Die Hauspartys, bei denen man am meisten Spaß hat, finden bei anderen Leuten statt. Da kann man kommen, wann man Bock hat, und gehen, wenn man müde ist. Man muss sich keine Sorgen machen, dass der Gin gleich alle ist, und wenn jemand sein Glas fallen lässt, musst nicht ausgerechnet du die Kehrschaufel auspacken.

Aber man kann ja nicht immer anderer Leute Wohnung zerlegen: Zwischendurch muss man selber ran. Und wenn es mal wieder so weit ist, sollte man a) grob wissen, was für eine Art Party das werden soll, und b) das jeweils notwendige Zubehör dafür zu Hause haben.

Hier also ein kleiner Guide für beides, sortiert nach zunehmendem Eskalationsgrad.

Dinner-Party

Ach, so erwachsen sind wir also schon, ja? Na gut, wenn du meinst. Wenn du aber schon den Spießerlifestyle leben willst (#normcore), dann muss der Tisch auch dementsprechend aussehen: ein großes, weißes Tischtuch, wo du den Rotwein im Leben nicht mehr rausbekommst, Kerzen in edlen Ständern, Stoffservietten (die du vorher mithilfe dieses Buches zu falten gelernt hast), gescheites Besteck und Weingläser. Musikalisch hast du die Wahl zwischen seichtem Jazz und Katie Melua.

Und dann gibt's erst Sekt (Gläser und Kühler) zum Empfang, dann Vorspeise (Kochbuch), Hauptgang (Kochbuch) und Dessert (Kochbuch).

Eine ganze Menge Schnickschnack, sagst du? Ihre Lordschaft hat es ja nicht anders gewollt, sagen wir.

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Koch-Party

Statt allein für deine Gäste zu kochen, kannst du einfach auch jedem Gast eine Kochschürze umhängen, eine Kochmütze aufsetzen und einen Kochlöffel in die Hand geben. Und dann wird losgelegt. Hannes hackt den Koriander, Jenny schlägt die Sahne, und Ali bereitet schon mal die Schnitzel-Panade vor. Und dann überlegt ihr, was zur Hölle ihr aus diesen Zutaten bitte kochen sollt. Wird nicht unbedingt gut, macht aber immer Spaß.

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Aus Erfahrung weiß man, was bei diesen Anlässen grundsätzlich fehlt: genügend scharfe Messer, Schneidebrettchen, Pflaster. Es braucht ordentlich Rotwein "zum Kochen" und einen extra Bluetooth-Speaker (weil man in der Küche die Anlage nicht hört). Und am nächsten Tag brauchst du eine neue Küche.

Spieleabend

Dass der Spieleabend hier überhaupt als eine Art Party geführt wird, ist für manche schon hart an der Schmerzgrenze. Wer normalerweise ins Berghain geht, wird sich bei einer Runde Catan nicht unbedingt zu Hause fühlen. Heißt ja aber nicht, dass man nicht trotzdem Spaß haben kann.

Weil es bei jedem Spiel jemanden gibt, der es scheiße findet und die Sache nach der ersten Runde boykottiert, braucht man immer mehrere Spiele: Die Legenden von Andor (Teil 1 und 2) kommen allgemein gut an, Concept ebenso. Wer mehr Bewegung mag, soll sich ein Bop It! holen – echte Gilmore Girls Fans haben aber eh schon so ein Ding.

Wer trotz Spieleabend Hoffnung haben will, am Ende der Party jemanden nackt zu sehen, sollte Poker da haben, was nach ein paar Drinks immer (immer!!!) zu Strippoker wird. Das lässt sich dann auch ganz gut mit der…

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Longdrink-Party

…kombinieren. Longdrink-Partys sind wie Dinner Partys nur ohne Essen. Stattdessen besorgt man eine Auswahl sehr guten Alkohols (ein Whiskey, ein Gin, ein noch was), ein paar Mixgetränke, Obst und Eis. Dann das nötige Zubehör zum Mixen und ein paar schöne Longdrinkgläser (aus Marmeladegläsern trinken ist so August 2016!). Für Moscow Mule müssen es natürlich Kupferbecher sein.

Und dann besorgst du dir entweder wen, der mit all dem umgehen kann, oder mindestens ein gutes Buch mit Longdrinkrezepten. Denn jedes Mal, wenn jemand seinen teuren Whiskey nach Bauchgefühl mit Cola verdünnt, kriegt irgendwo ein Barkeeper Schluckauf. Und das kann ja wohl keiner wollen.

Künstlerfest

Gemeint ist eine Party, auf der die Gäste sich künstlerisch ausleben dürfen. Zum Beispiel kaufst du Einweg-Maleranzüge, eine riesige Leinwand, Stifte und Acrylfarben und bittest deine zunehmend betrunkenen Freunde, sich zu verewigen.

Oder du kaufst Wasserfarben, Zeichenblöcke und ein paar Säcke Kartoffeln, damit ihr euch mal alle wieder wie Grundschüler fühlen könnt. Oder Ton oder Knete oder was der Künstlerbedarfsladen eben so her gibt.

Wird gut und man lernt eine Menge über das Unterbewusstsein seiner Freunde. Außerdem hat man nachher ein Kunstwerk, das man sich zu Hause aufhängen kann. Also, wenn man Bilder mag, die aus Weinrändern, Penissen, sowie höchst misslungenen und dann schlampig übermalten Selbstportraits bestehen. So Leute soll es ja geben.

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Motto-Party

Motto-Partys sind ein bisschen wie Rollenspiel-Sex: Man sollte erst damit anfangen, wenn die Standard-Version einen richtig, richtig langweilt. Ebenfalls wie bei Rollenspielen, scheint es einen sehr beschränkten Fundus an Ideen zu geben: Jedes Wochenende macht wer eine Bad-Taste-Party, eine Neunziger-Party (wo man die Sachen von der Bad-Taste-Party noch mal anziehen kann), Ganz in Weiß oder (Gilmore Girls sei Dank) eine Tarantino-Party.

Wenn doch aber schon Motto, dann bitte ausgefallener: Jeder kommt als sein Lieblings-Meme, verkleidet sich als das Klischee, das andere Leute von ihm haben, oder zieht sich als seine Leibspeise an. Kreativität ist gefragt.

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Verbindungs-Party

Wenn irgendwer weiß, wie man Party macht, dann Studentenverbindungen. Haben wir gehört. So eine Feier ist auch recht günstig zu organisieren. Du brauchst diese roten Trinkbecher, die sich auch perfekt für Bier-Pong eignen (Tischtennisbälle nicht vergessen). Du brauchst eine Bowle-Schüssel und einen Flachmann, aus dem du heimlich Schnaps in die Bowle kippst. Du brauchst tonnenweise Chips, Bier vom Fass, das du dann durch einen Trichter trinkst, und ein paar Eddings, mit denen du jeden anmalst, der auf deiner Couch einpennt.

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Smartphones solltest du lieber einsammeln, weil du nichts, was auf diesem Fest passiert, auf Facebook sehen willst. Stattdessen kannst du Einwegkameras verteilen. Dann wirfst du dir deine Toga über, machst dir dein erstes Bier auf und wartest, dass die Gäste kommen. Gonna be awesome, bro!

Abriss-Party

Egal, wie du feierst: Am Ende wird deine Wohnung eh aussehen wie Sau. Darum ist die einzige Party, die richtig Sinn macht, auch die Abriss-Party. Wenn du eh demnächst ausziehst, deine Möbel nicht mitnimmst und alles neu streichen musst, kannst du vorher auch deine Freunde auf die Wohnung loslassen.

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Neben Eddings und Spraydosen brauchst du dafür vor allem das richtige Werkzeug: einen ordentlichen Vorschlaghammer. Während sich die anderen Partygäste hinter dem Absperrband in Sicherheit bringen, lässt dann immer einer – ausgerüstet natürlich mit Helm, Schutzbrille und Handschuhen – all seine Aggressionen an auserwählten Ex-Möbelstücken aus. Der Schreibtisch, an dem du deine Bachelor-Arbeit geschrieben hast? Kleinholz! Der ironische Gartenzwerg, den dein Ex dir geschenkt hat? Ein Scherbenhaufen!

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Ahhh, wie befreiend! Wie erlösend! So muss Party sein!


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J.K. Rowling verrät dir jetzt deinen Patronus – einige Fans sind allerdings enttäuscht

Harry Potters Patronus ist ein Hirsch. So weit, so edel. Und auch andere Patroni aus der Welt von Hogwarts können sich sehen lassen: Phönixe, Wölfe, Katzen. Selbst Hermines Otter ist irgendwie eine coole Nummer.

Potterheads wissen: Dein Patronus spiegelt irgendwie deine Seele wider, er ist tiergewordener Charakterzug. Und er verteidigt den, der ihn aufruft, gegen dunkle Kräfte wie Dementoren.

Joanne K. Rowling hält nun ein neues Gimmick für Fans bereit:

In einem interaktiven Quiz auf Pottermore kann jeder seinen eigenen Patronus herausfinden.