Zwei Fragen, zwei Antworten

Ryan ist sieben Jahre alt, kommt aus den USA, mag Spielzeug und ist der am besten verdienende YouTuber der Welt. Das "Forbes Magazine" hat in einem neuen Ranking die größten Influencer des Videoportals gekürt. Der Kanal "Ryan ToysReview " lässt dabei alle hinter sich.

Ein Siebenjähriger auf Platz 1 – wie kann das sein?

Forbes hat die Gesamteinnahmen der YouTuber verglichen und sie zu einem Top-10-Ranking zusammengefasst. Mit dabei sind berühmte Blogger wie Logan Paul, Let's-Player wie DanTDM und Makeup-Artists wie Jeffree Star. 

Sie alle nahmen im Jahr 2018 mehr als 14 Millionen US-Dollar ein. Durch Werbeeinnahmen in und vor ihren Videos, Merchandise und Jobs als Testimonials. Doch einer stach aus der Gruppe der bestverdienenden heraus: Der siebenjährige Ryan vom Kanal "Ryan ToysReview" ist nicht nur mit Abstand der jüngste YouTuber im Ranking: Mit insgesamt 22 Millionen Dollar hat er – oder seine Eltern – am meisten verdient.

Dabei ist die Idee seines Channels extrem einfach: Ryan testet und bewertet Spielzeug.

Damit kann man Erfolg haben?

Offenbar ja. Dem Kanal folgen schon mehr als 17 Millionen Abonnenten. Und das, obwohl er erst im März 2015 erstellt wurde. Seitdem kommt Ryan mit den Videos seiner Spielzeugtests auf fast 26 Milliarden Aufrufe.  Der Kanal hat einen so großen Erfolg, dass man mittlerweile sogar Spielzeug unter Ryans Namen bei einer großen amerikanischen Supermarktkette kaufen kann. 

Laut SPIEGEL ONLINE zählt Forbes die Einnahmen der YouTuber der letzten 12 Monate vor Abzug von Steuern und Kosten für Agenten, Manager oder Anwälte. Zur Ermittlung der Werte dienten Analysen von Branchenexperten.


Today

Erster Erfolg der Gelbwesten? Frankreich verschiebt Erhöhung der Öko-Steuer
Drei Fragen, drei Antworten

Die französische Regierung hat auf Grund der heftigen Proteste im Land die Erhöhung der Öko-Steuer auf Diesel und Benzin vorerst ausgesetzt. Das berichtet SPIEGEL ONLINE.

Was ist da los?

Wegen der landesweiten Proteste der Gelbwesten-Bewegung in Frankreich will die Regierung offenbar die geplante Erhöhung der Ökosteuer auf Benzin und Diesel zunächst einmal verschieben. Laut den Nachrichtenagenturen AFP und Reuters will Premierminister Édouard Philippe die Aussetzung am Dienstag bekannt geben. Zudem soll er mehrere Maßnahmen zur Entspannung des Konflikts mit den Gelbwesten verkünden. 

Warum lenkt die Französische Regierung plötzlich ein?

Nach einem Krisentreffen von Präsident Emmanuel Macron, Philippe und mehreren anderen Ministern, war bereits am Montagabend aus dem Umfeld der Regierung zu hören, dass Macron schnell Maßnahmen ergreifen will, um die dreimonatige Gesprächsphase mit der Protestbewegung geordnet stattfinden zu lassen. Kulturminister Franck Riester erklärte, Philippe werde eine "starke Geste der Öffnung" zeigen.

Wie geht es jetzt weiter?

Ein geplantes Treffen am Dienstag zwischen Philippe mit einer Delegation der Gelbwesten wurde kurzfristig abgesagt. Die Vertreter der Protestbewegung gaben Sicherheitsbedenken als Grund dafür an. Sie seien von Hardlinern der Gelbwesten bedroht worden, weil sie sich gesprächsbereit zeigten. Die Delegation wird nicht von den Protestlern anerkannt. 

Offenbar soll die Erhöhung der Ökosteuer zunächst ausgesetzt werden, damit es zu Gesprächen zwischen der Regierung und den Gelbwesten kommen kann. 

Die Proteste in Frankreich dauern nun schon zweieinhalb Wochen an. Sie richten sich gegen hohe Kraftstoffpreise, Steuern und Lebenshaltungskosten. Am Wochenende waren die Proteste in Paris erneut eskaliert (bento).