Zwei Freunde in Prag machen es vor

In der tschechischen Hauptstadt Prag werden Touristen offenbar besonders dreist abgezockt. Am Altstädter Ring, dem zentralen Marktplatz, bietet eine Wechselstube den Umtausch in tschechische Kronen an. Der Laden wirbt zwar mit "0% Commission", der tatsächliche Wechselkurs ist aber richtig schlecht. So erzählt es Janek in seinem neuen YouTube-Video. Der Tscheche gibt sich darin als moderner Robin Hood.

Seit Jahren sei das schon so, sagt er, und niemand unternehme etwas gegen die Abzocke. Denn der schlechte Wechselkurs ist ganz transparent angegeben: Wenn Touristen darauf reinfallen, sei das eben ihr Pech. Ein paar hundert Meter weiter gibt es für einen Euro nicht 15 Kronen, sondern 25 und mehr.

Trotzdem ärgert sich Janek über die Abzocke – und hat sich mit seinem Kumpel Honza für sein Video vor die Wechselstube gestellt und Touristen gewarnt. Gleich zweimal rückte deswegen die Polizei an – aber seht selbst:

Janek und Honza geben auf YouTube jede Menge Tipps für einen Prag-Besuch. Von einigen Zielen, die in jedem Reiseführer stehen, raten sie ab. Statt sich auf die Prager Burg zu quälen, schlagen sie vor: Besser gemütlich hinsetzen und ein Bier trinken. "Das Leben in Prag ist ein Traum", sagt Janek. Den sollen auch Touristen erleben können – ohne abgezockt zu werden.

Es ist nicht die erste Robin-Hood-Aktion von Janek: In mehreren YouTube-Videos hat er mit einem Kumpel Touristen-Abzocker auffliegen lassen. "Prague vs. Crooks" heißt die Serie, die laut Janek schon Dieben wegen organisierten Betrugs mehrjährige Haftstrafen eingebracht hat.

Und noch ein Tipp: Achtung bei Geldautomaten

Wer vor Wechselstuben einen großen Bogen macht und Geldautomaten nutzt, muss trotzdem aufpassen: Viele Banken bieten den Kunden beim Abheben an, den Umtausch von Euro in die Landeswährung vorzunehmen. Nur dann könne der Wechselkurs garantiert werden.

Das stimmt zwar – aber der angebotene Kurs ist in den allermeisten Fällen deutlich schlechter als der Kurs der eigenen Bank. Also besser das Konto nicht in Euro belasten, sondern in der Landeswährung.


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Rebellen und Regierung wollen Frieden. Doch die Kolumbianer haben dagegen gestimmt
Die wichtigsten Fragen und Antworten

In Kolumbien ging es um eine einfache Frage: Wollt ihr den Frieden? Anders als erwartet hat am Sonntagabend eine knappe Mehrheit (50,21 Prozent) der Kolumbianer mit "Nein" gestimmt. Die Wahlbeteiligung lag bei 37 Prozent. Nur 13,1 Millionen der 34,9 Millionen Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

Damit lehnte die Bevölkerung den Friedensvertrag zwischen der Regierung und den Revolutionären Streitkräften Kolumbiens (Farc) ab. Fast vier Jahre hatten Regierung und Rebellen an diesem Vertrag gearbeitet. (SPIEGEL ONLINE)

Vor allem in den Städten war die Wahlbeteiligung niedrig. Dort, wo kaum jemand mit der Farc in Berührung kommt. Auf dem Land hingegen hatten die meisten Menschen mit Ja gestimmt, das zeigen erste Auswertungen. Jene Menschen also, die besonders von dem Konflikt betroffen waren. (Zeit Online)