Bild: dpa/Jan Woitas
Schnell mit dem Zug zu erreichen, günstig, Natur pur!

Du hast nur ein Wochenende Zeit, um Urlaub zu machen? Nicht verzweifeln: Es ist möglich. Wir zeigen dir spannende Orte innerhalb Deutschlands, die du schnell mit dem Zug erreichen kannst – und die dein Wochenende zu einem besonderen Erlebnis machen.

Auf nach Baden-Württemberg!

(Bild: dpa / Felix Kästle)

Wohin genau?

Nach Malereck in Langenargen.

Warum?

Der Bodensee ist der größte See Deutschlands. Ein besonderer Ort ist das Malereck. Dort gibt es einen Strand aus Kieselsteinen, öffentlich zugänglich und umsonst. Mit Blick auf die Alpen ist der Sonnenuntergang einmalig, Romantik pur, fast kitschig. Es gibt Toiletten, Duschen, Grillstellen. Und in Langenargen sind genug Supermärkte. 

Wie komme ich hin?

Langenargen selbst hat einen kleinen Bahnhof. Von dort aus sind es 20 Minuten zu Fuß zum Malereck. 

Wo wohne ich?

Der Camping-Park Gohren ist zu Fuß eine halbe Stunde vom Strand entfernt. Hier kannst du unter mehreren Wohnarten auswählen, von günstig bis teuer. Am billigsten ist es natürlich, wenn du dein eigenes Zelt mitbringst. Pro Person kostet eine Nacht dann 11 Euro.

Auf nach Bayern!

(Bild: dpa / Nicolas Armer)

Wohin genau?

Nach Oberfranken. In die Fränkische Schweiz.

Warum?

Weil du man dort klettern (lernen) kann. Die Fränkische Schweiz gehört mit über 6000 Routen zu den am besten erschlossenen Klettergebieten der Welt. Entweder fragst du einfach Leute am Fels, ob du mal mitmachen darfst, oder du besuchst einen Kurs in der Gegend. Kletterer sind sehr entspannte und offene Leute. Abgesehen von tollen Felsen gibt es einige Burgen und Ruinen. Zum Wandern kannst du also auch gut herkommen.

Wie komme ich hin?

Von Nürnberg aus gibt's einen Zug nach Obertrubach. Dauert eine gute Stunde. Nach Forchheim kommst du in nur 25 Minuten. 

Auf ins Saarland!

Wohin genau?

Nach Losheim am See.

Warum?

Wie der Name schon sagt, dreht sich in Losheim ein großer Teil des Freizeitangebots um den dortigen See. Aber das beschauliche Losheim hat noch mehr zu bieten. Ausgezeichnete Wanderwege rund um den Stausee, Fahrten mit der Museumsbahn durch die schönen Landschaften des Saarlandes. Mit einem Linienbus ist auch ein Tagesausflug in das nahgelegene Luxemburg möglich.

Wie komme ich hin?

Mit der Regionalbahn fährt man von Saarbrücken etwa eineinhalb Stunden nach Losheim am See.

Auf nach Rheinland-Pfalz!

(Bild: bento / Lisa Maucher)

Wohin genau?

Nach Heidenfahrt bei Heidesheim.

Warum?

Im Rhein zu baden ist nicht an jeder Stelle eine gute Idee. In Heidenfahrt ist es ungefährlich, obwohl die Strömung spürbar ist. Sie trägt einen von Strand zu Strand. Denn genau den findest du in Heidenfahrt, aus Sand. Mit Blick auf Hessen, direkt auf der anderen Rhein-Seite, mit Blick auf viele Bäume auf einem Hügel. Grillen ist erlaubt. Und oft werden direkt am Eingang zum öffentlichen Strand Äpfel, Kirschen oder Erdbeeren verkauft. 

Wie komme ich hin?

Von Mainz aus mit dem Zug nach Heidesheim, in acht Minuten. Von dort aus läufst du noch 20 Minuten zum Strand. 

Wo wohne ich?

Am besten auf dem Campingplatz direkt nebenan, "Inselrhein Heidenfahrt". 8 Euro kostet die Nacht pro Person. Ein Zelt kannst du dir für sieben Euro ausleihen. Der Campingplatz hat einen Wein- und Biergarten.

Auf nach Hessen!

(Bild: dpa / Sophie Rohrmeier)

Wohin genau?

Ans Felsenmeer im Odenwald.

Warum?

Bei einer Wanderung kann man sich kaum sattsehen. Überall Felsen. Am oberen Ende des Felsenmeers gibt es eine kleine Quelle, die zwischen den Steinen runter ins Tal fließt. Hier ist man wirklich aus der Welt, obwohl die Stadt nicht weit weg ist. Es gibt auch ein paar Stellen, an denen man bouldern kann. Oder Mountainbiken.

Wie komme ich hin?

Mit dem Zug kommst du von Darmstadt in 15 Minuten bis Bensheim. Dann fährst du mit dem Bus der bis Reichenbach, Haltestelle Marktplatz. Von da aus ist der Anfang des Felsenmeeres in 20 Minuten zu erreichen.

Auf nach Nordrhein-Westfalen!

(Bild: dpa / Patrick Pleul)

Wohin genau?

Nach Olsberg im Sauerland.

Warum?

In Olsberg gibt es den sogenannten Qualitätsweg "Wanderbares Deutschland". Das Besondere daran ist, dass sich auf dem 39 Kilometer langen Weg mehrere Kneipp-Tretstellen befinden, zum Beispiel die Luisenquelle.

Olsberg ist ein anerkannter Kneipp-Kurort. Wenn die Füße also vom vielen Laufen ein wenig schmerzen – kein Problem. Wie genau dieses Kneippen funktioniert, erklären viele Infotafeln vor Ort. Die Wanderpfade sind naturbelassen, es gibt mehrere Aussichtspunkte und Einkehrmöglichkeiten.

Wie komme ich hin?

Von Paderborn aus nimmst du den Zug nach Olsberg, dort gibt es einen Bahnhof. Dauert eineinhalb Stunden. 

Wo wohne ich?

Pensionen, Gasthöfe, Hotels und Ferienwohnungen: Es gibt von allem viel.

Auf nach Niedersachsen!

Wohin genau?

Nach Lüneburg.

Warum?

Lüneburg ist eine Stadt südöstlich von Hamburg. Mit wunderschöner Altstadt, guten Restaurants und viel Grün. Vom Stress der Großstadt ist wenig zu spüren: Es gibt einen Markt, kleine Cafés – und ein großes Kino.

Lüneburg ist Studentenstadt – es gibt Uni-Workshops zum Mitmachen, Theaterfestivals, Open-Air-Konzerte. 

Wie komme ich hin?

In einer halben Stunde fährt der Metronom vom Hamburger Hauptbahnhof in die kleine Hansestadt. 

Auf nach Bremen!

Wohin genau?

Ins Bremer Blockland.

Warum?

Inmitten der Naturschutzgebiete "Untere Wümme" und "Kuhgrabensee" gibt es mehr Kühe als Menschen  – und damit eine wunderbare Ruhe zum Runterkommen. Bei einer Torfkahnfahrt kannst du die ehemaligen Feucht- und Moorgebiete zwischen Bremer Blockland und Teufelsmoor vom Wasser aus kennenlernen. Die Tour beginnt am Torfhafen in Findorff, an Bord lässt sich Wissenswertes erfahren rund um den Torfabbau in früheren Zeiten.

Wie komme ich hin?

Vom Bremer Hauptbahnhof dauert die Busfahrt zur Haltestelle Findorfallee nur vier Minuten. 

Auf nach Hamburg!

Wohin genau?

An den Öjendorfer See.

Warum?

Die große Liegewiese und das für seine Sauberkeit bekannte Wasser ist die ideale Abkühlung an heißen Sommertagen. Für wasserscheue Besucher bietet der anliegende Park auch einen Minigolfplatz, Wanderwege und eine Ponyreitbahn.

Wie komme ich hin?

Einfach in die U2 steigen und am U-Bahnhof Merkenstraße aussteigen. Von dort geht es dann mit dem Bus weiter. Vom Hamburger Hauptbahnhof aus dauert die Fahrt ungefähr 50 Minuten. Wer es gern sportlich mag, kann sich auch auf das Fahrrad schwingen und die rund zehn Kilometer radeln.

Auf nach Schleswig-Holstein!

Wohin genau?

Nach Bad Malente.

Warum?

Weil du hier Ruhe hast. Keine Party, keine Disco, kein Schaulaufen: Hier sitzt du einfach am See, unterhältst dich beim Schokokuchen mit Omas im Café. Ein Kurztrip in deine Zukunft als Rentner, quasi – und sehr gut zum Runterkommen.

Wie komme ich hin?

Über Hamburg fahren, von dort dauert es im RE80 Richtung Lübeck etwa eineinhalb Stunden. Der kleine Bahnhof liegt direkt in der Ortsmitte, die meisten Hotels solltest du von dort zu Fuß erreichen können.

Auf nach Mecklenburg-Vorpommern!

(Bild: dpa / Hans Wiedl)

Wohin genau?

Zum Tollensesee in Neubrandenburg.

Warum?

Man kann direkt am See Fahrräder mieten, es gibt viele Picknickplätze und zum Sonnen den Sandstrand. Das Wasser ist lange flach, zum Hineinspringen gibt es einen Steg. Wer was lernen will, kann zum ehemaligen nationalsozialistischen Musterdorf Alt Rehse laufen und sich die alten Häuser der Nachbarschaft ansehen.

Wie komme ich hin?

Mit dem MV-Ticket und der Nord-Ostsee-Bahn. Mit dem Bus vom Bahnhof zwei Minuten bis Hochschule fahren und von dort aus 15 Minuten zur Badestelle laufen.

Auf nach Brandenburg!

Wohin genau?

Nach Bad Saarow.

Warum?

Das Naturidyll am Scharmützelsee genoss schon beim berühmten deutschen Dichter Theodor Fontane Beliebtheit. Zwar dürfte dort zu seiner Zeit nicht allzu viel los gewesen sein, doch waren es vor allem die weiten Ufer des "Merkischen Meeres" (wie er den Scharmützelsee nannte), die es ihm angetan hatten.

Heute bietet der malerische Kurort mit rund 5000 Einwohnern den zweitgrößten See Brandenburgs, 300 Kilometer Rad- und Wanderwege, Thermalbad und verschiedene Sportangebote.

Wie komme ich hin?

Der Ort ist 70 Kilometer von Berlin entfernt. Mit der Bahn dauert es vom Berliner Hauptbahnhof eine Stunde nach Bad Saarow. Allerdings muss man ein paarmal umsteigen.

Auf nach Berlin!

(Bild: dpa / Herbert Knosowski)

Wohin genau?

Zum Havelhöhenweg.

Warum?

In Berlin lässt sich erstaunlich gut wandern. Eine tolle Strecke ist der "Havelhöhenweg". Er führt von der Heerstraße/Stößenseebrücke im Norden entlang des Ost-Ufers der Havel bis zum Wannsee im Süden. 

Auf den zehn Kilometern Wanderweg kommst du an verschiedenen Sehenswürdigkeiten vorbei, zum Beispiel dem Grunewaldturm, der eine Aussichtsplattform auf 36 Meter Höhe hat. 

Wie komme ich hin?

Vom Berliner Hauptbahnhof kannst du in gut 30 Minuten zur Haltestelle Havelchaussee fahren. An der Haltestelle Wannsee steigst du vom Zug in den Bus um.

Auf nach Sachsen-Anhalt!

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Wohin genau?

Zum Brocken im Harz in Wernigerode.

Warum?

Der Harz gehört zu den schönsten und urigsten Wäldern Deutschlands. Mit Moos überwucherte Kiefern liegen neben dem Wegrand, massive Felsbrocken ragen empor – und dann dröhnt irgendwo zwischen den Bäumen eine Dampflok. Die Harzer Brockenbahn.

Vom Bahnhof Drei-Annen-Hohne schnauft sie sich auf den 1142 Meter hohen Gipfel des Brockens. Der Berg war zu DDR-Zeiten Grenzgebiet – heute können Wanderer vom Gipfel nach Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt schauen.

Wie komme ich hin?

Die Anbindung ist nicht die beste, zugegeben. Aber der Weg lohnt sich. Von Hannover und Leipzig aus fährt der öffentliche Verkehr in zwei Stunden nach Wernigerode.

Auf nach Sachsen!

(Bild: dpa/Jan Woitas)

Wohin genau?

Ins Leipziger Neuseenland.

Warum?

Das Leipziger Neuseenland ist super jung – vielleicht sogar jünger als du selbst. Die Seen entstanden erst in den letzten 20 Jahren aus alten Tagebau-Gebieten, und bis heute wird noch an ihnen gearbeitet. Dabei gibt es ganz unterschiedliche Dinge zu entdecken, vom gut besuchten Nordstrand am Cospudener See bis hin zur olympiatauglichen Kanu-Anlage, Segelbooten und einem Freizeitpark am Wasser ist alles dabei.

Die Seen sind über Kanäle und Flüsse miteinander verbunden. Kein Wunder, dass viele Leipziger sagen: Bei uns ist man schneller am See als auf der Autobahn.

Wie komme ich hin?

Vom Leipziger Hauptbahnhof Zwenkau dauert es 40 Minuten mit der S-Bahn.

Auf nach Thüringen!

(Bild: bento / Marc Röhlig)

Wohin genau?

Nach Gera.

Warum?

Gera ist eine ehemalige Industriestadt, seit der Wende stehen viele Plattenbauten leer, die Fabriken sind stillgelegt. Auf den zweiten Blick tauchen aber viele interessante Kleinode auf.

Gera ist die Geburtsstadt des Malers Otto Dix, die Kunstsammlung der Stadt zeigt seine besten Werke. Auch der Bauherr Henry van de Velde wirkte hier – Architekturfans können Jugendstil-Villen wie das Haus Schulenburg besuchen. Im Stadtwald liegt der Geraer Tierpark, entlang der Elster führt ein Radweg bis nach Leipzig.

Wie komme ich hin?

Aus Leipzig oder Erfurt ist Gera mit der Regionalbahn gut zu erreichen, dauert jeweils eine Stunde.


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