Bild: Stefan Sauer/ dpa

Wenn eines bei der Bahn besonders nervt, dann sind es Verspätungen und völlig überfüllte Züge. Die Bahn arbeitet dran und hat vor Kurzem eine neue Idee umgesetzt: Auch in Regionalzügen kannst du jetzt einen Platz zu reservieren – aber natürlich nicht umsonst.

Außerdem gilt das Angebot nicht bundesweit: Es beschränkt sich bislang auf Strecken in Schleswig-Holstein, Niedersachsen/Bremen, Sachsen-Anhalt/Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern.

Das Angebot soll schrittweise ausgeweitet werden. "Es werden neue Strecken und Regionen hinzukommen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Aufgabenträger [Anm. d. Red.: Aufgabenträger ist meist ein Bundesland oder Verkehrsverbund] für den Schienenpersonennahverkehr, der die Regionalzüge bestellt, mitmacht" sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn zu bento.

Die wichtigsten Fragen und Antworten:
Wie kann man einen Sitzplatz reservieren?

Inhaber eines Abos können eine Dauerreservierung im Internet buchen. Für die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es eine gesonderte Webseite. Die Plätze können nur von Montag bis Freitag reserviert werden. 

Wie teuer ist eine Reservierung?

Das Angebot gilt nur in Zusammenhang mit einem gültigen Fahrschein und kostet 40 Euro pro Jahr. Aber es gibt auch Ausnahmen: Kostenfrei ist eine Dauerreservierung in Zügen des Expresskreuzes Bremen/Niedersachsen, in Linien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie im Rheinland-pfälzischen Süwex-Zugsystem. Auch Einzelreservierungen sollen zunehmend möglich sein, sie kostet einen Euro und kann am Fahrscheinautomaten oder im Reisezentrum gewählt werden. 

Was ist der Haken?

Der Fahrgastverband Pro Bahn hält die Möglichkeit, Sitzplätze zu reservieren für eine gute Idee. Sagt aber auch, dass das eigentliche Problem damit nicht gelöst werde. Denn nach wie vor gebe es zu wenig Plätze in Regionalzügen. Die Bahn solle deshalb lieber mehr Züge einsetzen. (Deutschlandfunk Nova

Und was sagt die Deutsche Bahn dazu? "Der Nahverkehr wird von den Aufgabenträgern in den einzelnen Bundesländern bestellt. Sie setzen in ihren Ausschreibungen fest, wie viele Züge auf den Strecken unterwegs sein sollen." Bedeutet: Die Bahn schiebt die Verantwortung in die Bundesländer. 


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