Bild: dpa/ Karl Josef Hildenbrandt
Was wir über die Attacke wissen.
Was ist passiert?

Ein junger Mann hat am Montagabend in einem Regionalzug in der Nähe von Würzburg mit einer Axt und einem Messer Menschen attackiert. Er verletzte fünf Menschen, vier davon schwer. Zwei Personen schweben in akuter Lebensgefahr, teilte die Polizei mit.

Laut Polizeieingaben erschoss ein Sondereinsatzkommando, das sich in der Nähe aufhielt, den 17-Jährigen nach seiner Tat. Er hatte nach dem Stop des Zuges im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld zunächst in den Ort fliehen können. Auf seiner Flucht attackierte er eine weitere Frau mit der Axt. (SPIEGEL ONLINE / Main Post)

Was wissen die Ermittler über den mutmaßlichen Täter?

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sagte, es handle sich um einen Asylbewerber aus Afghanistan, der seit dem 30. Juni 2015 in Deutschland lebe – zuletzt bei einer Pflegefamilie. Er sei als Flüchtling ohne seine Eltern nach Deutschland gekommen und habe eine Aufenthaltsgenehmigung gehabt. (tagesschau.de)

Was wissen die Ermittler über das Motiv?

Am Samstag soll der Täter die Nachricht erhalten haben, dass einer seiner Freunde in Afghanistan gestorben sei, gab der leitende Oberstaatsanwalt Erik Ohlenschlager auf einer Pressekonferenz bekannt. Die Staatsanwaltschaft geht von einem politischen Motiv aus.

In dem Zimmer des 17-Jährigen fanden die Ermittler eine handgemalte IS-Flagge. Außerdem rief der Angreifer "Allahu Akbar" (Gott ist groß/Gott ist der Größte). Der Ausruf ist auf dem aufgezeichneten Notruf einer Zeugin zu hören.

Am Dienstagvormittag berichtete die Terrormiliz "Islamischer Staat" über ihre sogenannte Nachrichtenagentur Amaq, dass die Attacke von einem ihrer "Kämpfer" ausgeführt worden sei. Am Nachmittag veröffentlichte Amaq ein Video. Darin ist ein junger Mann mit einem Messer in der Hand zu sehen, er spricht in die Kamera: „Ich bin ein Soldat des Islamischen Staates und beginne eine heilige Operation." Weiter sagt er auf Pashtu: "Ihr kommt in unsere Länder, um unsere Männer, Frauen und Kinder zu töten. (...) So Gott will, werdet ihr in jeder Straße, in jedem Dorf, in jeder Stadt und auf jedem Flughafen angegriffen." (SPIEGEL ONLINE)

Ob der junge Mann im Video wirklich der Angreifer aus dem Zug ist, ist noch nicht klar. Bisher behauptet das nur die sogenannte Nachrichtenagentur Amaq, die ein Sprachrohr des IS ist (Tagesschau).

Wer sind die Opfer?

Es sollen eine Familie und ein junger Mann aus Hongkong sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP, die sich auf dortige Behörden bezieht. Die Zeitung "South China Morning Post" schreibt von einem 62-jährigen Vater, einer 58-jährige Mutter, eine 27-jährige Tochter und deren 31-jährigem Freund. (SPIEGEL ONLINE)

Wie viele minderjährige Flüchtlinge gibt es in Bayern?

Ende März waren es nach Angaben des Sozialministeriums mehr als 15.500. Zuständig für sie sind die Jugendämter. Die entscheiden auch, ob die Kinder und Jugendlichen in einem Heim, einer Wohngruppe oder eine Pflegefamilie unterkommen.

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