Cassie De Pecol hat eine Mission: Die 27-Jährige will alle 196 Länder der Erde bereisen – und zwar so schnell wie möglich. "Expedition 196" nennt sie ihr Projekt, auf Instagram und YouTube berichtet sie von ihren Reisen.

181 Länder hat sie in den vergangenen 15 Monaten schon hinter sich gebracht, die restlichen sollen in den kommenden neun Monaten abgearbeitet werden. Und Abarbeiten ist wohl das richtige Wort: Für viele Länder nimmt sich Cassie nur wenige Stunden Zeit, dann folgt schon der Anschlussflug zum nächsten Land.

Auf Instagram sieht das natürlich schön aus:
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Cassie kommt aus Washington, oft muss sie für neue Visa zurück in die USA fliegen. Für den Trip hat sie bislang umgerechnet 180.000 Euro ausgegeben – und bisher mehr als 250 Flüge gebraucht, knapp 300 werden es wohl insgesamt.

Weil das nicht wirklich eine umweltschonende Art zu Reisen ist, pflanzt Cassie zum Ausgleich Bäume. 28 sind es bislang.

Cassie begann ihre Reise im Juli 2015 im pazifischen Inselstaat Palau. In den kommenden Tagen machte sie rasch Selfies in Australien, Neuseeland, Samoa, Tonga und auf den Fidschi Inseln. Noch offen sind zum Beispiel Syrien, Nigeria und der Jemen.

Dass in diesen Ländern Bürgerkrieg herrscht, stellt für Cassie kein wirkliches Hindernis dar: Ihr Projekt wird von Skal International unterstützt, einem Verband der Reiseindustrie. Der hat Cassie vor Kurzem mit dem Tourismusministerium von Libyen zusammengebracht.

Libyen ist derzeit in mehrere Regionen zerbrochen: Berbervölker regieren Landstriche im Süden, die Terrormiliz "Islamischer Staat" Städte entlang der Küste. Eine Militärregierung sitzt im Osten, eine islamistisch geführte im Westen in der einstigen Hauptstadt Tripolis. Kein wirklich guter Ort für einen entspannten Urlaub also.

Cassie wurde deshalb in einem gesicherten Haus untergebracht, zwei bewaffnete Männer waren zu ihrem Schutz abgestellt. Ihr Urteil: "Das Essen ist großartig, sie haben mir selbst gebackene Pizza gemacht."

Warum macht Cassie das überhaupt?

Sie will "jede Kultur, jede Landschaft und jede Religion" kennenlernen. Und einen Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde. Na dann.

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