Bild: Tourism Toronto
Eine Galeristin verrät ihre Winter-Geheimtipps.


„Toronto hat im Winter einen ganz besonderen Charme“, sagt Sonja Scharf über ihre Wahlheimat. „Alles glitzert und funkelt.“ Die gebürtige Hamburgerin lebt seit 22 Jahren in der kanadischen Metropole und leitet die Galerie „akasha art projects inc.”. Ganz besonders liebt sie den multikulturellen Flair, aber auch die vielen Museen, Restaurants und Bars.

Für einen Besuch im Winter empfiehlt Sonja vor allem die spannenden Outdoor-Events – ja, ihr habt richtig gelesen: Einheimische sind im Winter besonders gerne bei Festivals und Events an der frischen Luft. Hier verrät die Galeristin ihre Lieblingsspots und Geheimtipps für einen dreitägigen Toronto-Trip.

(Bild: Kelly Kyle)

Tag 1

 Brunch wird in Toronto groß geschrieben! Das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Ich wohne mit meiner Frau in Cabbagetown, einer wunderschönen Nachbarschaft mit vorzügliche Brunchspots wie dem Peartree Restaurant oder dem lässigen The Tilted Dog Pub.

Danach: Eislaufen! Das ist ultra-kanadisch und deshalb ein Muss. Es gibt viele Eisbahnen in Toronto: Besonders schön ist es, seine Runden vor dem ikonischen Toronto-Sign am Nathan Phillips Square zu drehen.

(Bild: Tourism Toronto)

Torontonians lieben es, draußen zu sein. Kanadier sind einfach durch und durch Outdoor-Fans – klingt nach Klischee, stimmt aber. Draußen zu sein macht sie einfach happy. Deshalb spielt sich selbst im Winter alles an der frischen Luft ab, sogar das gemütliche Zusammensitzen. Denn viele der Terrassen sind dank Heizstrahlern kuschlig warm: Bar Raval beispielsweise in Little Italy oder Bar Reyna in Yorkville.

Die Gegend Bloor/Yorkville würde ich dann auch für einen Nachmittags-Spaziergang empfehlen. Mit der Dämmerung beginnt die Nachbarschaft dank der festlichen Beleuchtung aus großen roten Lampions und lichterbehangenen Bäumen märchenhaft zu funkeln.

(Bild: Tourism Toronto)

Zwischen den edlen Boutiquen findet ihr viele angesagte Shops, außerdem sind Museen wie das ROM (Royal Ontario Museum) und das coole Bata Shoe Museum gleich um die Ecke, beide sind top! Für einen Cocktail mit Ausblick schicke ich euch zum Abschluss des Tages noch in Richtung Osten, ins Broadview Hotel – dank der verglasten Dachterrasse schaut ihr von hier oben direkt auf die Skyline.

Tag 2

Brickworks ist eine alte Ziegelfabrik, die zu einem Event-Space umgebaut wurde. Dort wartet das Evergreen Winter Village, ein wunderschöner Winter-Markt mit kleinen Designer-Marktständen, einer Eislaufbahn und wärmenden Lagerfeuern. Es gibt sogar Marshmallows zum S'mores machen – herrlich nordamerikanisch! 

(Bild: Manuela Imre)

Ein Shopping-Besuch im Eaton Centre ist ein Muss, schon allein wegen der riesigen Feiertags-Deko, die sich über mehrere Etagen erstreckt: In der Mall stehen beleuchtete Rentiere und ein meterhoher Weihnachtsbaum. Danach noch einen Abstecher gegenüber bei The Bay und Saks Fifth Avenue einlegen: Die aufwändigen Weihnachtsschaufenster sind jedes Jahr ein Highlight.

Bewegt euch dann wieder langsam gen Osten: Der Distillery District wartet. Die alte Schnapsbrennanlage ist eine meiner Lieblings-Gegenden, auch weil dort viele spannende Gallerien sind.

Der jährliche Weihnachtsmarkt erinnert mich mit seinen kleinen Holz-Hütten an Deutschland. Und es gibt sogar Glühwein! Ab Januar findet hier dann das gigantische Toronto Light Festival mit Licht-Installationen und interaktiven Skulpturen statt. Café Cluny ist ein klasse Dinner-Spot. Oder ihr macht es ganz kanadisch und setzt euch auf die beheizte Terrasse bei El Catrin.

(Bild: Toronto Light Festival)

Tag 3

Beginnt den Tag mit einem kulinarischen Streifzug durch Torontos multikulturelle Nachbarschaften: Toronto ist mit Little Italy, Chinatown, Greektown und Little Portugal herrlich international. Und überall gibt es etwas Leckeres.

Ich liebe Museen und Gallerien, klar! Das AGO ist gigantisch – unbedingt vorbeischauen. Ganz neu ist das Moca (Museum of Contemporary Art) im Westen der Stadt. In der angrenzenden Junction-Nachbarschaft findet ihr auch nette kleine Cafés und Bars. 

(Bild: Tourism Toronto)

Nach all der Kunst ist wieder etwas Frischluft angesagt. Am Ontario Place wartet das Aurora Winter Festival mit einem funkelnden Garten aus bunten Lichter-Blumen.

Zum Abschluss müsst ihr unbedingt noch die Stadt von Oben sehen. Fahrt auf den CN Tower! Mein Tipp: Gönnt euch ein Dinner im Dreh-Restaurant 360 in 350 Metern Höhe und mit Rundumblick.

Wieder auf dem Boden ist die Scotiabank Arena nur ein Katzensprung entfernt: Ein Spiel der Raptors oder der Maple Leafs beendet den Tag – und euren Trip – mit einem aufregenden Spitzenevent.

(Bild: Tourism Toronto)

 

Kundeninformationen

Haben wir Dich inspiriert? Ob Berge, Seen, Städte oder Meeresufer – von Halifax im Osten, Vancouver im Westen bis hoch nach Yellowknife im Norden, Kanada hat für jeden das richtige Ziel.

Plant Eure Reise auf:

Keep Exploring