Bild: Paul Zizka
Fotograf Paul Zizka ist in Québec City geboren und lebt nun in Banff, im Westen Kanadas. Was er an seiner Heimat liebt? Die Weite, das magische Licht und die vielen einzigartigen Fotomomente. Seine Bilder zeigen Kanadas Natur in ihren berauschenden Farben und Formen – und führen dich an spektakuläre Orte.

Magisches Labrador: Torngat Mountains National Park

„Das Inuktitut-Wort Tongait bedeutet „Ort der Geister“  und so fühlt sich der Torngat Mountains National Park im Nordosten von Labrador auch an: magisch, spirituell, nicht von dieser Welt! Vor allem für Fotos ist die Kombination aus unglaublicher Natur und seltener Tierwelt einzigartig. Wo bekommt man schon Eisbären, Karibu, Fjorde, Gletscher, Aurora, Eisberge, absolute Abgeschiedenheit und Stille? Normalerweise sieht man Eisbären vor weißem oder grauem Hintergrund. Hier blühen im Sommer bunte Blumen, die Natur ist grün und vielseitig. Die Saison ist mit sechs Wochen von Mitte Juli bis Ende August zwar kurz, aber extrem intensiv. Die beiden Eisbären habe ich aus dem Zodiac-Schlauchboot heraus fotografiert.“

(Bild: Paul Zizka )

Eishöhle am Dome Gletscher, Jasper National Park

„Ich lebe seit ein paar Jahren in Banff und kann immer noch nicht glauben, wie einfach der Zugang zu Gletschern in Kanada ist! Normalerweise muss man für eine solche Szenerie weit reisen oder hart an sein körperliches Limit gehen. In den Rockies gibt es so viele Gletscher, die fast bis an die Straße kommen. Ich liebe Gletscher und Eishöhlen, weil sie sich ständig verändern. Jeder Besuch ist wie eine frische Erfahrung. Man sieht plötzlich etwas Neues, einen kleinen See, der im Jahr zuvor noch nicht da war oder obskure neue Aushöhlungen. Wer denkt, dass Eis eben Eis ist, vergisst, welche bizarren Formen und Farben es bilden kann.“ 

(Bild: Paul Zizka )

Wüstensand am Kluane Lake, Yukon

„Wann immer ich auch durch den Yukon reise, die Vielfalt dieser Provinz haut mich jedes Mal aufs Neue um. Denn eine Wüsten-Szene bringt man nicht mit dem Nordwesten Kanadas in Verbindung. Dabei gibt es hier alles: Wuchtige Berge, tiefblaue Seen, dichte Wälder, weite Gletscher und plötzlich eben Sanddünen – das alles innerhalb einer 20-minütigen Autofahrt, einfach phänomenal. Fürs fotografieren ist das Licht besonders speziell. Im Norden glitzert dieses wunderbare „low angle light“ – die Sonne bleibt niedrig am Horizont und steigt nie an einen richtig hohen Punkt. Das bedeutet, dass man den ganzen Tag ein gigantisches Bild bei perfektem Licht bekommt. Diesen Shot habe ich gegen 19 oder 20 Uhr gemacht.“

(Bild: Paul Zizka )

Teacup Rock, Prinz Edward Island

„Ich war total von den Farben der Provinz überwältigt, diese vibrierende Intensivität hatte ich nicht erwartet: Das raue Meer, knallblauer Himmel und dann überall rote Felsen. Dazu kommt, dass PEI sehr zugänglich ist, man hat eigentlich zu jeder Jahreszeit Zugang zur Küste. Je später im Jahr, desto dramatischer wird die Szenerie mit hohen Wellen und dunklen Wolken, oder Eis im Winter. Es ist ein guter Ort für Nachtfotografie. Das Bild vom Teacup Rock habe ich im Juli gegen Mitternacht geschossen, kurz nach dem Mondaufgang – perfekt, um das typische PEI-Rot herauszubringen.“

(Bild: Pul Zizka )

 Nunavut, Far North, Baffin Island

„Die Anreise dauert, aber es lohnt sich! Felsen, Schnee und Eis – die Landschaft ist wie im Märchen! Im Winter ist das Wetter zwar nichts für Zartbesaitete, die Kälte geht locker unter minus 32 Grad. Unbedingt warm einpacken! Dafür sind die Farben noch tiefer: Blau und Weiß in Schattierungen, die man nie für möglich gehalten hätte. Dieses Bild entstand während eines organisierten Skitrips – es wurde fast gar nicht dunkel.“

(Bild: Paul Zizka )

Alexandra Falls, Northwest Territories

„Was für ein spektakulärer Wasserfall. Ich konnte es kaum glauben, aber wir standen alleine vor den Alexandra Falls. Das Wasser rauscht aus 32 Metern in die Tiefe, das ist eine massive Wucht, die selbst auf den Bildern erkennbar wird. Und dann sind da – mit etwas Glück – die Northern Lights, ein unvergessbares Erlebnis! Für mich sind die Northwest Territories einzigartig, um dieses Phänomen zu sehen. Ich würde September empfehlen, das ist eine wundervolle Zeit: Es ist noch nicht frostig, die Natur strahlt in Herbstfarben und bei zwölf Stunden Dunkelheit stehen die Chancen für Nordlichter sehr gut.“

Kundeninformationen

Haben wir Dich inspiriert? Ob Berge, Seen, Städte oder Meeresufer – von Halifax im Osten, Vancouver im Westen bis hoch nach Yellowknife im Norden, Kanada hat für jeden das richtige Ziel.

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