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Drei Fragen, drei Antworten

Passiert es jetzt tatsächlich? Wird die Zeitumstellung abgeschafft? Die EU möchte jetzt erst mal von dir wissen, ob du das überhaupt möchtest. Darum hat sie eine Umfrage unter EU-Bürgern gestartet, um danach weiter zu entscheiden. Die Umfrage endet am 16. August um 23 Uhr.

Was ist passiert?

Das leidige Thema "Niemand will die Zeitumstellung, wann wird sie endlich abgeschafft?" kommt alle halbe Jahre auf den Tisch. Spätestens im März und Oktober, wenn gerade wieder eine Zeitumstellung ansteht. 

Doch jetzt kommt das Thema antizyklisch auf den Tisch: Ein Zeichen dafür, dass etwas passiert!

Denn: Die EU-Kommission prüft derzeit Forderungen nach einer Abschaffung der Zeitumstellung. Dazu hatte sie das EU-Parlament im Februar aufgefordert (bento). 

Und wo kann ich jetzt für oder gegen die Zeitumstellung wählen?

In der Debatte über die Zeitumstellung können die gut 500 Millionen Europäer auf der Internetseite der EU-Kommission ihre Meinung sagen. 

Die Brüsseler Behörde stellte dazu einen Online-Fragebogen vor, der im Juli live ging. Die erste Woche funktionierte die Abstimmung in Deutschland nicht. Vermutlich brach der Server unter dem Ansturm der Nutzer zusammen.

Ein Kommissionssprecher kann der Deutschen Presse-Agentur nämlich berichten: "Wir haben bereits zur Hälfte der Laufzeit mehr als eine Million Antworten registriert." Allein in den ersten drei Tagen der Konsultation seien es mehr als 500.000 gewesen. 

Bis Donnerstag, dem 16. August, 23 Uhr, kann noch darüber abgestimmt werden, ob wir künftig gerne mit oder ohne Zeitumstellung leben würden. Und ob wir im Fall einer Abschaffung Winter- oder Sommerzeit bevorzugen. 

Hier geht es zur Online-Abstimmung über die Winter- und Sommerzeit. 

Warum wurde die Zeitumstellung überhaupt eingeführt?

Seit 1980 gibt es in Deutschland die Sommerzeit. Sie wurde damals eingeführt, um Energie einzusparen, um das Tageslicht besser zu nutzen. Eine Nachwirkung der Ölkrise 1973. 

Seit 1996 stellen die Bürger aller EU-Länder die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Sonntag im Oktober eine Stunde zurück.

Was spricht für und was gegen die Zeitumstellung?

Dafür spricht: Laut Umweltbundesamt sparen die Deutschen dank der Zeitumstellung tatsächlich Strom. Sie stellen im Sommer abends seltener das Licht an. 

Aber: Im Frühjahr und Herbst heizen sie morgens mehr. 

Dagegen spricht auch: Einige Mediziner sehen Gesundheitsrisiken. Schlafforscher warnen, empfindsame Menschen könnten Probleme mit dem zeitlichen Hin und Her haben – samt Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. 


Mit Material von dpa


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