Käthes nächstes Reiseziel: Zürich.
(Bild: Dilan Gropengießer)
Warum?

Weil mir schon so viele meiner Freunde erzählt haben, wie schön es dort ist: guter Schweizer Käse, direkt am See gelegen, entspannte Schweizer. Und was mich besonders reizt: Auch die Berge sind ganz nah. Deshalb werden für meinen Wochenendtrip Ende Januar auch die Wanderschuhe eingepackt.

In der kalten Jahreszeit tagsüber auf den Berg, abends mit Tee in die Decke kuscheln. So stelle ich mir die Reise vor. Der Hausberg von Zürich heißt Uetliberg, von oben soll die Aussicht über die Stadt wundervoll sein, runter geht es mit dem Schlitten – vorausgesetzt es liegt Schnee.

Auch zum Essengehen habe ich schon einige Tipps bekommen: das Josef (eher traditionelle Küche) oder Wesley’s Kitchen (hier gibt es Asiatisches).

Wie komme ich hin?

Am besten mit dem Flugzeug, wenn man nicht gerade im Süden Deutschlands wohnt und ein Auto besitzt, oder die Zugfahrt nicht so lange dauert. Von Hamburg aus kosten Hin- und Rückflug zusammen 70 Euro mit easyjet – wenn man frühzeitig bucht.

Wo wohne ich?

Das Erste, was einem entgegnet wird, wenn man erzählt, dass man nach Zürich reist: “Oh, das wird aber teuer.” Ja, so wird das wohl sein. Deshalb sparen mein Reise-Buddy und ich bei der Unterkunft. Wir übernachten bei einer Freundin, die gerade für die Arbeit in die Schweiz gezogen ist. Wer niemanden in der Stadt kennt, der sollte sich bei airbnb umschauen.

Elena reist nach Bilbao.
Warum?

Weil ich mich bereits an dem einen Tag, den ich vergangenen Sommer in Bilbao war, ein bisschen in die Stadt verliebt habe. Ich bin damals den Jakobsweg an der spanischen Nordküste entlang bis nach Santiago de Compostela gegangen. So pilgerte ich auch durch Bilbao, welches eingezwängt zwischen hohen Bergen liegt. Von der größten Stadt des Baskenlandes habe ich viel zu wenig gesehen, aber immerhin habe ich das legendäre Guggenheim-Museum besucht.

Bilbao hat sich von der Industriestadt zur Kulturmetropole entwickelt. Mitten durch die Stadt fließt der Ria del Nérvión, der etwa zehn Kilometer weiter in den Golf von Biskaya mündet. Dort steht ein weiteres Wahrzeichen der Metropole, die Hängebrücke von Biskaya. Über eine Gondel kann man mit ihr den Fluss überqueren. Bilbao hat aber noch mehr zu bieten: Die wunderschöne Altstadt, die baskischen Spezialitäten, den Fußballverein Athletic Bilbao und grüne Parks. Bilbao, ich komme wieder!

Wie komme ich hin?

Direktflüge zum Flughafen Bilbao und zurück gibt es ab Düsseldorf, Berlin-Tegel und Stuttgart ab etwa 90 Euro.

Wo wohne ich?

In Bilbao gibt es viele preiswerte und moderne Hostels in zentraler Lage, die pro Nacht ab etwa 15 Euro kosten. Ich habe damals im BBK Bilbao Good Hostel übernachtet. Es liegt etwas abseits vom Schuss, mit der Metro ist die Innenstadt aber schnell erreichbar. Die Nacht kostet dort ab 17 Euro. Ansonsten lohnt sich immer ein Blick auf airbnb. 

Jan will nach Florenz.
Warum?

Amore, meine Stadt. Okay, das war Bologna. Aber Wanda sind ja ohnehin wieder out. Und Florenz hört sich einfach super an. Sommer, Sonne! Die Hauptstadt der Toskana. Ich war noch nie richtig in Italien, aber das kann doch nur gut werden. Drei Dinge, für die Florenz berühmt ist: Paläste, Rotwein, Gucci.

Die vielen Paläste sind ein Erbe des Mittelalters und der Renaissance. Oft erbaut im Auftrag der Medici – quasi der Trump-Clan des 15. Jahrhunderts. So rich! Heute sind ihre Palazzi meist vollgestopft mit Kunst. Darunter ist auch der fünf Meter große David von Michelangelo, die vielleicht bekannteste Skulptur der Welt.

Gucci wiederum ist ein sehr neuzeitliches Phänomen und vor allem deshalb interessant, weil es eines der wenigen italienischen Modelabels ist, das nicht aus Mailand kommt. Braucht kein Mensch, ermöglicht aber Insta-Stories mit vielen komische Menschen.

Das mit dem Rotwein erklärt sich in der Toskana vermutlich von selbst.

Wie komme ich hin?

Wer Zeit hat und es sich leisten kann: mit dem Zug, quer durch die Alpen. Für alle anderen empfiehlt sich das Flugzeug. Weil Florenz nicht so richtig geil ans europäische Billigflugnetz angeschlossen ist, kann es günstiger sein, einen anderen Ort in Italien anzusteuern und dann die Bahn zu nehmen. Ab Bologna im italienischen ICE kostet das übrigens keine 20 Euro.

Wo wohne ich?

Florenz gilt als Couchsurfing-freundliche Stadt, sagen viele Freunde. Wem das zu bescheiden ist: Es gibt, wie in fast jeder europäischen Großstadt, auch zahlreiche airbnbs und kleine Hostels. Was es aber nicht so oft gibt: Unterkünfte in Jahrhunderte alten Häusern, die fast aussehen wie Burgen. Weil es davon so viele gibt, sind die Preise oft überraschend günstig.

Noch mehr Florenz-Tipps:

Simon zieht es nach San Sebastián.
Warum?

Sie ist meine absolute Lieblingsstadt. Entstanden, Achtung Fun-Fact, durch den Herpes einer spanischen Königin (die gute Seeluft tue ihr und der Haut gut, meinte ihr damaliger Hausarzt und somit ging es für den spanischen Adel an die Küste), hat sich “Sanse“ über die Jahrhunderte zu einer der vielfältigsten Städte Europas gemausert. Sie liegt am Meer, hat einen Berg, dessen Name wie aus “Herr der Ringe“ klingt (nämlich “Urgull“) und jede Menge Bars und Clubs. Was will man also mehr.  

Tagsüber ist sie natürlich schön anzusehen, aber erst wenn die Sonne untergeht, blüht diese Stadt so richtig auf. Erst werden die besten Tapas der Welt gegessen und dann ab in die Bars. Vielleicht schmeckt der Gin Tonic einfach nur wegen der Atmosphäre so gut, aber nirgendwo anders auf der Welt rinnt er so angenehm die Kehle runter. “Vino tinto con Limon“, also Rotwein mit Limonade (was einige Kulturbanausen auch Sangria schimpfen), ist aber auch zu empfehlen.

Wie komme ich dahin?

Mit dem Auto geht es ganz gut, Parken ist aber die Hölle in der Stadt. Ein Auto braucht ihr sowieso nur, wenn ihr noch woanders hinwollt. Iberia fliegt ab Düsseldorf über Madrid dorthin. Kostenpunkt etwa 150 Euro für Hin- und Rückflug. Der Flughafen San Sebastián liegt allerdings etwas außerhalb nahe der kleineren Stadt Irun. Ein Zug fährt regelmäßig zwischen den Städten hin und her.

Mit dem Zug aus Deutschland zu fahren ist auch eine entspannte Möglichkeit. Man muss zwar ein paar Mal umsteigen, meistens in Paris, Bordeaux, Hendaye oder Irun, kann aus dieser Reise aber einen entspannten City-Trip für den Sommer machen.

Wo wohne ich?

Es gibt zwar zahlreiche Hostels in San Sebastián, aber ich entscheide mich immer für airbnb. Dabei lerne ich direkt Leute aus der Stadt kennen und viel teurer ist das auch nicht.

Leni möchte Sarajevo noch einmal erkunden.
(Bild: Unsplash)
Warum?

Anfang vergangenen Jahres habe ich einen Roadtrip durch Süd-Ost-Europa gemacht.

Von der Hauptstadt Bosnien und Herzegowinas hatte ich nicht wirklich eine Vorstellung – tatsächlich wurde es aber einer der interessantesten Stopps unserer Reise. Die Geschichte der Region ist an jeder Ecke von Sarajevo zu sehen und zu spüren, gleichzeitig hat die Stadt eine junge Szene mit Kunst, Cafes und Partys.

Das einzige Problem bei meinem Besuch: Es war tiefster Winter und eigentlich viel zu kalt, die Stadt zu erkunden – zumindest in den Klamotten, die ich dabei hatte.

Unsere Gastgeber rieten mir deshalb, noch mal im Sommer wiederzukommen: am besten im August, wenn das Sarajevo Film Festival stattfindet. Dann hat man auch die Möglichkeit, das Umland zu erkunden – denn Bosnien und Herzegowina wartet auch mit malerischen Dörfer und klarblauen Flussläufen auf.

Wie komme ich hin?

Die Lufthansa fliegt beispielsweise ab Hamburg, Berlin oder München – aktuell zahlt man für Hin- und Rückflug etwa 200-250 Euro.

Wo wohne ich?

Je nach Komfort-Bedürfnis würde ich ein Hostel oder airbnb in der Altstadt empfehlen. Beides ist erschwinglich. Fun Fact: In Bosnien und Herzegowina zahlt man mit der “Konvertiblen Mark”, die bis 2002 1:1 der D-Mark entsprach. Das Umrechnen der (günstigen!) Preise fällt deshalb ziemlich leicht.

Nike will nach Tiflis in Georgien.
(Bild: Flickr )
Warum?

Eine Reise nach Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, wird wohl all jenen gefallen, die Orte mit wenigen Touristen mögen. Für sie ist das Land am Schwarzen Meer kein typisches Ziel, erst nach Georgiens Unabhängigkeit 1991 wurde Tiflis die Hauptstadt. Ein Militärputsch gegen den damaligen Präsidenten führte zum Krieg, die Rosenrevolution leitete anschließend eine Wende in Georgien ein.

Tiflis entwickelte sich, wurde wieder aufgebaut, langsam modernisierte man Straßen und öffentliche Bauten. Doch längst ist nicht alles restauriert – und so wird ein Besuch in Tiflis zur Reise in die Vergangenheit. Es gibt eine belebte Theaterszene, viele Museen und eine kleine Uni mit fünf Fakultäten. Die wilde Natur ist nah; bis in die Berge sind es nur wenige Autostunden. Auf dem Weg liegen Schluchten mit Wasserfällen, schlummern Tropfsteinhöhlen und unberührte Wälder. In Hostels lassen sich Guides buchen, die die Ausflüge begleiten. Ansonsten ist der Reisende fast überall: ganz allein.

Wie komme ich hin?

Von Deutschland am besten mit dem Flugzeug. Wer günstig reisen will, fliegt von Berlin oder Dortmund nach Kutaissi, die Tickets kosten zu jeder Jahreszeit um die 30 Euro. Von Kutaissi aus sind es drei Autostunden in die Hauptstadt, zum kleinen Preis fahren Busse oder etwas komfortabler das Taxi. Auch nach Tiflis selbst gehen Flieger – meistens nicht direkt, sondern zum Beispiel über Wien. Für unter 100 Euro bekommst du diese Verbindung aber nur selten.

Wo wohne ich?

In der Stadt, die gerade erst anfängt, sich mit Tourismus auszukennen, gibt es ein paar Hostels, in denen man auch spontan Platz zum Schlafen findet. Darin tummeln sich Backpacker, die die Gegend um den Kaukasus bereisen und von der Unterkunft aus ihre Touren buchen. Wer es privater mag, bucht sich ein airbnb. Es gibt Modernes in westlichem Stil oder typisch georgisch eingerichtete Wohnungen hinter alten Mauern. Und natürlich stehen in Tiflis auch Hotels, mittlerweile sogar von bekannteren Ketten.

Dilan zieht es nach Rio de Janeiro!
Warum?

Weil ich schon immer mal mit den Füßen im Sand der Copacabana stehen und auf die berühmte "Cristo Redentor"-Statue blicken wollte. Ich verbinde Rio De Janeiro mit einem Lebensgefühl der Freude. Der Monat Februar eignet sich perfekt für diese Reise. Denn während uns hier die kalten Temperaturen plagen, feiern die Brasilianer Karneval. Und der ist nicht wie in Deutschland mit Schlager verseucht.

Rio de Janeiro vereint Stadt und Strand. Von da aus komme ich dann auch entspannt zur Ilha Grande. Eine kleine Insel, die 160 Kilometer entfernt liegt und zu einem Naturschutzgebiet gehört.

Wie komme ich hin?

Leider ist eine Brasilienreise nicht ganz günstig. Die Flüge kosten aktuell zwischen 700 und 800 Euro, wenn man für den Monat Februar bucht.

Wo wohne ich?

In einer dreistöckigen Wohnung, die ich auf airbnb gefunden habe und etwas an eine Kommune erinnert. Junge Reisende aus aller Welt treffen sich da. Direkt davor liegt der Strand Ipanema. Auf der Ilha Grande komme ich dann in einer Pousada unter – eine typisch brasilianische Pension

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Fühlen

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