Bild: dpa/Ingo Wagner

Ausgerechnet den Bremer Schnoor - das schnuckelige aber doch so langweilige Mittelalterviertel in Bremen - kürt die New York Post zu einer der schönsten Straßen der Welt. Die Zeitung aus der US-amerikanischen Metropole listet die Straße sogar auf Platz Neun! Damit steht die Straße (die denselben Namen wie das Viertel trägt) im Ranking auf einer Ebene mit Kyoto, Buenos Aires und Singapur.

Für amerikanische Touristen höheren Alters mag der Schnoor interessant sein, zum Souvenir-Shopping oder Teetrinken. Wir finden aber: Die Hansestadt hat viel coolere Ecken! Abseits der Tourifallen, stellen wir euch hier die sieben wirklich schönsten Orte Bremens vor.

An diesen 7 Orten in Bremen sollte man gewesen sein

1

Das Bermuda-Dreieck

Bermuda-Dreieck, so nennen die Bremer den Platz zwischen Humboldtstraße und Fehrfeld. Die namensgebende Kneipe Bermuda, die mit guter Musik, leckeren Cocktails und Bierpong-Turnieren überzeugt, gehört zu den angesagtesten der Hansestadt. Wer keinen Platz bekommt: nebenan ist die Capribar, weiter unten laden das Fehrfeld auf einen Tee oder das legendäre Heartbreak Hotel auf eine Zigarette ein.

2

Der Werdersee

Wo trifft sich die Bremer Neustadt? Im Sommer kann die Antwort nur wie folgt heißen: am Werdersee! Dieser See, der eigentlich keiner ist, lädt nicht nur zum Baden ein, sondern ist häufig Schauplatz spontaner Grillfeste und Outdoor-Partys. Damit grenzt er sich von den anderen Bremer Seen ab! Wem das Sonnenbad zu langweilig ist, findet hier eine der schönsten Strecken für Fahrradtouren - und das mitten in der Stadt.

3

Der Buntentorsteinweg

Der Buntentorsteinweg in der Neustadt zählt zu den vielseitigsten Straßen in ganz Bremen. Was die Straße jedoch einzigartig macht, sind die zwei einzigartigen Projekte Schwankhalle und Kukoon. Die Schwankhalle bietet Platz für Workshops, Theater, Lesungen und Indie-Filme. Auch im Kukoon gibt es ein großes Kulturprogramm mit Lesungen, Tischkicker-Turnieren und Filmabenden. Ebenfalls super geeignet, um nach dem Tag am Werdersee einen trinken zu gehen!

4

Die MS Treue

Was wäre eine Hansestadt ohne Partyschiff? Der nächste Ort in unserer Liste ist ein Clubschiff: die MS Treue. Hier finden tagsüber entspannte Partys auf dem Deck statt, nachts geht’s in den Innenraum unter die Wasseroberfläche. Freitags und samstags erst ab 20 Jahren.

5

Die Vorstraße

Einmal im Jahr steht das Bremer Studentenleben Kopf! Gemeint ist nicht etwa die Prüfungsphase, sondern das alljährliche Sommerfest in der Vorstraße – in den Innenhöfen eines Studentenwohnheims. Hier treten seit über 40 Jahren überwiegend regionale Bands für umsonst auf, es gibt eine Mischung aus Rock und elektronischer Musik. Im Gegenteil zur berühmten Uni-Nacht ist das Fest zweitägig und unkommerziell. Jedes Jahr Anfang Juni!

6

Der Schlachthof

Hier spielten schon alle großen Bands! Der Schlachthof ist mit seiner Outdoor-Kneipe und den verschiedensten Veranstaltungen immer wieder Anlaufstelle für Kultur aller Art. Gerade läuft WM, sonst gibt es alles – vom Didgeridoo-Kurs bis zum Skateboard-Contest. Am Wochenende kommen namhafte Bands in einen der sieben Räume des Schlachthofs.

Hier gibt's das Programm für Juli 2018!

7

Irgendwo und Zucker-Club

Das Irgendwo ist irgendwo im Nirgendwo. Genauer gesagt: ganz weit im Bremer Süden, in der Nähe vom Flughafen. Hier finden elektronische Outdoor-Events statt. Genau wie das Irgendwo ist auch der Zucker-Club nur temporär an seinem Ort: beide wollen sich fest etablieren und sind auf der Suche nach einer festen Bleibe

Nach großem Protest für Subkultur steht der Zucker-Club jetzt vor dem Durchbruch: die Bremer Bürgerschaft hat dem Plan zugestimmt, nach dem das Kollektiv aus einem achtstöckigen Bunker ein riesiges Technoparadies machen darf. Haltet die Ohren steif!


Grün

Dieses Video zeigt, was passiert, wenn unser Plastikmüll im Meer weiter zunimmt

Lust auf frisch gefangenen Fisch? Wie wäre es dann vielleicht mit einer Paella garniert mit Einweg-Rasierern oder einer Fischsuppe mit Plastikflaschen? 

Das klingt übertrieben, aber das soll es auch sein: Das spanische Zentrum für Wasserforschung will mit einem Video auf eines der größten Müllprobleme der Welt aufmerksam machen: Plastik in den Ozeanen.

Bislang sollen etwa 150 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren schwimmen. Laut einer Studie der Ellen-MacArthur-Stiftung kommen jedes Jahr acht Millionen Tonnen hinzu. Das entspricht einer Lkw-Ladung – pro Minute. (bento)