Bild: Unsplash/Danka & Peter
Jan reist nach Polen.
Die Ostseeküste vor Danzig(Bild: Pixabay )
Warum?

Es ist schon ein bisschen verrückt. Unsere Generation fliegt oft für viel Geld in Dritte-Welt-Länder, hat aber keine Ahnung von der direkten Nachbarschaft. Dabei gibt es an der polnischen Ostsee vermutlich mehr unentdeckte Strände als in Laos, Kambodscha und Vietnam zusammen.

Dass die polnische Sprache mindestens genauso schwierig wie Vietnamesisch ist, sollte man jenseits der Neiße vermutlich aber keinem erzählen. Egal, wie oft man es versucht hat: Außer “Piwo” ist vermutlich bei den meisten wenig hängen geblieben. Egal. Irgendwo müssen Abenteuer ja anfangen.

Mein idealer Polen-Roadtrip geht entlang der Ostsee bis nach Danzig. Die Küste soll, so sagen Freunde, unglaublich schön und viel ruhiger als auf der deutschen Seite sein. Langgezogene Dünen wechseln sich mit kleinen Wäldern ab. Ein Großteil der Küstenstraße soll durch alte Alleen führen. Perfekt zum Entspannen.

Nach tagelanger Entspannung am Meer gibt es in Danzig dann Abwechslung. Architektur, Geschichte und viel Essen. Zum Mittag kommen Pierogi (gefüllte Teigtaschen) oder der traditionelle Krauteintopf Bigos auf den Tisch. Zum Nachtisch empfehlen polnische Foodblogger den Apfelstrudel Szarlotka im Café Kamienica und “Danziger Goldwasser”, ein Likör mit echten Blattgoldflocken. Ein Eindruck:

Wer danach noch gehen kann, entdeckt die Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Die nahegelegene Hafenstadt Gdynia ist wegen ihrer zahlreichen Bauhaus-Gebäude besonders unter Architekturliebhabern sehr beliebt.

Wie komme ich hin?

Mit dem Auto. Abenteurer trampen, Yuppies mieten einen ausgestatteten VW-Bus, alle anderen besorgen sich etwas dazwischen. Kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Seitwärts einparken mit großen, fremden Autos kann schnell stressig und relativ teuer werden. Vielleicht tut's ja auch Mamas Kombi.

Wo wohne ich?

Im Zelt, in kleinen altmodischen Pensionen, im Auto und in airbnbs in der Danziger Altstadt. Je nach Ausstattung und Jahreszeit mit veränderlichem Anteil. Laut authentisch klingenden Internetangaben werden rücksichtsvolle und freundliche Wildcamper vielerorts auch geduldet. Wer sichergehen will, fragt vielleicht aber lieber ansässige Bauern nach Platz auf der Wiese. Das könnte auch für das ein oder andere Piwo gut sein. 

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Hanna will nach Südfrankreich.
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Warum?

Dieses Jahr werde ich 30. Und ich habe gar keine Lust, eine Riesenparty zu organisieren oder, wie in den Vorjahren, alle Freunde zu mir nach Hause einzuladen. Umso mehr Lust habe ich hingegen auf Sonne. Vor allem, weil mein Geburtstag im Herbst ist und ich in Hamburg lebe.

Also werde ich dieses Jahr einfach wegfahren – und alle, die ich mag, dorthin einladen.

Das Ziel: Südfrankreich. Genauer: die Provence. Die Gründe: unfassbar guter Wein, wunderschöne Strände, Berge, Schluchten, Wanderwege, Wasserfälle, niedliche Dörfchen und tolles Essen. Und im Gebiet Camargue gibt es sogar Flamingos! Ich meine what?!

Wenn alles ideal läuft, ist vielleicht auf dem Rückweg nach Deutschland noch ein kleiner Stopp in Saint Simon drin – einem Örtchen im Landesinneren. Denn dort lebt Christian Moullec, ein Tierschützer und Fotograf, der Besucher in seinem Ultraleichtflugzeug mitnimmt, um mit den Zugvögeln zu fliegen. Wer von euch hat sich das nach “Amy und die Wildgänse” nicht auch schon immer gewünscht?

Wie komme ich hin?

Ich fahre mit dem Auto, damit wir auf dem Weg noch ein paar andere schöne Orte ansehen können (ihr wisst schon – “Amy und die Wildgänse”). Aber es gibt auch von fast allen deutschen Städten günstige Flüge nach Nizza oder Marseille.

Wo wohne ich?

Es gibt dort Ferienhäuser, die aussehen wie mediterrane Schlösschen. Es ist ein einziger Traum. Ich habe übrigens noch keins gebucht, also falls ihr einen guten Tipp für etwa 16 Personen habt: her damit!

Ansonsten ist es auch sehr toll, sich ein Gästezimmer auf einem Weingut zu nehmen oder in einem der sogenannten “Chambres d'Hôtes” zu übernachten. Letztere sind Gästezimmer von Privatleuten, oft verbunden mit einem wunderbaren Frühstück oder gemeinsamen Abendessen mit den Gastgebern. Einfach nur schön!

Daniela fährt nach Dänemark.
(Bild: Pixabay/Karsten Madsen)
Warum?

Ich habe schon viele Länder bereist. Spanien, natürlich. Malaysia, Senegal und Gambia. Aber in Dänemark, das von Hamburg eigentlich nur einen Steinwurf entfernt ist, war ich noch nicht. Deshalb werde ich im März – jawohl im März, wenn die Strände menschenleer und die Luft arschkalt ist – gemeinsam mit meinem Freund und meinem Sohn sowie mit guten Freunden dort meinen Urlaub verbringen.

Wie komme ich hin?

Nach Dänemark, genauer nach Blåvand, fahren wir mit dem Auto. Die Strecke ist uns mit einem Flugzeug schlicht zu kurz und zu umständlich. Außerdem können wir so immer bequem Pausen einlegen und uns die Gegend und vor allem die Küste mit ihrem Wattenmeer anschauen.

Wo wohne ich?

Wir werden uns für eine Woche in einem Ferienhaus einnisten. Die Häuser in Dänemark sind legendär: Sie sind riesig (12 Personen passen im Schnitt immer locker rein), haben eine großartige Ausstattung (Pool, Sauna, Kicker, Billard) und sind schön gelegen (meist in Strandnähe). Und wenn man nicht zur Hauptreisezeit fährt, gibt es einen weiteren Vorteil für Dänemark: Es ist nicht so teuer. So kann man ein Haus für 12 Personen für unter 800 Euro die Woche buchen.

Lieber in die Stadt? Dann hier entlang:

Simon will nach Südafrika.
Warum?

Seit ich regelmäßig surfe, will ich unbedingt mal nach Südafrika. Die vielen Wellen an der ganzen Küste reizen mich schon seit Jahren. Nicht zu vergessen: Eine der bekanntesten Wellen der Welt bricht nahe der Stadt Jeffreys Bay. So eine Naturgewalt sieht man nicht alle Tage.

Aber nicht nur das Meer hat etwas zu bieten. Große Berge für spannende Touren, die Tierwelt ist einzigartig und ich wollte schon immer mal eine Fahrt durch die Wüste machen. Wenn es dazu noch eine große Portion Sonne gibt, bin ich wunschlos glücklich.

Außerdem steht Kapstadt schon lange auf meiner Liste. Diese Stadt soll eine einzigartige Bar- und Clubkultur haben. Tagsüber also surfen und abends in der Stadt feiern.

Wie komme ich dahin?

Mit dem Flugzeug. Von Frankfurt fliegen verschiedene Airlines direkt in die großen Städte. In weniger als 12 Stunden kommt man beispielsweise im Juni für rund 800 Euro nach Kapstadt – hin und zurück.

Wo wohne ich?

Südafrika hat für jeden etwas zu bieten. Da mein Geldbeutel leider oft ein Loch hat, werden es definitiv Hostels werden. Aber auch Camping und vor allem airbnb sind eine gute und günstige Möglichkeit.

Julia fährt nach Portugal.
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Warum?

Portugal ist ja schon seit ein paar Jahren zum Reisetipp geworden. Es ist nicht so weit weg und bietet trotzdem alles, was ein guter Urlaub braucht: Sonne, Meer, gutes Essen – und gute Preise.

Besonders abseits der Großstädte Porto und Lissabon ist Portugal ein echtes Schnäppchen. Nach gläserweise Portwein, Käseteller, Natas (hier findest du ein Knaller-Rezept) und mehr kostet der Restaurantbesuch trotzdem nur 15 Euro.

Zweimal im Jahr findet in der portugiesischen Steppe, an der Grenze zu Spanien, außerdem eines der größten – und nachhaltigsten – Elektro-Festivals Europas statt: die "Boom". Hier fließen alle Kunstformen ineinander über: Musik, Malerei, Skulpturen, Film, Installationen, Theater. Vorne auf dem Gelände kann man Tag und Nacht zu Elektro-Beats tanzen, hinten bei Yoga wieder den eigenen Takt finden und zum Sonnenuntergang jeden Abend an den See, wo dann alle klatschen, wenn der letzte Strahl im Wasser versinkt.

Danach fahren wir vielleicht wieder an die Küste im Norden, nach Moledo de Minho, wo es nicht viel gibt außer Meer und eine kleine Altstadt. Dort oben verbringen viele spanische und portugiesische Familien ihre Sommerferien, was sich zumindest für Menschen aus anderen Ländern anfühlt, als gäbe es keine Touristen.

Wie komme ich hin?

Am besten mit dem Flugzeug. Flüge nach Lissabon gibt es aus vielen deutschen Städten für unter 100 Euro. Es macht Sinn, sich vor Ort ein Auto zu mieten. So ist man flexibler und kann von Moledo aus auch mal einen Ausflug nach Porto machen. Da aber besser übernachten, damit man sich abends in einem der vielen Portweinmuseen auch “weiterbilden” kann.

Wo wohne ich?

Wer sich im Wassersport versuchen will, ist bei Surfschulen gut aufgehoben. Sie haben häufig kleine Hostels, in denen sich Gleichgesinnte zusammenfinden. Ansonsten gilt auch hier: airbnb hat für jeden was.

Elena fliegt nach Indonesien.
Warum?

Weil mich das Fernweh packt, wenn ich auf Instagram schöne Menschen an paradiesischen Stränden liegen oder in malerischen Hotelpools plätschern sehe. Indonesien ist das größte Inselreich der Welt. Deshalb ist das Land auch so vielfältig: Java mit der Hauptstadt Jakarta, Borneo, Sulawesi, Sumatra, Westpapua und die Sunda-Inseln inklusive Bali gehören unter anderem zu Indonesien – jede bietet eine andere Natur und verschiedene Kultureinflüsse. 

Ich plane mit meiner besten Freundin eine Backpacking-Tour durch das Land zu machen. Wohin genau es gehen soll, wissen wir noch nicht, wir haben aber einige Ideen: eine Vulkanbesteigung und Besuche der beeindruckenden Tempelanlagen auf Java stehen ganz oben auf unserer Liste. Im Komodo-Nationalpark auf den Sunda-Inseln wollen wir Komodo-Warane sehen; dort kann man auch super tauchen. Regenwald, Dschungel und Orang-Utans warten auf Sumatra und Borneo auf uns. Sulawesi und Westpapua sind bei Touristen dagegen noch weitgehend unbekannt. Wir haben also die Qual der Wahl. Helfen wird uns bei der Auswahl unserer Route wohl eine der vielen Backpacker-Blogs, wie dieser hier.

Wie komme ich hin?

Fliegen. Ab München oder Düsseldorf kostet der Hin- und Rückflug in die Hauptstadt Jakarta inklusive zweimal Umsteigen zwischen 400 und 500 Euro. Flüge ab München über Peking nach Jakarta sind, inklusive Rückflug, ab 400 Euro zu haben. Ab Hamburg geht es mit zwei Zwischenstopps zum Beispiel nach Bali zum Flughafen Denpasar ab 450 Euro.

Wo wohne ich?

Ein Doppelzimmer in einem einfachen, aber guten Hostel oder Guest House gibt es bereits ab etwa 13 Euro. Private sogenannte Homestays sind eine günstige und weniger touristische Alternative zu Hotels und in Indonesien verbreitet – man findet diese Angebote auch über airbnb. Oft macht es Sinn, nur die erste Nacht zu buchen und den Rest vor ort zu verhandeln.


Streaming

In diesen Filmen spielen Transmenschen eine wichtige Rolle

Kaum jemand kann sich das Gefühl vorstellen, in einem Männerkörper zu stecken und sich als Frau zu fühlen. Nur wenige können nachvollziehen, wie es ist, im Alltag immer wieder damit konfrontiert zu werden. Jetzt endlich scheint dieses Thema auch in der öffentlichen Diskussion anzukommen: 

Letzte Woche posierte Giuliana Farfalla als erste Transsexuelle auf dem deutschen Playboy-Cover. Schon im November wählte die US-Ausgabe ein Transgender-Model zum Playmate des Monats. Endlich wird auch im Showgeschäft offener über Identitätsfragen diskutiert – auch in der Filmbranche.

In diesen Filmen spielen Transmenschen eine wichtige Rolle: