Ich hab’ Liebe auf dem Line-Up, Baby!

Es gibt bekanntlich hundert Wege, um One-Night-Stands, Affären und potentielle Partner kennenzulernen. Und jede Methode hat ihre Vorteile: Wenn du zum Beispiel von Freunden verkuppelt wirst, sind die Chancen vergleichsweise hoch, dass dein Date ganz gut zu dir passt. Wenn du andererseits auf einer Firmenfeier was mit einem Kollegen anfängst, musst du deine Beziehung nachher immerhin nicht mehr umständlich bekanntgeben, weil eh schon alle über euch sprechen. Tinder ist unverbindlich, Blind-Dates aufregend, und nichts ist romantischer als mit deinem Schwarm an einer Straßenecke zusammenzustoßen und beim gemeinsamen Bücherwiederaufheben nach einem Rendezvous zu fragen.

Eine Art, Liebschaften kennenzulernen, wird bei solchen Aufzählungen jedoch in der Regel vergessen: die Festival-Romanze. Und das, obwohl sie nicht nur einen Vorteil hat, sondern mindestens diese sieben:

1.

Wahrscheinlich hättet ihr euch im echten Leben nie getroffen

Bekanntlich leben wir alle in kleinen, homogenen Blasen. Physiker hängen fast nur mit Physikern rum, Ingenieurinnen mit Ingenieuren, sogar Influencer bleiben die meiste Zeit unter sich. Und darum datest du dann auch immer nur Leute, die ungefähr so sind wie du. Alle wohnen im selben Viertel, kaufen in denselben Läden, arbeiten in derselben Branche oder gehen auf die gleiche Uni. 

2.

Man sieht sich gleich so, wie man wirklich ist

Zum ersten Date kommt man in seinem feinsten Hemd, frisiert und/oder geschminkt. Man kehrt sein bestes Selbst hervor, ist höflich, zurückhaltend und kultiviert. Kurz: Man verstellt sich komplett.

Beim Festival geht das gar nicht. Erstens sind deine Freunde dabei und Freunde sind in solchen Dingen bekanntlich grausam: Sie würden deine Masche sofort auffliegen lassen. Vor allem aber bist du spätestens nach der ersten Partynacht viel zu fertig mit der Welt, um dich zu verstellen.

Wenn sich eure Blicke also über die Köpfe der Partymeute hinweg zum ersten Mal treffen, seht ihr euch gleich so, wie ihr wirklich seid: ein bisschen unordentlich, ein bisschen schwer von Begriff, ein bisschen geschmacklos gekleidet, aber eben auch herzensgut und absolute Partykanonen.

(Bild: GettyImages )

3.

Du weißt vom ersten Moment an: Ihr habt was gemeinsam

Und zwar die wirklich wichtigen Sachen: Ihr mögt es beide, im Schlamm zu spielen. Ihr seht mit Visor auf dem Kopf bekloppt aus. Und vor allem: Ihr habt denselben Musikgeschmack. Das ist nämlich wichtiger, als man gerne mal denkt – vor allem, wenn ihr dauerhaft zusammenkommt. Wenn einer übel auf Death Metal abfährt, der andere aber gar nicht, kann das eine Beziehung schon mal an ihre Grenzen bringen.

Gut also, wenn man sich in einer Mosh Pit trifft. Da weiß man gleich: Wir werden uns vielleicht darüber streiten, wer mit Abspülen dran ist, oder darüber, wie man eine Zahnpasta-Tube richtig ausdrückt. Aber nie, nie, nie über Musik. Und wenn doch, dann machen wir einfach Slayer an und rennen aufeinander los wie zwei Steinbock-Männchen zur Paarungszeit. 

4.

Ihr seid zu heiser zum Reden

Das mag jetzt zynisch klingen, aber es ist ja wohl auch die Wahrheit: Die Gespräche, die man bei ersten Dates so führt, sind schrecklich: schrecklich oberflächlich, schrecklich nichts-sagend, schrecklich awkward. Am liebsten wäre es euch doch, ihr könntet einfach so lange schweigen, bis ihr euch gut genug kennt, um echte Gespräche führen zu können.

(Bild: GettyImages )

 Beim Festival geht das. Für verkrampfte Gespräche ist es da nämlich einfach zu laut. Da schreit man „Hi, ich bin Hannes!“ und das Mädel schreit zurück „Hi, Jonas, ich bin Anja“ und dann ist genug geredet, dann legen sich Matthes und Tanja in den Bühnengraben und knutschen wild, wie es sich für ein erstes Date gehört. 

5.

Festivals sind fast per Definition unverbindlich

Die Leute haben die unterschiedlichsten Vorstellungen davon, was man einem anderen Menschen nach den ersten ein, zwei Dates schuldig ist. Für die einen ist das schon fast eine Beziehung. Anderen bedeuten zwei Dates rein gar nichts. Wenn solche Menschen sich treffen, kann das für Konfliktpotenzial sorgen.

Es sei denn, sie treffen sich auf dem Festival. Da ist auch den größten Beziehungsmenschen klar, dass die Sache nach dem Wochenende vorbei ist – es sei denn, man entscheidet sich aktiv und explizit dafür, sich wiederzusehen. Weil es eben Liebe ist.

(Bild: Unsplash )

6.

Ihr habt eine gute Geschichte

Jeder Mensch, der in einer Beziehung lebt, wird von anderen Menschen gefragt, wie er seinen Partner kennengelernt hat. Die meisten von uns lügen dann irgendwas zusammen, weil „bei Tinder“ zwar vielleicht nicht mehr peinlich, aber eben immer noch langweilig ist.

Paare, die sich auf einem Festival kennengelernt haben, sind da klar im Vorteil. Die sagen: „Jenny hat nachts ihr Zelt mit meinem Zelt verwechselt, und wie wir dann morgens aufgewacht sind, haben wir uns in die Augen geschaut und waren sofort verliebt.“ Beste Story! 

7.

Festival-Bändchen gehen irgendwann kaputt, aber Festival-Romanzen sind für die Ewigkeit

Denn auch wenn aus Festival-Romanzen meistens nichts Festes wird: Die andere Person wird dir ewig in Erinnerung bleiben. So ein Festival ist schließlich immer ein Erlebnis. Und Erlebnisse, die man gemeinsam durchlebt, schweißen zusammen. Auf eine gewisse Art und Weise bleibt ihr also für immer vereint. Und das kann euch keiner mehr nehmen. 

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