Bild: Matthias Balk / dpa
Mit Currywurst, Chili con Carne und "Moin Moin" zum besseren Ruf .

Der Zug hat knapp zwei Stunden Verspätung, die Klimaanlage funktioniert nicht, das WLAN hechelt von Funkloch zu Funkloch: ein gewöhnlicher Tag im Fernverkehr der Deutschen Bahn, so weit, so schlimm. Doch der Konzern hat die Schnauze voll von seinem schlechten Ruf, und möchte das angeschlagene Image ordentlich aufpolieren. Die Zauberworte: Moin Moin, Grüß Gott!

Gastfreundlichkeit wird bei der Bahn ab sofort nämlich großgeschrieben. So erklärt Ramona Fellner, die Leiterin der Service-Strategie im Fernverkehr:

Wir wollen die Gäste umsorgen.
Ramona Fellner

Und gelingen soll das nicht nur durch die Umschulung des Zugpersonals von schnödem Eisenbahnervokabular hin zu regionalen Spezialgrüßen wie "Moin Moin" oder "Grüß Gott", sondern mit der Allzweckwaffe gegen schlechte Laune: Currywurst.

Ja, der Fahrgast-Liebling wird jetzt verstärkt – gemeinsam mit dem Kassenschlager Chili Con Carne – in den Speise- und Bistrowagen der Deutschen Bahn angeboten. Der Twist für mehr kulinarische Zufriedenheit: Eine "moderne Variante" von Currywurst & Co. – das Chili mit ein wenig Schmand, die Wurst mit Tortillastreuseln. Wer die anderen Fahrgäste mit Wurstgeruch belästigen möchte, darf das ab sofort im eigenen Abteil tun – die Speisen gibt es jetzt nämlich auch am Platz. (SPIEGEL ONLINE)

Auch der Komfort in chronisch verspäteten Fernreisezügen soll jetzt erhöht werden: Die ersten IC-Generationen bekommen Bildschirme, damit sich die Fahrgäste in Echtzeit über verpasste Anschlüsse ärgern können. Nützliche Informationen wie die nächsten Bahnhöfe werden aber auch angezeigt. Und wer bei langen Standzeiten mal auf Toilette muss, darf sich auch freuen: Neue Toiletten in den alten IC-Waggons verspricht die Bahn nämlich auch.

Mit Material von dpa.  


Fühlen

Ein kleiner Junge wird ausgelacht, weil er Nagellack trägt – und sein Vater macht allen Eltern eine Ansage
"Intolerante Eltern und ihre Kinder haben heute einen kleinen Sieg eingefahren, aber den Krieg werden sie nicht gewinnen."

Eigentlich könnte es so einfach sein. Wer Hüte mag, zieht einen Hut auf. Wer rot mag, trägt Rot. Und wer Nagellack hübsch findet, lackiert sich die Nägel.

Aber irgendwie ist es manchmal doch nicht so einfach. Es macht anscheinend immer noch einen Unterschied, wer den Nagellack trägt. Wenn die Person ein Junge ist, zum Beispiel. Und das regt einen Vater aus den USA richtig auf.

Sein Sohn Sam, 5, trägt nämlich gern Nagellack – und wurde dafür von anderen Kindern ausgelacht. Aaron Gouveia, der auch einen Elternblog führt, postete auf Twitter daraufhin eine Wutrede, in der er sich gegen das richtet, was er toxische Männlichkeit nennt. Zehntausende Male wurde seine Geschichte retweetet.

Und das hier ist Sam: