Bild: Marcel Kusch / dpa

Dein Flug mit Air Berlin ist trotz Insolvenz vorerst sicher. Solltest du also in den nächsten Tagen oder Wochen deinen Urlaub starten, musst du nicht umbuchen. 

Was ist passiert?

Air Berlin macht seit 2008 durchgehend Verluste – mit einer kleinen Ausnahme 2012. Im vergangenen Jahr verbuchte das Flugunternehmen einen Rekordverlust von 780 Millionen Euro. Insgesamt haben sich die Schulden mittlerweile auf 1,2 Milliarden Euro angestaut. 

Nachdem jetzt auch noch der Hauptaktionär Etihad – eine arabische Fluglinie – Air Berlin kein weiteres Geld zur Verfügung stellt, musste das Unternehmen einen Insolvenzantrag stellen. Das gab es am Dienstag selbst bekannt. 

Wieso kann der Flugbetrieb trotzdem weiter gehen?

Insolvenz bedeutet noch nicht, dass das Unternehmen aufgelöst wird. Die Bundesregierung unterstütze das Unternehmen mit einem Übergangskredit von 150 Millionen Euro.

Der Journalist und Mobilitätsexperte Don Dahlmann erklärte, dass diese Entscheidung für die Regierung unausweichlich war: "Kunden hätten neue Flüge buchen müssen, aber die meisten Airlines haben gar nicht die Kapazitäten in ein paar Tagen neue Slots zu übernehmen", schrieb er bei Facebook. "Am Ende hätte die Regierung Airlines bezahlen müssen, damit die Touristen wieder nach Hause kommen. Da waren die 150 Millionen vermutlich die billigere Variante."

Außerdem könnte Air Berlin möglicherweise verkauft werden. Der Konkurrent Lufthansa hat Interesse an einer Übernahme, will aber nicht auch die Schulden bezahlen. Jetzt liefen bereits Verhandlungen über eine Teilübernahme.

Air Berlin teilte mit:
  • Alle Flüge von Airberlin und Niki finden weiterhin statt. 
  • Die Flugpläne bleiben gültig.
  • Gebuchte Tickets behalten ihre Gültigkeit.
  • Alle Flüge sind weiterhin buchbar.

Gerechtigkeit

Taylor Swift gewinnt Prozess wegen sexueller Belästigung

Taylor Swift hat den Gerichtsprozess wegen sexueller Belästigung gegen den Radiomoderator David Mueller am Montag gewonnen (CNN / Reuters). 

Die acht Geschworenen des Gerichts in Denver im US-Bundesstaat Colorado entschieden einstimmig für Swift; die 27-Jährige erhält – wie von ihr gefordert – symbolisch eine Entschädigung von einem Dollar.