Natürlich sind Thailand und Südafrika absolute Top-Urlaubsziele. Länder wie diese bedeuten: Traumstrände, historische Sehenswürdigkeiten, Orte, die viele schon gesehen haben. Und über die viele sagen: "Da muss man im Leben gewesen sein!"

Ach ja? Wieso eigentlich?

Es gibt viele Länder auf der Welt, in die sich weniger Touristen verirren. Auf Instagram sind diese Länder deswegen weniger vertreten – aber das heißt nicht, dass diese Länder nicht toll sind! Im Gegenteil: Meistens sind sie geheimnisvoller, unentdeckter, günstiger.

Wir zeigen Länder zum Reisen und Backpacken, die mindestens so aufregend sind wie ihre berühmten großen Schwestern!
1. Reise nach Laos statt nach Thailand, sagt Katharina – zum Klicken:
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Warum?

Gefühlt macht gerade jeder Urlaub in Thailand: Man fliegt nach Bangkok und in Phuket trifft man in der Strandbar dann seine Kommilitonen. Wer auf diese ausgetretenen Pfade verzichten kann, fährt am besten ins Nachbarland Laos.

Statt Partytourismus begeistert das Land mit ruhigen Tempelanlagen, fortschrittlichem Ökotourismus im Norden und einer faszinierenden Insellandschaft im Süden.

Absolutes Highlight ist die alte Königshauptstadt Luang Prabang: historische Tempelanlagen, ein Nachtmarkt und die frühmorgendliche Tour der Mönche, die auf der Straße Reisspenden von den Einheimischen entgegennehmen.

Wer mag, mietet sich einen Roller und fährt den abenteuerlichen Thakhek Loop ab – eine viertägige Rundtour zur kilometerlangen Kong Lor-Grotte im Süden.

Wie komme ich hin?
  • Flüge gibt es von Frankfurt und München aus nach Vientiane und Luang Prabang.
  • Ein 30-Tages-Visum bekommt man direkt bei der Einreise.
  • So günstig wie nach Bangkok sind die Flugpreise allerdings nicht: Am besten geht es mit "Thai Airways" von Frankfurt nach Vientiane, knapp 600 Euro muss man für Hin- und Rückflug einrechnen.
Wo wohne ich?

In jedem Ort gibt es Hostels. Exklusiver nächtigt man im Norden des Landes in Baumhäusern der Gibbon Experience – und unterstützt damit gleichzeitig den Umweltschutz.

2. Reise nach Portugal, statt nach Spanien – sagt Caro.
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Warum?

Wer Portugal nur als Nachbarland von Spanien kennt, der hat einiges verpasst. Das Land ist weniger überlaufen, die Portugiesen sind unschlagbar freundlich und die Landschaft ist vielseitiger.

Wer Natur mag, der ist an der felsigen Westküste des Landes richtig. Auf den meterhohen Klippen stehen vereinzelte VW-Bullis, Surfer schleppen frühmorgens ihre Boards in die kleinen Buchten.

Gutes Essen gibt es überall für wenig Geld. Galao zum Frühstück und dazu frisches Gebäck: Kostet weniger als zwei Euro. Abends gibt es in den kleinen Restaurants der Locals oft für 5 Euro fangfrischen Fisch und Paella.

Wie komme ich hin?
  • Günstige Flüge nach Porto, Lissabon oder Faro gibt es schon ab 40 Euro.
  • Vor Ort nimmt man Bus und Bahn.
  • Es lohnt sich auch ein Mietauto, um die Westküste entlangzufahren. Oder man reist per Mitfahrgelegenheit und lernt dabei die Einheimischen kennen.
Wo wohne ich?

In Hotels, Airbnbs oder Hostels. Gerade die sind hier wirklich zu empfehlen, da sie oft sehr schön eingerichtet sind.

3. Reise nach Montenegro statt nach Kroatien – sagt Miriam.
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Warum?

Wer Kroatien mag, wird Montenegro lieben – das kleine Balkanland ist zwar nicht größer als Schleswig-Holstein, beeindruckt aber mit viel spektakulärer Natur: türkisfarbenes Meer, weiße Kiesstrände, schroffe Hochgebirge und der südlichste Fjord Europas.

Auf dem Weg von Dubrovnik zum entspannteren Künstlerstädtchen Herceg Novi schlingert der Bus immer an der Adriaküste entlang. Eine bessere Sicht hat man nur noch vom Wasser.

Ausflugsboote schippern von dem wunderschönen Hafenstädtchen Kotor durch die tiefe Bucht und legen für Zwischenstopps an einer Museumsinsel und am malerisch gelegenen Perest an.

Und weil Reisen in Montenegro immer noch sehr billig ist, wird man nicht nur von gastfreundlichen Einheimischen herzlich willkommen geheißen, sondern trifft auch auf viele Backpacker. Das ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum man in Montenegro ausgezeichnet feiern gehen kann.

Wie komme ich hin?
  • Entweder direkt mit dem Flugzeug in Montenegros Hauptstadt Podgorica oder etwas billiger über Dubrovnik und weiter mit dem Bus nach Montenegro.
  • Wer über Kroatien anreist, sollte aber nicht vergessen, einen gültigen Reisepass einzupacken. Im Gegensatz zu Kroatien ist Montenegro kein Mitglied der Europäischen Union.
Wo wohne ich?

Ferienwohnungen, Airbnbs, Campingplätze – du hast die freie Wahl!

4. Reise in den Süden Ägyptens anstatt an die Küste Israels – sagt Marc.
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Warum?

Der Nahe Osten ist für viele nur ein gruseliger Mix aus Krisen und Konflikten. Außerdem ist alles laut, hektisch und voller Abgase. Den Strand von Tel Aviv halten viele daher für die einzige akzeptable Anlaufstelle der Region.

Kenner wissen: Das ist Quatsch. Der Nordirak ist längst eine Trekkingoase, der Oman ein Taucherparadies und der Sinai der neue Hippie-Geheimtipp. Und der Süden von Ägypten ist ein bisschen von allem.

In Assuan ist der Nil blau und wild, bei einer Shisha kannst du vom Ufer aus die Segelboote in den Sonnenuntergang schippern sehen. In Abu Simbel warten einzigartige Tempel auf dich – die Jahrtausende alte ägyptische Kultur trifft hier auf sudanesische Tradition. Und in Marsa Alam an der Rotmeerküste warten die (noch) unberührten Tauchziele Ägyptens.

Ägypten ist in seinem Süden angenehm anders und zurückgelehnt.

Wie komme ich hin?
  • Flüge gehen mit EgyptAir über Kairo entweder nach Marsa oder nach Assuan.
  • Von dort gibt es mit dem Rumpelbus Tagestrips nach Abu Simbel.
  • Wer sich mit der Anreise mehr Zeit lassen will (und noch schnell die Pyramiden gucken will), fliegt nur bis Kairo – und fährt dann mit dem Nachtzug nach Assuan.
Wo wohne ich?

Nicht in Assuans Stadtzentrum, sondern auf der anderen Nilseite in einem kleinen nubischen Bauerndorf. Dort im traumhaft stillen Bet el Kerem. Was Marsa Alam betrifft: Die Ecolodges der Red Sea Divers sind gute Adressen für Tauchurlaub abseits der notorischen Bettenburgen.

5. Reise nach Mexiko und nicht in die USA – sagt Eva.
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Warum?

Mexiko ist das perfekte Reiseland für alle, die sich schlecht entscheiden können. Innerhalb eines Trips schafft man es, ohne Probleme von der Wüste in den Dschungel, vom Tropengewässer mit Korallenriffen zum Surferstrand, von Hüttendörfern zu einer der größten Metropolen der Welt.

Dazu die Ruinen vergangener Hochkulturen, Vulkane, der "Tag der Toten" und ganz viel Mezcal.

Das alles macht hungrig. Da passt es gut, dass es in Mexiko an beinahe jeder Straßenecke einen Taco-Stand gibt und die Küche mindestens so abwechslungsreich ist wie Natur und Kultur.

Wie komme ich hin?
  • Von Deutschland mit dem Flieger nach Cancún, von dort fährt man mit dem Schnellbus weiter.
  • Bis nach Oaxaca (sehr empfehlenswert!) dauert es von hier ein bis zwei Tage – wenn man sich beeilt.
Wo wohne ich?

Von der Hängematte übers Partyhostel bis hin zum Fünf-Sterne-Ressort – man hat die freie Auswahl. Geht auch gut: Airbnb. Zwischen Weihnachten und Silvester sollte man allerdings reservieren, da dann halb Mexiko-City Urlaub macht.


Haha

Hi Stranger: Dieses gruselig-liebenswerte Video erobert deine (Alb-)Träume

Was du gleich sehen wirst, wird dich höchstwahrscheinlich verstören. Die Journalistin Tara McGinley beschreibt es so:

"Die einzige Situation, die ich damit im realen Leben vergleichen könnte, wäre, wenn man mit seinem geschlechtslosen besten Freund (der eine Haut wie ungekochte Wurst hat) nach einem Yogakurs LSD nehmen würde."

Denn einerseits baut es dich auf, andererseits geht es dir auf unangenehme Weise unter die Haut.

Aber sieh selbst: