Bild: Andrew Ling

Früher, als der Kopf kaum über den Sandkastenrand ragte, erschien die Welt wie ein riesiger, magischer Ort. Und man selbst fühlte sich unfassbar winzig. Im Laufe des Lebens dreht sich dieses Gefühl bei den meisten. Durch die Displays unser Smartphones wirkt die Welt irgendwann ziemlich klein. Manchmal sogar beengend.

Andrew Ling, ein junger Fotograf aus Seattle, will unseren Blickwinkel wieder ändern – und lässt Menschen vor gewaltigen Landschaften posieren. Klein wie Ameisen wirken sie im Vergleich zu den irren Gesteinsformationen im chilenischen Nationalpark "Torres del Paine" oder den "Multnomah Falls" in Oregon.

Hier kannst du dir die besten Aufnahmen anschauen:
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Mehr als 44.000 Menschen folgen Andrews bereits auf Instagram. Über 200 Aufnahmen aus Patagonien, Island und dem Death Valley in Kalifornien hat er dort schon veröffentlicht. Manchmal ist er selbst in den Fotos zu sehen. Er sucht dann das perfekte Panorama, stellt seine Kamera richtig ein und rennt so weit wie möglich von der Linse weg. Auf anderen Bildern lichtet er seine Reisepartner ab oder völlig fremde Personen. Alle Bilder haben eines gemeinsam: Der Mensch ist fast nie im Zentrum, sondern lediglich ein Mittel, um die Proportionen zu erahnen.

Wir haben mit Andrew gesprochen und ihn gefragt, warum er Bilder macht, auf denen Menschen nicht die Hauptrolle spielen:

Andrew, was willst du mit deinen Bildern erreichen?

Ich möchte mit meinen Fotos Menschen inspirieren und sie im besten Fall dazu animieren, sich selbst auf den Weg zu machen und die Welt zu sehen. Egal ob 18, 26 oder 80 – wir werden nie wieder so jung sein, wie in diesem Moment. Im Alltag vergisst man schnell, wie riesig unser Planet ist und wie winzig unsere Probleme und Eitelkeiten im Vergleich dazu eigentlich erscheinen.

Welcher Ort auf deinen Reisen hat dich besonders berührt?

Schwer zu sagen. Jeder einzelne Ort hat seine ganz eigene Magie. Nimmt man aber alles zusammen, die spektakuläre Landschaft, die Wasserfälle und den Charakter der Menschen, dann hat mich Island am meisten beeindruckt.

Welches Reiseziel steht ganz oben auf deiner Liste?

Meine Liste ist unendlich lang. Ich möchte eigentlich gar nicht mehr aufhören zu reisen. Wenn ich mich aber in diesem Moment entscheiden müsste, dann würde ich meine Sachen packen und in die Antarktis aufbrechen.

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