Gogh, ab Februar Werke von Monet. Das Museumsgebäude am Alten Markt von Potsdam ist eines von mehreren Bauwerken, die nach historischem Vorbild wieder aufgebaut wurden. Der Platz an sich ist deshalb ebenfalls sehenswert – wenn auch eher künstlich als einladend.

Zwischen Kultur, Natur und Architektur vergisst man schnell, dass man nur eine halbe Stunde von der Hauptstadt entfernt ist. 

Und kann in der S-Bahn Richtung Berlin die Alltagsgeräusche um sich herum noch eine ganze Weile vergessen.

Praktische Infos für Potsdam:

Worauf sollte ich achten?

Bekannt ist Potsdam für seine Braukunst, besonders die "Potsdamer Stange" lohnt sich. Das Bier wird aus einem stangenförmigen Glas getrunken und schon seit fast 200 Jahren in Brandenburg gebraut.

Apropos Tradition: Ab Ende November beginnt der Adventsmarkt im Schloss Belvedere. Inmitten des UNESCO-Welterbes gibt es viele Stände mit Handgefertigtem oder gebrannten Mandeln.

Anreise:

Potsdam liegt 30 Minuten von Berlin entfernt und ist einfach mit der S-Bahn zu erreichen. Die Linie S7 fährt direkt bis zum Potsdamer Hauptbahnhof, von dem man alles fußläufig erreichen kann.

Unterkunft:

Wer gerne in der Natur aufwacht, sollte am besten ein Hotel am Havelufer buchen. Da ist der Blick auf das Wasser inklusive. Zentral wohnt es sich in einem Hostel in der Altstadt, von dort lässt sich auch einfach die Stadt erkunden.


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"Wie viel haben Sie getrunken?"

 "Das weiß ich nicht mehr."

 "Worum ging es bei Ihrem Streit?"

 "Keine Ahnung." 

 "Auf welche Gesichtshälfte haben Sie die Geschädigte geschlagen?"

 "Das kann ich nicht mehr sagen."