Bild: bento
"Only saufe, weil Saufe einfach saufe is"

Wer im Sommer auf dem Ballermann ist, sieht sie überall: Mottoshirts! Sie gehören dazu, und wer hier was auf sich hält, hat sich schon in Deutschland eins beflocken lassen. Nach zwei, drei Tagen mieft die Klamotte nach Schweiß und Bier – egal.

Doch so ein Motto-Shirt ist mehr als ein Trinkspruch, mehr als Gestank – es geht darum, sich, die Gemeinschaft, die Freundschaft zu feiern.

Jetzt gerade ist es auf Malle wieder besonders krass: überall Gruppen, überall Shirts. Wir waren dort. Und wollten wissen: Was sollen uns eure T-Shirts sagen?

Wischen, um die Outfits von vorn und von hinten zu sehen.

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"Mädels, egal was passiert, Pegel halten / Mallemodus"

Nicole, 18, Marieke, 18, Annika, 19, Simone, 18 Emelie, 18

"In unserem Dorf ist es üblich, als Clique nach Malle zu fliegen. Wir kommen aus Twist im Emsland. Man sagt übrigens 'aufm Twist' – ganz wichtig. Dort spielen wir Fußball. In den Skiurlaub fahren wir auch gern zusammen, aber lieber noch nach Malle. 

Beim Schützenfest bei uns zu Hause musst du schon drauf achten, wie du dich verhältst, was du anziehst, sonst wird direkt über dich gesprochen. Hier kennt einen keiner, hier ist alles egal. Wir sind seit 36 Stunden wach."

"Malle 2018 – Only saufe, weil Saufe einfach saufe is / Kreisliga, das Bier gewinnt / What happens in Malle, stays in Malle"

Moritz, 20, Dreher, und Markus, 32, Produktionsarbeiter, aus Glanbrücken, in der Nähe von Kaiserslautern in der Pfalz.

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"Wir sind eine Fußballgruppe, die richtig gerne trinkt. Einige von uns kommen schon seit Jahren an den Ballermann. Es sind die Leute, die Party, Getränke, das Wetter, die Frauen – es passt einfach alles. Zu Hause sehen wir uns fast jeden Tag, zwei- bis dreimal die Woche Training, plus Spiel.

Das Shirt zeigt, dass wir zusammengehören. Wir können uns nicht so einfach verlieren. 36 Euro hat es gekostet. Jedes Jahr gibt es ein neues, nur das Malle-Logo bleibt immer gleich.

So kommt man auch mit anderen Fußballmannschaften schnell ins Gespräch, fragt sich, woher man kommt und in welcher Liga man spielt.

Auch wenn wir uns so oft sehen, kriegen wir nie genug voneinander. Wir können uns alles sagen – über Beziehungsprobleme, Stress bei der Arbeit, Partys – der andere würde nie komisch gucken oder nichts mehr mit dem anderen zu tun haben wollen."

"RFL goes Malle, #makeSuffgreatagain"

Eine Gardetanzgruppe namens "Rote Funken Lichtdringhausen" aus Arnsberg im Sauerland

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"Wir feiern unser elfjähriges Jubiläum. Sonst fahren wir auch gemeinsam weg, aber hier waren wir noch nie. Dieses Jahr musste es ein besonderer Ort sein. Wir finden es mega. Sommer, Sonne, Ballermann, wir sind 27 Leute und alle sind dabei. Wir feiern hier vor allem uns.

Das ganze Jahr trainieren wir zwei- bis dreimal die Woche für die Karnevalssaison. Im November gibt es dann noch eine Jubiläumsveranstaltung. 

Auf den Shirts sind all unsere Spitznamen verewigt. Spaniolo ist Spanier, daher der Name, Puppe ist eben unsere Puppe. Das ist so auf dem Dorf, jeder hat seinen Spitznamen. Rote Funken Lichtdringhausen, die renommierteste Garde NRWs – kleiner Scherz. #makesuffgreatagain ist eine Kampfansage für den Urlaub. Politik ist innerhalb der Garde kein großes Thema."

"Endlich Achtzehn Tour 2018" 

Flitzer (Marco), Luigi (Lukas), Huber, Andi, Böhmi (Michi), SW (Michi), Stefan, Stutzi (Michi), Schmiddn (Felix) aus Erlangen in Mittelfranken, alle 25 bis 31 – nein, nicht 18. 

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"Wir kommen alle aus den umliegenden Dörfern und haben uns auf Dorffesten kennengelernt – wir sind die, die am längsten durchhalten, der harte Kern sozusagen. 18 sind wir zwar nicht mehr, aber mit einem Geburtstag hat unsere Reise trotzdem zu tun. Stefan (Anmerkung der Redaktion: der mit Hut, in der Mitte) feiert seinen 30. Geburtstag: Seine schwangere Freundin hat ihn nachts um zwei geweckt und als Überraschung zum Nürnberger Flughafen gefahren.

Marco hat das mit ihr organisiert. Als wir gelandet sind, ging es direkt um 8 Uhr in den Bierkönig, wir waren die ersten Gäste. Die waren gerade noch dabei, die Tische sauber zu machen. Eine Stunde Schlaf reicht uns. Wie wir das durchhalten? Mit Lebensfreude und viel Aspirin. Mallorca ist kein Urlaub, sondern eine Lebenseinstellung."

"Neulinge darf man nicht sagen… Neeeee. Aber Aufsteiger 2017"

Shorty (Denise), 26, Zahnmedizinische Fachangestellte, Eileen, 22, Kauffrau für Versicherungen und Finanzen, Penny (Jana), 23, Krankenschwester

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"Wir spielen für Schwarz-Weiß Esch in Ibbenbüren bei Münster. Vor drei Jahren haben wir die Frauenmannschaft gegründet. Wir sind 25 Mädels, alles Freundinnen. Wir sind letztes Jahr aufgestiegen, von der Kreis- in die Bezirksliga. Wir identifizieren uns mit unserem Team, und sind auch am Ballermann eins. Das wollen wir mit dem Shirt zeigen. Außerdem muss man sich keine Gedanken machen, was man anzieht. 

Natürlich kommen wir jedes Jahr. Vomex und Ibu haben wir dabei – nur bei einer von uns hat das gestern nicht geholfen. Wir würden nicht nach Ibiza, wo die High-Society ist, hier ist es viel günstiger. 390 Euro bezahlen wir für fünf Tage – optimal. Wir wohnen direkt gegenüber vom Bierkönig, aber mit dem richtigen Pegel kann man sogar dort einschlafen."

"Zwischen Leber und Milz passt immer eine Säule / Rauchen fetzt"

Philipp, 26, Sport- und Fitnesskaufmann, Jannis, 30, Student Fahrzeugtechnik, Christoph 28, Physiotherapeut, Fabian, 31, Sportmanager

(Bild: bento)

"Wir kommen alle aus der Nähe von Göttingen, das hier ist unsere Abschlussfahrt von der Fußballmannschaft. Wir sind elf Freunde auf dem Platz – und auch privat. Hier trainieren wir auch einiges, nur eben nicht Fußball. 

Frühstück um 9 Uhr ist Pflicht bei uns. Wer zu spät kommt, muss bezahlen. Der Tag sieht immer so aus: Pool am Morgen, dann an den Strand und ab 21 Uhr ab in den Bierkönig. Wir sind natürlich Sportler, das spricht ja eigentlich gegen das Trinken. Die Säulen (Anmerkung der Redaktion: eine großes langes Biergefäß in der Disko) im Megapark mögen wir trotzdem. 

Wir sind Profis: Als Fußballer gescheitert, aber an der Theke ein Star. "

"Sorry Jungs, bin nur zum Saufen hier"

Uschi, 37, Kellnerin, Marlene 24, Nicole, 26 und Julia, 24, alle Altenpflegerinnen – die vier haben sich in der Ausbildung kennengelernt. Sie kommen aus Ahlen bei Hamm.

(Bild: bento)

"Wir sind für ein gemeinsames Wochenende hier und waren gestern schon im Megapark und im Bierkönig. Wenn man will, kann man hier gut flirten. Einige Jungs können aber auch aufdringlich werden. Deshalb unser Shirt. Bislang kam nur die Reaktion: 'geile Titten'. 

Am Oberarm anfassen ist noch okay, alles andere ist intim. Ich habe gestern einfach zu jemandem gesagt: "Hast du ne Macke?", als er mich anfassen wollte. Das verstehen dann alle. Aber ansonsten ist die Stimmung nirgendwo so gut und ausgelassen wie hier."


Trip

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