In der sächsischen Kleinstadt Wurzen hat es einen Angriff auf eine Ausländerin gegeben. Zwei Vermummte haben eine schwangere Afrikanerin direkt vor ihrer Haustür angegriffen. Die Frau wurde dabei verletzt. 

Das berichtet der lokale Verein "Netzwerk für Demokratie", das sich in Wurzen für Flüchtlinge engagiert. Die Polizei Leipzig hat den Vorfall gegenüber bento bestätigt. Es wurde Anzeige gegen die unbekannten Täter gestellt, eine Spur gibt es allerdings noch nicht.

Der feige Angriff ist die jüngste Eskalation in einem mehrwöchigen Streit zwischen Wurzenern und Asylbewerbern. 

Bereits im Januar waren in dem Örtchen bei Leipzig Deutsche und Flüchtlinge aneinandergeraten, damals gab es mehrere Verletzte. Wurzen hat den Ruf, ein Zentrum für Rechtsextreme zu sein. Jugendliche haben sich dort organisiert, um eine Bürgerwehr gegen angeblich gefährliche Ausländer zu gründen.

Aus Sicht des "Netzwerks für Demokratie" war der Angriff auf die schwangere Afrikanerin eindeutig rassistisch motiviert. Demnach hätten die vermummten Täter auf die Frau eingeschlagen und sie beschimpft. Das Satz "Wir wollen keine Asylanten in Wurzen" soll gefallen sein. Die Polizei konnte dazu keine Auskunft geben.

Die Flüchtlingshelfer fordern, dass mehr gegen die rechten Schläger getan wird: 

Wir dürfen nicht wegschauen, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion, Weltanschauung oder Herkunft angegriffen werden.

Wir waren in Wurzen und haben versucht, die Stimmung vor Ort zu verstehen:


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Wenn man sich die sozialen Netzwerke anschaut, wird allerdings klar: Keines dieser Ereignisse ist auch nur annähernd so wichtig wie das, was gerade vom Himmel kommt: Schnee. Eine ganze Menge davon. Und kalt ist es auch noch!

Bei einer solch heiklen Wetterlage ist es deshalb am sichersten, drin zu bleiben. Und seinem Unmut auf Twitter Luft zu machen.