Bild: Jannik Obenhoff

Einfach ein Junge mit einer Kamera – so stellt sich Jannik Obenhoff in seiner Kurz-Bio auf Instagram vor. Doch damit ist der 16-jährige Schüler aus München noch bescheiden. Denn: Seine Bilder sind atemberaubende Landschaftsaufnahmen, mit denen er ein gutes Auge beweist. Ergebnis: Er hat mehr als 447.000 Follower.

(Bild: Jannik Obenhoff)

Doch während viele andere Instagrammer Fotos aus London, Kalifornien oder Bali posten, konzentriert Jannik sich auf Deutschland. Und das kann sich sehen lassen, gewaltige Gebirgsketten, neblige Seen – manchmal vergessen wir wohl vor lauter Fernweh, wie schön es auch ganz in der Nähe sein kein.

Träum dich in die Natur – in der Slideshow kannst du Janniks Bilder anschauen:
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Wir haben mit Jannik über seine Leidenschaft für Naturfotografie und seinen Erfolg gesprochen.

Auf Instagram posten die Leute vor allem exotische Reiseziele. Warum fotografierst du ausgerechnet in Deutschland?

Man muss nicht unbedingt Tausende Kilometer irgendwo hinfahren, es gibt auch viele Orte in Deutschland und Österreich, die genau so schön sind – oder sogar schöner. Meistens suche ich mir bestimmte Stellen über Google Maps raus, fahre dann dort hin und hoffe, dass es sich lohnt. Viele Orte haben mich überrascht, besonders der Seebensee bei Ehrwald.

Andere Länder reizen dich gar nicht?

Ich war schon oft in Österreich, der Schweiz und in Italien unterwegs zum Fotografieren, aber reizen würden mich insbesondere Island und Kanada. In Italien war ich in den Dolomiten, die mir sehr gefallen haben. Aber reizen würden mich Island wegen der unterschiedlichen Landschaften. Von Vulkanen bis zu Eisfeldern oder Wüsten, dort gibt es fast jede Art von Natur. Außerdem interessiert mich Kanada, wegen der ganzen Bergseen und der National Parks.

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Warum hast du mit der Natur-Fotografie angefangen?

Ich bin schon immer mit meinen Eltern in die Berge gegangen, da wir in der Nähe der Alpen wohnen. Als ich mit dem Fotografieren angefangen habe, war ich dann mit der Kamera unterwegs. Und jetzt kann ich das Ganze gut verbinden.

Wo hast du gelernt, so zu fotografieren?

Vieles habe ich durch YouTube-Videos gelernt. Auch mein Vater, der gelegentlich fotografiert, konnte mir viel beibringen. Meine erste Kamera habe ich vor zwei Jahren zum Geburtstag bekommen, davor habe ich immer mit einem iPod Fotos gemacht.

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Wie gelingen dir diese gewaltigen Aufnahmen aus der Luft?

Ich benutze seit rund einem Jahr eine Drohne. Die war schon teuer, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Zu steuern ist sie auch leicht, nach ein paar YouTube Videos ist das kein Problem. Sie ist mir Gott sei dank noch nie runtergekracht, aber ich passe auch immer gut auf, wo ich sie fliegen lasse.

Deine Bilder kommen auf Instagram gut an.

Es freut mich immer wieder zu sehen, dass so vielen Leuten meine Bilder gefallen. Und es ist auch immer wieder ein gewisser Ansporn, Fotos zu machen, die die Leute ansprechen und für die man dann ein positives Feedback bekommt. Die bisher coolste Reaktion war zu einem Zeitpunkt, als ich noch um die 50.000 Follower hatte. Damals hat mein Lieblings-Instagrammer, Alex Strohl, eines meiner Bilder kommentiert – und seitdem folgt er mir.


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