Bild: dpa/Montage: bento
Wie Behörden dem festgenommenen Yamen A. auf die Spur kamen.

Der Syrer Yamen A. soll einen islamistischen Anschlag in Deutschland geplant haben. Seit Monaten plante er die Tat, am Dienstag konnte ihn die Polizei festnehmen. (bento)

Der 19-Jährige hatte vor, eine Bombe mit dem Sprengstoff TATP zu bauen. Der Sprengstoff ist besonders gefährlich und bei Dschihadisten beliebt. Die Attentäter von Paris und Brüssel haben TATP verwendet. Der im vergangenen Jahr festgenommene Islamist Jaber Albakr (hier kannst du mehr über seinen Fall lesen) hatte ebenfalls Zutaten für den Sprengstoff erworben. 

Besonders gruselig: Yamen A. und andere konnten die Bestandteile für ihre TATP-Bomben einfach bei Amazon bestellen.

Wie der SPIEGEL von Ermittlern erfuhr, hat Yamen A. seit Sommer Chemikalien online geordert. 

  • Auf gleiche Weise organisierte sich auch Albakr seine Zutaten – er hatte mutmaßlich einen Anschlag auf den Flughafen Berlin-Tegel geplant. 
  • Und auch die Islamisten, die im April 2016 eine Bombe an einem Sikh-Tempel in Essen zündeten, orderten bei Amazon (hier kannst du mehr über den Anschlag lesen).
Was die Ermittler auch sagen: Die Amazon-Vorschlagfunktion hat potenziellen Attentätern automatisch gefährliche Zutaten angezeigt.

Soll heißen: Wer zum Beispiel eine Ladung Wasserstoffperoxid in den Warenkorb legt, bekam dann unter dem bekannten "Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch..." weitere Chemikalien und Utensilien angezeigt, die für TATP-Bomben verwendet werden können.

Mittlerweile hat Amazon reagiert – und die Funktion verändert. Die weiteren Chemikalien werden nun nicht mehr aufgeführt. Stattdessen aber Sets zur Waffenpflege, Gebrauchsanweisungen für den richtigen Umgang mit Chemikalien oder Hirschgeweih-Schraubsets:


Fühlen

Wir sollten alle aufhören, Kinder zu bekommen. Denn das ist egoistisch!

Ein Kinderlächeln muss ich immer erwidern. Wenn mich ein kleiner Junge oder ein kleines Mädchen anlächeln, antworte ich ganz automatisch. Trotzdem habe ich ein Problem mit Babys. 

Ich bin kein Kinderhasser. Wenn die Töchter und der Sohn von dem Nachbarn oben drüber im Treppenhaus auf jede Stufe extra laut trampeln, zucke ich müde mit den Schultern