Bild: Imago/Tom Maelsa
Die lustigsten Bahn-Ansagen – Teil 3

Eine Reise mit der Bahn ist oft ein richtiges Erlebnis: Lustige Durchsagen, verrückte Mitfahrer – und manchmal ist es schon kurios, wenn die Bahn wider Erwarten einfach mal pünktlich ist. 

Vor einigen Wochen haben wir hier und hier lustige Ansagen aus der Bahn gezeigt und gefragt: Was habt ihr schon mal im Zug erlebt? An welche Ansagen könnt ihr euch immer noch erinnern? 

Hier ist eine Auswahl der lustigsten Erlebnisse:
Meine Freundin und ich (beide 22 Jahre alt) machten im Sommer eine Deutschlandreise für zwei Wochen mit der Bahn. Irgendwann wurden die langen Fahrten langweilig. Als wir einmal allein in einem Abteil waren, kletterten wir über die Sitze. Beim nächsten Halt kam die Durchsage vom Lokführer: "An die Kinder in Wagen 3: Das Klettern über die Sitze ist verboten. Ich sehe alles."

Melissa Meyer

Vor einigen Jahren hörte ich kurz vor Erlangen die Durchsage: "In wenigen Minuten erlangen wir Erlangen". Manchmal braucht es nur wenige Worte.

Andrea Hoffmann

Überfüllter Bahnhof: "Da Azubi hätts grod moi probiern woin"(Bild: Imago)
Unterwegs im Regionalexpress von Stuttgart nach Tübingen. Der Zug hat dabei regelmäßig einige Minuten Aufenthalt in Plochingen. Einmal dauerte der Zwischenstopp ungewohnt lange. Dann kam diese Ansage: "Werte Fahrgäste, das ist kein Scherz. Der Zug kann nicht weiterfahren. Unser Lokführer sitzt in der Toilette fest, wir warten auf die Feuerwehr."

Renate Schelling

Durchsage in gebrochenem Bayrisch in der Münchner U-Bahn: "So und jetz kemma dann gleich an die Mingara Freiheit, da bitte links aussteign." Passagiere schauen sich fragend an. Nach dem Schließen der Türen folgt die Durchsage einer anderen Person in perfektem Bayerisch: "Bitte entschuldigens, da Azubi hätts grod moi probiern woin, mia san uns oba einig, er losst des künftig bleim".

Hans Zeilberger

Du hast auch eine lustige Geschichte in der Bahn erlebt? Schreib uns eine E-Mail an redaktion@bento.de.
In einer S-Bahn von Frankfurt nach Mainz. Kurz vor einer Brücke kommt der Zug zum Stehen und es kommt folgende Ansage: "Sehr geehrte Fahrgäste! Ich habe mehrfach versucht, die Zentrale zu erreichen, aber da niemand mit mir reden will, bleiben wir erstmal hier stehen und warten!" Fünf Minuten später: "Endlich konnte ich telefonieren und es will uns einer durchlassen, die Fahrt geht weiter!"

Selina Kraft

Auf einer Fahrt von Essen nach Dortmund hörte ich folgende Durchsage: "Sehr geehrte Damen und Herren, in Kürze erreichen wir Dortmund. Unsere Verspätung beträgt derzeit zehn Minuten. Grund für die Verspätung ist, äh, eine verspätungsfreudige Fahrt."  

Stephan

Der ICE hält auf der Fahrt von Hamburg nach München in Hannover. 20 Minuten lang passiert nichts. Dann ertönt eine zaghafte Stimme aus den Lautsprechern: "Liebe Fahrgäste, wir müssen hier den Lokführer wechseln. Der vorgesehene fährt aber leider im verspäteten Regionalexpress und wird erst in wenigen Minuten bei uns eintreffen."

Matthias Fuchs

Zugausfälle: "20 Minuten passiert nichts"(Bild: Imago)
Fünf Minuten vor der Ankunft in Immenstadt (Allgäu): "Meine Damen und Herren, wir erreichen jetzt den Bahnhof in Immenstadt. Dort wird ein zusätzlicher Wagen angehängt: Unser international erfahrener Rangiermeister wird das Manöver genauestens im Auge behalten. In vielen Jahren mit höchst verantwortlichen ähnlichen Aktionen im In -und Ausland hat er sich einen tadellosen Ruf als strenger, aber absolut zuverlässiger Meister seines Faches erworben. Sie können also beruhigt den weiteren Verlauf dieses technisch hoch komplizierten Manövers abwarten und sich gelassen auf die zirka zehn Minuten Wartezeit vorbereiten. Ich danke für Ihre Geduld." 

Wolfgang Mahler

2007 fuhr ich während des Orkans Kyrill mit dem letzten IC, der Magdeburg noch verlassen konnte, Richtung Hannover. Kurz hinter Helmstedt blieb der Zug mitten auf der Strecke stehen. Nach einer Weile informierte der Zugführer die Fahrgäste, dass Bäume auf der Strecke liegen würden und dass er erst einmal die örtliche Feuerwehr gerufen hätte, um diese wegzuräumen. Erstaunlicherweise setzte sich der Zug kurze Zeit später wieder in Bewegung, nur um nach ein paar Minuten wieder zu halten. Es folgte eine weitere Ansage des Zugführers: "Wir bitten den Reisenden mit der Motorsäge noch einmal zur Spitze des Zuges zu kommen."

Michael O.B. Krähe

Kurz vor der Einfahrt in Berlin hält der Zug plötzlich und bewegt sich nicht mehr vorwärts. Nach kurzer Zeit meldet sich der Zugführer mit den Worten: "Sehr geehrte Fahrgäste, links kein Bahnsteig, rechts kein Bahnsteig, kann das der Berliner Hauptbahnhof sein?" Der für den Zug reservierte Bahnsteig war noch belegt.

Sönke Reich

Mehr Bahnansagen findest du hier: 
"Hallo! In Gießen hat der Lokführer gewechselt. Mein Name ist Rolf und ich fahre Sie sportlich nach Siegen." (@DerHerrAlex)
"Wir müssen jetzt das Beste daraus machen und zusammenrücken. Ist mir auch unangenehm, aber ich hab heute nur den halben Zug bekommen." (@lepettre)
"Der Ausstieg befindet sich weiterhin in Fahrtrichtung rechts. Alles andere wäre teuer und schmerzhaft für Sie." (@LisaKSophie)
"Das minutenlange Blockieren von Lichtschranken macht es unmöglich, pünktlich zu fahren. Entscheiden Sie selbst, wann Sie Ihr Ziel erreichen wollen." (@Nivatius)
"Kaffee? Cappuccino? Der Erlös geht in die Rettung der Deutschen Bahn!" (@StefanKrabbes)
"Bevor die Standardbegrüßung vom Band beginnt, möchte ich Ihnen mitteilen, dass wir zur Abwechslung pünktlich abfahren." (Sarah Prahst)
"Momentan ist die Lage so, dass wir keinen Lokführer haben. Wir versuchen, einen zu besorgen." (@OHenning)
"Wegen eines Liebespaares, das sich nicht trennen konnte, haben wir den Bahnhof mit 3 Minuten Verspätung verlassen." (@goodworkingmom)
"In Ingolstadt haben wir eine planmäßige Pause. Die Knechte des Nikotins können hier ihrer Leidenschaft frönen." (@andi_lehmann)
"Ich entschuldige mich schon einmal für die Verspätung. Windows hatte einen Bluescreen!" (@t_o_b_i_m_o_r_i)
"Unser Lokführer hat seine letzte Fahrt vor dem Ruhestand. Wenn Sie aussteigen, geben Sie ihm einen Daumen nach oben!" (@crispycrap)
Im ICE: "Haben Sie eigentlich schon mal bei 300 km/h ein Hefeweizen getrunken? Das wäre jetzt Ihre Gelegenheit dazu." (@Bruugar)
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Gerechtigkeit

Warum wir diese jungen Leute ernst nehmen sollten, zeigen unsere Storys der Woche

Die Zukunft gehört der Jugend. Zumindest in der Theorie.

In der Praxis sieht es leider anders aus. Denn in unserer Gesellschaft sind die Alten den Jungen nicht nur zahlenmäßig überlegen. Auch wichtige Ämter in Politik, Wirtschaft und eigentlich überall sonst sind in den allermeisten Fällen von Menschen Ü50 besetzt. Und wenn die Jüngeren mitreden wollen, ernten sie höchstens ein Kopftätscheln.

Dass das so ist, wurde am herablassenden Umgang mit Juso-Chef Kevin Kühnert offensichtlich. Dass dieses Problem aber uns alle betrifft, zeigten vergangene Woche noch weitere Beiträge auf bento.