Stell dir vor: Wenn dein Zug mal wieder 120 Minuten Verspätung hat, kannst du die Zeit demnächst wenigstens nutzen – zum Arbeiten! 

Die Deutsche Bahn will Pendlern vom nächsten Jahr an in einigen Bahnhöfen Büroarbeitsplätze anbieten. Büros, direkt im Bahnhof, das soll cool sein?

Wahrscheinlich, damit es ein bisschen cooler klingt, nannte die Bahn das Pilotprojekt in Berlin "Coworking-Popup". Es sei so erfolgreich verlaufen, dass nun weitere Coworking-Spaces in Planung seien, hieß es bei der Bahn. 

Jetzt ein Büro – und die Verspätung schmerzte gleich weniger!

(Bild: dpa / Bodo Marks)

Zutritt zu den Büros sollen nicht nur Leute mit Fahrkarte bekommen – gegen Geld sollen auch Kunden ohne Ticket reinkommen. 

Das Angebot richtet sich an Freiberufler, Kreative, Konzernchefinnen und -chefs, an alle, die von unterwegs arbeiten müssen. "Bahnhöfe sind ideale Standorte für mobiles Arbeiten: Sie sind zentral gelegen und hoch frequentiert", sagte eine Bahnsprecherin.

Das stimmt soweit. Aber ob Coworking-Spaces dazu führen, dass wir uns wir uns im Bahnhof wohler fühlen? Immerhin bieten die Büros einen Ort zum Aufwärmen, wenn es in den kommenden Monaten wieder richtig kalt wird – und die Weichenstörung mal wieder dazu führt, dass der Zug nicht einfahren kann...

Mit Material von dpa


Fühlen

Junge Menschen erzählen, warum sie Deutschland verlassen möchten

Rassistische Beleidigungen, Übergriffeblanker Hass: Die Bilder aus Chemnitz und Köthen sind keine Einzelfälle mehr. Der politische Diskurs verschiebt sich immer weiter nach rechts. 

Bilder und Worte brennen sich ein, besonders bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund. 

In den sozialen Netzwerken schreiben immer mehr von ihnen, dass sie überlegen, Deutschland deshalb zu verlassen.

bento ist dem nachgegangen und hat mit drei Menschen mit Migrationshintergrund darüber gesprochen, was sie erlebten und warum sie mit dem Gedanken spielen, eines Tages ihre Heimat, Deutschland, zu verlassen.

James ist 22 Jahre alt, in Hamburg geboren und hat philippinische Wurzeln. 2012 konvertierte er zum Islam.