Bild: Tourism Nova Scotia
Ein bisschen Adrenalin-Kick, viel spektakuläre Natur! Nova Scotia ist nicht nur eine malerische Provinz an der kanadischen Atlantikküste – man kann hier auch seinen Drang nach Wassersport ausleben, in so ziemlich allen Varianten und bei jedem Nervenkitzel-Level.
(Bild: Tourism Nova Scotia)

Am Anfang ist alles noch gemächlich beim Tidal Bore Rafting. Das rote, motorbetriebene Rafting-Boot tuckert langsam über Nova Scotias Shubenacadie River. Dann, wie aus dem Nichts bäumen sie sich vor uns auf: Wellen. Der Gezeitenunterschied der Bay of Fundy ist der höchste weltweit und kreiert ein berauschendes Natur-Phänomen. Der Shubenacadie fließt in die eine Richtung, die Flutwelle des Ozeans kommt aus der anderen – das lässt das Wasser toben. Wir bisher so coolen Adrenalin-Junkies brechen in hysterisches Geschrei aus und klammern uns an den Gummigriffen fest. Das Raft prescht gegen die erste Welle, Wasser spritzt in alle Richtungen – vor allem aber ins Gesicht – dahinter wartet bereits der nächste Schub. In Sekunden hat sich der ruhige Fluss in eine Wildwasser-Stromschnelle Güteklasse A+ verwandelt. Adrenalin pur. 

Erstmal wieder die Segel glätten

Nach so viel Geschunkel ist eine Auszeit in Halifax wie Ingwertee für den Magen: schön beruhigend. Aber aufs Boot geht es trotzdem schon bald wieder. Immerhin sind wir in Atlantik Kanada. Hier spielt sich alles im, auf oder um das Wasser herum ab. „Wer hier ohne Segeltrip abreist, verpasst ein Highlight!“, sagt Skipper Steve, bevor er die Aufgaben verteilt. Mitarbeiten ist gefragt. Seile befestigen, Segel anziehen. Moment, fiel da gerade das Wort „relax“? Wird gemacht! Mit dem Wind im Rücken und einem kühlen Drink in der Hand schippern wir am historischen Hafen vorbei. Die Cafés und Bars auf der Hafenpromenade sind voll besetzt – Halifax ist mit seinem Mix aus bunten Häuschen und moderner Architektur nicht nur Touristenmagnet, sondern auch quirlige Studentenstadt mit vielseitiger Kultur und buntem Nightlife. Uns weht derweil die maritime Stille Nova Scotias um die Ohren, traumhaft. Mit geblähten Segeln gleiten wir über das Wasser. Als sich die knallblaue Oberfläche bewegt, steigt kurz die Euphorie, aber Fehlalarm: kein Wal, sondern „nur“ ein paar Robben.

(Bild: Tourism Nova Scotia)

Willkommen zur großen Wal-Show 

Die erste Walbegegnung steht aber bald an. Am besten stehen die Chancen entlang des spektakulären Cabot Trails – dort ist das Fischerdorf Cheticamp ein klasse Ausgangspunkt für Whale Watching Touren – oder in der Digby Neck Gegend an der Bay of Fundy. Beides sind wunderschöne Ausflüge außerhalb von Halifax. Wer wie wir Glück hat, sieht, wie sich der ein Wal ohne Vorwarnung komplett aus dem Wasser hebt und mit einer etwas skurrilen Seitenbewegung wieder abtaucht. Der nächste Meeresriese folgt im Akkord. Das Wasser spritzt in alle Richtungen, aber wer denkt schon an die Frisur, wenn hier Buckelwale eine Live-Show abziehen? Diese Tiere gelten gemeinhin als Clowns der Meere, lernen wir, voller Schabernack. Und die unerwartet kindsköpfigen und gleichzeitig anmutigen Kolosse kommen gerade erst in Fahrt. Unser Zodiac vibriert vor Aufregung und wildem Kamera-Geknipse. Dank der nahrungsreichen Gewässer Nova Scotias sind hier auch Seiwale, Minkwale und Grindwale beheimatet, selbst der gefährdete, mammuthartige  Atlantische Nordkaper wird ab und an gesichtet, wenn auch selten.

Eine Runde Glamour, bitte!

Kanadier können nur Holzfällerromantik? Fehlanzeige! Zumindest ist die Holzfällerromantik hier mit einer Glasur Glamour überzogen. Und die kommt am Ende eines aufregenden Tages genau richtig: Nach einer Kajakfahrt zwischen den Blue Rocks-Inseln in der Nähe von Lunenburg, geht es mit Rädern zur besten Schnorchelgegend, vorbei an dramatisch steilen Klippen und einer Robbenkolonie. Irgendwann sind die Energie-Depots dann leer und die Sinne voll. Die Glamour-Glasur wartet – in einer handgefertigten, gemütlichen Jurte auf einer Privatinsel! Dort steht bereits ein Abendessen unter einer Unendlichkeit an Sternen, die man später beim Einschlafen durch das Dachfenster der Jurte zählen kann. Als Wecker zwitschern dann die Vögel mit dem Rauschen des Meeres um die Wette, bevor das Frühstück serviert wird – Glamping á la Nova Scotia. 

(Bild: Tourism Nova Scotia)

Ähnlich schick und lecker – aber cooler für Gruppen – ist das Seaside Adventure & Beachside Feast im Kejimkujik National Park. In Kajaks paddeln wir gen Sandstrand, wo bereits Hummer-Sandwiches auf rot-weiß-karierter Tischdecke warten. Eine Rangerin erklärt uns das vielseitige Ökosystem des Naturschutzgebietes und hält Ausschau nach Wildtieren. Unser Alltag pendelt sich zwischen kajaken, schwimmen, sonnen und schlemmen ein – am Abend dann mit einem Meeresfrüchte-Festmahl, inklusive Beach-Sonnenuntergang. 

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Fehlt noch was für Wasser(sport)-Fans? Standup-Paddeling oder Kanufahren sind extrem beliebt – und ja, selbst Surfen kann man! Gut eine Stunde vor Halifax breitet sich der Lawrencetown Beach auf 1,5 Kilometern feinstem Sandstrand aus – der Surfing-Top-Spot Nova Scotias. Am frühen Morgen ist das Meer gespickt mit Brettern. Surf-Dudes und -Girls sitzen lässig darauf und warten auf die nächste Welle. Die kommt bestimmt. Zugegeben, der Atlantik ist kein Planschbecken für Zartbesaitete, der Wetsuit hält einem die kalten Temperaturen aber dankenswerter Weise vom Leib. Und wenn man dann auf dem Brett steht und in Richtung Sandstrand gleitet, ist die Temperatur ohnehin egal. 

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